Löwen-Chaos geht weiter

Ismaiks Forderungen: DFL reagiert offenbar befremdet und denkt um

Die Forderungen von Hasan Ismaik an die Klubbosse bei Sechzig haben offenbar die DFL auf den Plan gerufen. Die Liga kritisiert das Gebaren des Investors laut eines Berichts.

München - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge irritiert über die jüngsten Vorgänge bei 1860 München um Hasan Ismaik. Der jordanische Hauptgesellschafter des Zweitliga-Absteigers hatte die Liga jüngst kontaktiert, um Vorschläge über Statutenänderungen bei den Löwen zu erörtern. Diese Änderungen seien die Voraussetzung für den Milliardär, eine nötige Millionenzahlung zum Erhalt der Drittliga-Lizenz zu tätigen.

News-Blog: Hier erfahren Sie alle Entwicklungen rund um die Löwen

In einem von der SZ zitierten Schreiben der DFL an 1860 heißt es, die Kurzfristigkeit der Anfrage sei „befremdlich und es stellt sich die Frage, wie dies mit (...) den Grundsätzen ordnungsgemäßer und vorausschauender Geschäftsführung in Einklang zu bringen ist“. Künftig wolle die Liga nur noch mit ausreichend Vorlauf auf Anfragen reagieren, hieß es. Ismaik muss bis Freitag, 15.30 Uhr, dem Vernehmen nach rund zehn Millionen Euro für die Lizenz bereitstellen.

Pressestimmen zum Sechzig-Absturz: „Ismaik lässt Löwen fallen“

Stern © Screenshot Stern
Süddeutsche Zeitung © Screenshot SZ
Bild © Screenshot Bild
Augsburger Allgemeine © Screenshot AA
Stuttgarter Zeitung © Screenshot Stuttgarter Zeitung
T-Online © Screenshot T-Online
Focus © Screenshot Focus
Spox © Screenshot Spox
Express © Screenshot Express
Kicker © Screenshot Kicker
Sport Bild © Screenshot Sport Bild
Welt © Screenshot Welt
Sport1 © Screenshot Sport1
Hamburger Abendblatt © Screenshot Abendblatt
Frankfurter Allgemeine Zeitung © Screenshot FAZ

Eine der Forderungen Ismaiks ist, das Weisungsrecht des Stammvereins am Geschäftsführer teilweise abzuschaffen. Das hätte zur Folge, dass der e.V. deutlich an Einfluss auf die Profiabteilung verliert. Dazu schrieb die DFL, dass das Weisungsrecht der Gesellschafterversammlung „uneingeschränkt“ bestehen müsse. Sonst sei das Investoren-Konstrukt bei 1860 nicht mit der 50+1-Regel in deutschen Fußball vereinbar.

Tag der Entscheidung: Ismaik spielt im Machtkampf die „Power-Karte“

dpa

WhatsApp-News zum TSV 1860 gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für Löwen-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Löwen direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

Auch interessant

Kommentare