Es gibt aber ein Problem

Löwen planen Rückhol-Aktion von Daniel Halfar!

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Daniel Halfar spielte zwischen 2010 und 2013 schon einmal für die Löwen.

München - Kehrt mit Daniel Halfar bald ein ehemaliger Löwe an die Grünwalder Straße zurück? Nach tz-Informationen hat der TSV 1860 Interesse an einer Verpflichtung des Flügelflitzers. Problem: Auch ein anderer Klub will den Spieler und hat offenbar keine schlechten Karten.

Zwischen 2010 und 2013 kickte Daniel Halfar für den TSV 1860 München und absolvierte in dieser Zeit 68 Zweitligaspiele (acht Tore). Sein damaliger Wechsel zum 1. FC Köln wurde begleitet von ein paar atmosphärischen Störungen, doch offenbar planen die Sechzger nun, den Spieler zurück an die Grünwalder Straße zu locken.

Nach tz-Informationen soll der 27-Jährige (Vertrag bis 2016) für relativ günstiges Geld zu haben sein: Von unter 500.000 Euro ist die Rede. Allerdings ist auch ein anderer Ex-Klub Halfars interessiert an einer Rückkehr seines ehemaligen Schützlings: Der 1. FC Kaiserslautern, für den Halfar zwischen 1997 und 2007 spielte, möchte den gebürtigen Mannheimer gerne verpflichten. Die Pfälzer scheinen auch deshalb ganz gute Karten in diesem Transfer-Poker zu haben, weil der 1. FC Köln mit Dominique Heintz (21, Verteidiger) einen Spieler der Lauterer ins Visier genommen hat - die kolportierten zwei Millionen Euro Ablöse könnten durch das Verrechnen eines möglichen Halfar-Transfers gedrückt werden. Außerdem wäre eine Rückkehr in heimatliche Gefilde für Halfar durchaus reizvoll.

Für Köln war Halfar ein Schnäppchen

Allerdings ist für Halfar und seine Familie in den drei Jahren auch München ein Stück Heimat geworden. Halfars Sohn Louis wurde hier geboren, zudem bestehen noch viele freundschaftliche Kontakte in die Isarmetropole. Bei einer entsprechenden sportlichen Perspektive könnte also auch ein Comeback bei den Löwen realistisch sein.

Halfars Wechsel nach Köln vor zwei Jahren war ein wochenlanges Ringen und Verhandeln vorausgegangen. Dem Spieler war laut eigener Aussage zwar ein neuer Vertrag vorgelegt worden, in diesem standen laut Halfar aber andere Dinge, als vorher mündlich vereinbart. Halfar lehnte das 1860-Angebot damals ab, zeigte sich aber offen für weitere Gespräche. Zu denen kam es nicht: Der damalige Geschäftsführer Robert Schäfer schob den Spieler ab. So kam der Schnäppchen-Wechsel in die Domstadt zustande, gerade einmal rund 250.000 Euro sollen die Sechzger damals kassiert haben.

Mayrhofer: Halfar-Wechsel ein Fehler

Präsident Gerhard Mayrhofer bezeichnete Halfars Abgang hinterher als Fehler, die Beurlaubung von Florian Hinterberger im Herbst 2013 führten viele Experten auch auf die Geschehnisse rund um den Halfar-Abgang zurück.

Halfar jedoch blickte nie im Zorn auf den TSV 1860 zurück - im Gegenteil. "Ich bin nicht nachtragend, habe gute Erinnerungen an meine Zeit in München und ein gutes Verhältnis zu den Löwen. Ich wünsche 1860 alles erdenklich Gute" sagte der Spieler nur wenige Monate nach seinem Abschied.

Von der tz zu einer möglichen Rückkehr nach München gefragt, wollte Halfar am Mittwoch keine Stellungnahme abgeben. Auch die Löwen-Verantwortlichen verzichteten auf öffentliche Statements. Sportchef Gerhard Poschner kann Transfers von diesem Finanzvolumen ohnehin nicht ohne Zustimmung des Präsidiums abwickeln. Die Personalie Halfar - sie hat also auch eine klubpolitische Dimension. Solange es nicht die einzige ist…

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