Seine Freundin zieht mit nach München

Bedia im tz-Interview: "Poschners Ideen gefallen mir"

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Hand drauf! Sportgeschäftsführer Gerhard Poschner und Bedia bei der Vertragsunterzeichnung.

München - Im tz-Interview spricht Neuzugang Edu Bedia über die Gründe für seinen Wechsel nach München, über seine Freundin und über die WM.

Der nächste Spanier ist da! Nach Ilie Sanchez haben sich die Löwen nun auch Edu Bedia von der zweiten Mannschaft Barças für drei Jahre geangelt. Der 25-Jährige stand bereits für die U 20 und die U 21 Spaniens auf dem Feld, hat zudem in der spanischen Ersten Liga gespielt und soll jetzt die Fäden im neuen Mittelfeld der Löwen ziehen. Wie er sich das vorstellt, hat er der tz verraten. Das erste Interview mit dem Tikitaka-Löwen.

Hola, Señor Bedia, hatten Sie schon Zeit, um sich in Ihrer neuen Heimat umzusehen?

Bedia: Leider nicht. Es war auch mein erstes Mal in München, muss ich gestehen. Aber ich habe einen Kumpel dort, und er meinte, dass die Stadt großartig und die Lebensqualität enorm sei. Ich vertraue ihm.

Dann können Sie ja im Sommer direkt bei ihm einziehen…

Bedia: Der Plan ist, dass ich erst ins Hotel gehe, bis ich eine eigene Wohnung finde.

Sie waren schon am Löwen-Gelände…

Bedia: Ja. Es ist zwar kleiner als bei Barça, aber um einiges größer als beim Rest der Klubs in Spanien.

Tatsächlich?

Bedia: Und wie! Mir ist sofort der Unterschied aufgefallen, allein schon was die Infrastruktur angeht. Fußballerisch sind wir Spanier zwar oben. Was das ganze Drumherum angeht, liegen wir aber weit hinter den Deutschen.

Haben Sie sich auch deswegen für die Löwen entschieden?

Bedia: Ich wollte mich einfach verändern. Mit 25 bin ich zwar noch jung, aber für Barça B nicht mehr jung genug. Zum einen habe ich mir keine Hoffnungen auf die Profis gemacht, zum anderen wollte ich nach so einer tollen Saison aufsteigen. Und da kam Señor Poschner ins Spiel. Der unbedingte Wille des Klubs, wieder in der Bundesliga zu spielen, hat mir gefallen. Und Poschners Ideen.

Die da wären?

Bedia: Ich habe ja nur mit ihm geredet, und er meinte gleich, dass er den deutschen Stil ein wenig verändern wolle. Poschner sagte, dass der Trainer schönen Fußball spielen lassen will und wir so große Chancen auf den Aufstieg hätten. Das hat mir zugesagt.

Ihr Landsmann Ilie Sanchez sagte, dass er 1860 von der Playstation kenne. Und Sie?

Bedia: Ich habe zwar noch nie ein ganzes Spiel gesehen, aber ich kenne die Mannschaft von den TV-Zusammenfassungen. 1860 ist ein historischer Verein, den auch viele Spanier kennen.

Nach Sánchez jetzt Bedia! Was tut sich noch bei 1860?

Schon sieben Neue - und sonst? Alle 1860-Gerüchte

Bald auch aufgrund der vielen Spanier. Gui Vallori, Ilie Sanchez, Sie – da hat sich eine kleine Kolonie bei den Löwen gebildet.

Bedia: Das ist gut, vor allem für Ilie und für mich. So fällt uns auch die Integration leichter. Es ist immer schwierig, die Heimat zu verlassen, aber wenn man sie mit Freunden verlässt, ist es gleich viel leichter.

Zumal bei Bayern ja auch Spanier spielen…

Bedia: (lacht) Also ich werde überwiegend mit meinen Teamkollegen zusammen sein, daher werden wir uns nicht allzu häufig sehen.

Haben Sie vor, allein zu kommen, oder bringen Sie jemanden mit?

Bedia: Meine Freundin kommt mit. Wir wollen jetzt in näherer Zukunft ein schönes Apartment finden, das uns beiden gefällt, damit wir dann auch den Umzug sobald wie möglich über die Bühne bringen können.

Am Mittwoch spielt Spanien bei der WM gegen Chile. Schafft die Seleccion das Achtelfinale trotz des Holland-Debakels?

Bedia: Bestimmt. Die Mannschaft hat immer erst dann ihr wahres Gesicht gezeigt, wenn sie unter Druck stand.

Und was sagen Sie zu den Deutschen?

Bedia: Sehr stark! Ich habe sie als Weltmeister getippt. Sie sind die stärkste Mannschaft – zusammen mit Spanien.

Interview: José Carlos Menzel Lopez

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