Oberbürgermeister über die Löwen-Stadionfrage

Reiter: Grünwalder-Arbeiten im Plan - „Würde jederzeit mit 1860 über das Olympia sprechen“

Oberbürgermeister Dieter Reiter (r.) im Grünwalder Stadion neben 1860-Präsident Robert Reisinger.
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Oberbürgermeister Dieter Reiter (r.) im Grünwalder Stadion neben 1860-Präsident Robert Reisinger.

Oberbürgermeister Dieter Reiter äußert sich im Gespräch mit der dpa über den Stand der Umbauarbeiten am Grünwalder Stadion und die generelle Stadion-Zukunft des TSV 1860.

München - Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sieht bei der Kapazitätserweiterung des Grünwalder Stadions für die neue Spielzeit keine Probleme. „Baulich ist es noch nicht fertig, aber die Erhöhung der Zuschauerkapazität auf 15.000 ist beschlossen. Derzeit laufen die notwendigen Ertüchtigungsarbeiten, die zeitlich im Plan sind“, sagte Reiter der Deutschen Presse-Agentur. Von der Saison 2018/19 an soll die Spielstätte des Regionalligisten TSV 1860 München 15.000 statt 12.500 Zuschauer fassen. Rein baulich wäre eine noch höhere Kapazität möglich, doch dafür wären weitergehende Baumaßnahmen nötig.

Im Falle des Aufstiegs der Löwen kann im aktuellen Stadion weitergespielt werden. Sollte 1860 tatsächlich irgendwann in die 2. Liga zurückkehren, müsste aber eine neue Lösung gefunden werden. „Das Grünwalder Stadion ist für die 2. Liga leider nicht tauglich. Mit dem Olympiastadion hätten wir zwar ein schönes Sportstadion, in dem schon erfolgreiche Vereine und Nationalmannschaften gespielt haben. Hasan Ismaik war damals über den Vorschlag auch nicht unerfreut. Er kannte aber die Haltung der Sechziger-Fans noch nicht so gut. Für viele Fans ist das Olympiastadion bekanntermaßen ein No-Go“, sagte Reiter.

Die Westkurve des Grünwalder Stadions wird ertüchtigt, soll bis zum Sommer wieder vollständig benutzbar sein.

„Ich persönlich finde, dass das Olympiastadion für die Sechziger durchaus eine Option wäre. Sollte der TSV jedoch ein mit Sponsorengeldern finanziertes Stadion bauen können, wäre das für den Verein natürlich noch besser, auch weil das bei den Fans wohl auf eine höhere Akzeptanz stoßen würde“, führte Reiter aus.

Im Sommer waren die Löwen nach dem Abstieg aus der Arena des FC Bayern ausgezogen. Eine Rückkehr ist ausgeschlossen. „Das Olympiastadion ist für den Verein aber auf jeden Fall ein Plan B, über den ich jederzeit mit den Sechzgern sprechen würde, sollten die Löwen wieder in die 2. Liga aufsteigen. Ich wünsche den Sechzgern aber vor allem, dass erst einmal Ruhe und Kontinuität an der Grünwalder Straße einkehren. Die braucht jeder Verein, besonders wenn es um Zukunftsplanungen geht“, sagte Reiter.

dpa

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