"Freunde des Sechz'ger Stadions e.V."

Drees: So ist eine 1860-Rückkehr ins GWS möglich!

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Das Grünwalder Stadion wurde zwischen 2012 und 2013 renoviert und so den Vorgaben für die 3. Liga angepasst.

München - In den Augen von Dr. Markus Drees, dem Vorsitzenden der "Freunde des Sechz'ger Stadions e.V.", ist eine Rückkehr der Löwen auf Giesings Höhen unter bestimmten Umständen möglich.

Sechzig zurück auf Giesings Höhen - ein Traum für jeden Löwen-Fan. Im Falle eines Abstieges in die 3. Liga ist diese Rückkehr definitiv eine ernsthafte Option. Die Stadt und auch die Polizei zeigen sich für den Fall der Fälle gesprächsbereit, äußern aber auch Bedenken über die Umsetzbarkeit. Oberbürgermeister Dieter Reiter befürwortet eher das Olympiastadion als Alternative.

Zu den Überlegungen und Befürchtungen bezüglich einer Rückkehr des TSV 1860 ins Grünwalder Stadion äußert sich nun auch der Verein "Freunde des Sechz'ger Stadions e.V." in Person des Vorsitzenden Dr. Markus Drees. "Natürlich ist der Standort Giesing mitten in der Stadt als Wohngebiet nicht ganz so optimal, aber er hat auch Vorteile", erklärt er in einer ausführlichen Mitteilung auf Facebook. In Fröttmaning habe man bezüglich der Fantrennung rund um die Arena eigentlich mehr Probleme, da es nur einen Weg und nur eine U-Bahnstation gebe. "In Giesing kann man im Vorfeld die Fans aussortieren und auf verschiedene U-Bahn-Stationen verteilen. Darüberhinaus wären auch andere Verkehrsträger wie Shuttle-Trams zum Hauptbahnhof oder Ostbahnhof denkbar. Sogar der Expressbus X30 fährt mittlerweile am Stadion vorbei."

In Leipzig habe man bei Hochrisiko-Spielen sogar stets versucht "die Fans von den großen Freiflächen rund ums Stadion ins benachbarte enge Wohngebiet zu bekommen, um diese besser zu trennen. Warum hat man das bei der bayerischen Polizei, die angeblich die beste der Welt ist, noch nicht erkannt?", fragt sich Drees.

Den drittliga-tauglichen Umbau des Grünwalder Stadions kritisiert Drees zudem aufs Schärfste, nennt ihn eine "Kaputt-Sanierung". Die Kapazitätsbegrenzung auf 12.500 Plätze sei eine "künstliche Reduktion", die wegen falscher Baumaßnahmen zustande gekommen ist: "Hätte man auf die Fans gehört, würde der Zugang zur Ostkurve woanders sein als neben dem Zugang zur Gegengerade. Somit hat die Ostkurve ein Fassungsvermögen wie eine Gästekurve, kann aber nicht als solche genutzt werden. Die Westkurve als Heimkurve wäre von der Kapazität ideal, muss aber wegen den getrennten Zugänge als Gästekurve benutzt werden."

Bilder: Das sind Münchens große Stadien

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Mit der Schaffung eines Eingangs zur Ostkurve in der Grünwalder Str. oder Verlegung des Eingangs auf die Gegengerade weiter westlich könne man das Problem lösen, so Drees. "Wir reden auch nicht über 30.000 oder 40.000 Plätze, die der OB völlig zusammenhanglos erwähnt, sondern nur um die in der Not des Abstiegs schnell zu schaffende Kapazität von ca. 18.000 Plätze!" Es gehe um eine befristete Kapazitätserhöhung, um "mehr Einnahmen und damit die Lizenz zur 3. Liga" zu sichern. 

Die Ansätze erscheinen plausibel. Fraglich ist, wie die Stadt München diese sieht.

fw

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