98 hält Summe für überzogen

TSV 1860: Dressel-Poker dreht sich weiter - Darmstadt-Boss wettert gegen Gorenzel-Taktik

Dennis Dressel ist ein heiß begehrter Spieler, auch aus der 2. Bundesliga gibt es Angebote.
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Dennis Dressel ist ein heiß begehrter Spieler, auch aus der 2. Bundesliga gibt es Angebote.

Die Personalie Dennis Dressel sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Darmstadt-Präsident Fritsch reagiert jetzt auf die geforderte Ablösesumme für den 22-jährigen.

München - Im Poker um Dennis Dressel hat Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch die hohe Ablösesumme zurückgewiesen. „Wenn die Münchner da, wie ich heute gelesen habe, bewusst einen überzogenen Preis für einen Drittliga-Spieler aufrufen, dann behalten sie ihn halt und geben ihn nächstes Jahr ohne Geld ab. So einfach ist das“, sagt er zum „Kicker“.

Die von den Löwen geforderte Ablösesumme für den Mittelfeldspieler liegt dem Vernehmen nach bei einer halben Million. Der Geschäftsführer des TSV 1860 München, Günther Gorenzel, wiegt sich damit in Sicherheit: „Ich habe die Summe ganz bewusst so hoch angesetzt, dass sie nicht realistisch ist“. Das Angebot der Darmstädter liegt mit 300.000 Euro noch deutlich unter der geforderten Summe.

Dressel passt nicht zu hundert Prozent in das Anforderungsprofil

Aber passt Dressel überhaupt zu den Lilien? „Wir brauchen eine Sechserposition, und der Herr Dressel ist meines Erachtens keine Sechserposition“, legt Fritsch überraschend nach, „er ist ein gelernter Achter und kann auch auf der Sechs spielen.“ Ganz abgehakt scheint das Thema Dennis Dressel in Darmstadt aber trotzdem nicht, schreibt der „Kicker“. Bessert Darmstadt 98 das Angebot noch auf?

Löwen-Coach Michael Köllner plant allerdings fest mit dem Spieler, auch die Fans starten eine eigene Initiative und setzen im Trainingslager ein Statement mit Plakaten, auf denen zu lesen ist: „Dennis muss bleiben!“ Spannend wird es in der ersten Runde des DFB-Pokals*, dort treffen der TSV 1860 München und der SV Darmstadt 98 aufeinander.

Klare Stellungnahme von Dressel bleibt aus - Berater spricht von 2. Bundesliga

Berater Hermann Hummels, der Vater von Ex-Bayern München Spieler Mats, spricht dagegen klar davon, dass Dennis Dressel auf jeden Fall die Ambition hegt, in der 2. Bundesliga* aufzulaufen. „Die Vereine sprechen miteinander. Fakt ist, dass Darmstadt sich bemüht und Dennis das gerne machen würde. Die 2. Liga ist nächstes Jahr eine hochattraktive Liga. Das wäre für ihn als junger Spieler ein Schritt nach vorne. Dennis will ganz klar weiter nach oben im Profigeschäft. Am liebsten hätte er das schon letztes Jahr gemacht, und wenn man so eine Möglichkeit hat, muss man das abklopfen – und artikulieren, dass man das will.“

Die Wechselgerüchte sind also noch nicht vollständig aus der Welt geschafft. Es bleibt weiterhin spannend, ob Dressel in der kommenden Saison für die Darmstädter oder weiterhin für die Münchner Löwen aufläuft. (Magdalena Schwaiger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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