Ziel: Kontakt zum Mittelfeld bis Weihnachten

Last-Minute-Sieg für 1860: "Die Erlösung ist da!"

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Pure Freude nach dem ersten Liga-Sieg bei den Löwen.

München - Die Erleichterung war den Löwen nach dem Sieg über Duisburg deutlich anzumerken. Aber noch immer sind es fünf Punkte bis zum rettenden Ufer.

Nachspielzeit 2 Minuten“ leuchtete auf den Videowänden in der Fröttmaninger Arena, als sich Korbian Vollmann auf dem rechten Flügel den Ball schnappte. Ein Sprint bis knapp vor die Torauslinie, kurz nach innen geblickt, wo Marius Wolf herangesprescht kam, der Pass, die Direktabnahme - und tatsächlich zappelte die Kugel im Netz des MSV Duisburg. 1:0, der Siegtreffer für Sechzig!

Im 13. Anlauf hatten die Löwen ihren ersten dreifachen Punktgewinn dieser Saison perfekt gemacht. Ein dringend benötigter Erfolg - statt sieben Punkte sind es jetzt „nur“ fünf Zähler Rückstand auf den rettenden 15. Platz. Die Relegation gegen Holstein Kiel, wo es ebenfalls erst in der Overtime klappte, lässt grüßen. „Ich wollte mich schon mit dem Unentschieden abfinden“, sagte 1860-Trainer Benno Möhlmann. „Wenn’s dann so ausgeht, ist es schön und gut für die Gesundheit. Die Erlösung ist da. Es war auch nicht unverdient, weil wir einige Chancen frei vor dem Tor hatten.“ Möhlmanns Hauptkritik: „Wir haben in Überzahl oft überhastet und ungenau gespielt, das sollte nicht passieren.“

Knoten platzt gegen Duisburg - zwei Löwen mit Note zwei

Mit den selben Feldspielern wie beim Pokalerfolg in Mainz war Möhlmann das Kellerduell angegangen. Nur Vitus Eicher hütete das Tor für Stefan Ortega, der erkältet nicht einmal auf der Bank saß. Gegen tief stehende Duisburger hatten die Löwen im ersten Durchgang zwar Feldvorteile, außer einer Kopfballchance für Stefan Mugosa sprang allerdings nichts Nennenswertes dabei heraus.

Die auffälligste Aktion gehörte dem angefressen durch die Coachingzone tigernden Möhlmann, als er Daylon Claasen bereits nach 32 Minuten vom Feld holte und Marius Wolf brachte. Claasen sei ihm „zu weit zurückgegangen“ und habe überdies „einige Bälle verloren“, erklärte der Coach seine Maßnahme. Doch fast wäre die Auswechslung zum Bumerang geworden. Denn kurz nachdem Claasen den Platz verlassen hatte, verletzte sich Krisztian Simon mit Verdacht auf Kreuzbandriss, Vollmann kam ins Spiel. Damit hatte Möhlmann nach einer guten halben Stunde nur noch einen Wechselpfeil im Köcher.

Den schoss der erfahrene Trainer in der 70. Minute mit Rubin Okotie ins zerfahrene Spiel. Die Löwen hatten im zweiten Durchgang zwar den Druck erhöht, aber die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen lassen. Wolf (67.) und Vollmann (71.) vergaben kurz nacheinander aus guter Position, ehe sie spät doch noch zu Matchwinnern wurden. Wie hatte Möhlmann vor dem Spiel gesagt: „Der Weg ist weit und lang und groß.“ Nächsten Sonntag geht’s nach Braunschweig, dann kommt St. Pauli in die Arena. Möhlmanns Sonntags-Fazit: „Wir müssen unser Spiel verbessern und weitere Punkte dazu holen, um den Anschluss ans untere Mittelfeld zu halten. Unsere Zielsetzung muss sich auf Klassenerhalt beschränken.“

Wird schwer genug für diese Löwen.

lk

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