Liebe Löwen, das wäre Euer Pokal-Los gewesen!

"Die Bayern hätten uns 10:0 erledigt"

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Carsten Lichtlein zog als Gegner von Löwen-Bezwinger den FC Bayern.

München - Mit dem Pokal-Aus dürfen sich die "Löwen" nicht weiter beschäftigen: Zu sehr drängt der Abstiegskampf in Liga zwei. In der Krise fordert Sportdirektor Kreuzer einen neuen Impuls und Verstärkungen.

Als Handball-Nationaltorwart Carsten Lichtlein das große Los FC Bayern München zog, dürfte sich der Frust bei den Spielern des TSV 1860 noch einmal schlagartig gesteigert haben. Statt des großen Stadtduells mit dem deutschen Rekordmeister müssen die Löwen nun Anfang Februar zuschauen, wie der VfL Bochum im DFB-Pokal-Viertelfinale die Bayern empfängt. "Es war die letzten Spiele einfach zu wenig. Momentan reicht es nicht", kritisierte Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem 0:2 am Mittwochabend gegen den VfL Bochum mit verzweifelt klingender Stimme.

Im Duell der Zweitligisten kassierten die Münchner bereits die dritte Niederlage in Serie. Durch das verpasste Viertelfinale entgeht den kriselnden Löwen nicht nur ein stadtinternes Prestigeduell, sondern auch rund eine Million Euro. "Das Geld fehlt definitiv", erklärte Kreuzer, der in der sportlich äußerst schwierigen Lage dringenden Nachholbedarf sieht: "Es müssen im Winter Verstärkungen her. Ich wünsche mir, dass das alle im Verein so sehen", forderte der Sportchef der Sechziger.

Ein Derby gegen den FC Bayern hätte nicht nur eine ausverkaufte Allianz Arena und somit satte Einnahmen durch den Ticket-Verkauf bedeutet, sondern höchstwahrscheinlich auch ein Live-Spiel im TV, was weiteres Geld in die Kassen gespült hätte. Doch die Fans sehen das verpasste Duell Blau gegen Rot realistisch. "Naja, a Derby ist zwar immer was Besonderes, aber zum Zeitpunkt jetzt wäre es wohl eher nicht so prickelnd!", schrieb Florian Z. auf unserer Facebook-Seite TSV 1860 News. Und Stefan S. (anscheinend Bayern-Anhänger) ergänzte: "Historisch richtig schade, aber für die Sechzger glücklich. Bei dem, was die grad zamspielen, wär das ein Desaster geworden, die hätten wir zerstört." Ähnlichsieht das Matthias T.: "Ich bin froh, dass es in der momentanen Lage nicht zum Derby gekommen ist. Die hätten uns 10-0 erledigt. Das wär eine Demütigung für die Ewigkeit gewesen ..."

Während die Spieler sich wie nach der Heimniederlage gegen Heidenheim wortkarg gaben, zeigte sich auch Trainer Benno Möhlmann enttäuscht: "Gleich am Anfang haben wir gemerkt, dass Bochum von der Qualität her besser ist. Das ist Fakt", sagte der Coach, der seinem Team "vom Willen und vom Aufbäumen" her aber keinen Vorwurf machen wollte.

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In der Liga wartet für die abstiegsbedrohten Münchner gleich die nächste schwere Aufgabe: Am Sonntag (13.30 Uhr) tritt 1860 bei Aufstiegsaspirant SC Freiburg an. Kreuzer betonte, man habe zwar eine Chance verpasst, doch: "Entscheidend ist die Meisterschaft."

dpa/fw

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