Darmstadts Trainer vor Pokalfight im Interview

Wechselt Dressel doch noch von 1860 zu Darmstadt? Lieberknecht: „Mal schauen...“

Trainer Torsten Lieberknecht (li.) würde gerne Dennis Dressel im Trikot von Darmstadt 98 sehen.
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Trainer Torsten Lieberknecht (li.) würde gerne Dennis Dressel im Trikot von Darmstadt 98 sehen.

München – Am Freitag um 20.45 Uhr (Sky live) empfangen die Löwen in der ersten Runde des DFB-Pokals Zweitligist Darmstadt 98. Das Interview mit „Lilien“-Trainer Torsten Lieberknecht.

Herr Lieberknecht, wie ist die Corona-Lage im Team von Darmstadt 98? Zuletzt gab es ja zahlreiche Ausfälle wegen positiver Tests und Quarantäne-Anordnungen.

Die Lage ist weiter angespannt. Tobias Kempe, Tim Skarke, Mathias Honsak und Erich Berko sind aufgrund ihrer positiven Befunde noch in häuslicher Quarantäne. Im Laufe der Woche kommen mit Patric Pfeiffer, Frank Ronstadt und Braydon Manu drei Spieler nach ihren positiven Fällen aus der häuslichen Isolation zurück. Aber wir haben als Verein auch eine Verantwortung und dürfen die Spieler nicht verheizen. Es gilt nun, sie nach ihren Erkrankungen behutsam an die Mannschaft heranzuführen. Die Gesundheit ist das allerwichtigste, mit ihr sollte man nicht leichtfertig umgehen.

Kann man bei so vielen Ausfällen überhaupt noch von einer Favoritenrolle der eine Liga höher spielenden Lilien sprechen?

Das ist in dem speziellen Fall tatsächlich schwierig, insgesamt ist es mir aber auch nicht wichtig. Ich möchte uns auch nicht kleiner machen, als wir sind. Wir haben trotz aller Personalsorgen das Ziel, in die 2. Runde des DFB-Pokals einzuziehen.

„Dennis Dressel ist ein spannender Spieler, der mit seinem Spielstil gut zu Darmstadt 98 und in unser Team passen würde.“

Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht.

Ein großes Thema in München war der Flirt von Dennis Dressel mit Ihrem Verein. Wie gerne hätten Sie Dennis in Ihrem Team gehabt?

Dennis Dressel ist ein spannender Spieler, der mit seinem Spielstil gut zu Darmstadt 98 und in unser Team passen würde.

Laut Berater Hermann Hummels wollte Dressel unbedingt wechseln. Deckt sich das mit Ihrem Gefühl nach persönlichen Gesprächen mit Dennis?

Wir hatten und haben schon das Gefühl, dass Dennis das sehr gerne gemacht hätte. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

Spitzfindige Frage: Sehen Sie in ihm einen Achter oder einen Sechser?

Spitzfindige Antwort: Ich sehe ihn als polyvalenten Spieler im zentralen Mittelfeldbereich mit einem enormen Potenzial.

„Spiele unter Flutlicht an der Grünwalder Straße haben ihren besonderen Reiz.“

Torsten Lieberknecht über den Pokalfight am Freitagabend.

Ihre persönliche Trainerbilanz gegen Sechzig ist beeindruckend: Von den letzten fünf Duellen haben Sie vier gewonnen, erst mit Braunschweig, dann mit Duisburg. Liegen Ihnen die Löwen besonders?

Wir reden hier über die Vergangenheit. Ich gebe auf solche Statistiken nicht sonderlich viel.

Wie schätzen Sie das aktuelle Team der Löwen ein?

Die Löwen sind eingespielt und mussten in diesem Sommer keine große Fluktuation verkraften. Sie haben selbst das realistische Ziel ausgegeben, in diesem Jahr aufsteigen zu wollen.

Im zurückliegenden Corona-Jahr hatten Sie mit Duisburg ein ungünstiges Auftaktlos: Dortmund daheim, aber vor nur 300 Zuschauern. Endstand 0:5. Wie sehr freuen Sie sich am Freitag auf eine lösbare Aufgabe vor halbwegs gut gefüllten Rängen?

Derzeit sprechen wir viel über unsere aktuellen Herausforderungen, die es zu stemmen gilt. Und als solche ist definitiv auch der TSV 1860 zu bezeichnen. Aber Spiele unter Flutlicht an der Grünwalder Straße haben ihren besonderen Reiz.

Zurück zu Ihnen: Im Frühjahr hatten Sie auch mit einer Corona-Infektion zu kämpfen. Wie schlimm war es und sind Sie wieder vollständig hergestellt?

Mittlerweile ist alles wieder hergestellt. Ich brauche das aber nicht noch mal.

(Interview: Uli Kellner, Ludwig Krammer)

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