Matmour blickt zurück

"Einige Spieler bluteten": Neu-Löwe schildert dramatische Momente

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1860-Neuzugang Karim Matmour.

Bad Waltersdorf - Karim Matmour hat sich am Montag im Trainingslager zu den dramatischsten Augenblicken seines Fußballerlebens geäußert.

Als algerischer Nationalspieler kämpfte Karim Matmour 2010 um die erste EM-Teilnahme seines Landes seit 24 Jahren. Der übermächtig scheinende Gegner war Ägypten. Am Tag vor dem Auswärtsspiel in Kairo wurde der algerische Mannschaftsbus von einem Steinehagel ägyptischer Hooligans empfangen. "Jedes Spiel in der Qualifikation war wie im Krieg, aber dieses war das schlimmste. Alle Fenster gingen kaputt. Einige Spieler bluteten, waren sogar bewusstlos. Wir hatten alle Angst. Unser Leben war in Gefahr."

Am Tag danach wurde trotzdem gespielt. Algerien hatte das Hinspiel mit zwei Toren Vorsprung gewonnen. Beim Rückspiel "ließ der Schiedsrichter zehn Minuten nachspielen, bis die Ägypter zum 2:0 ausgeglichen hatten." Das fällige Entscheidungsspiel fand im Sudan statt. "Darüber wurde in der ganzen Welt berichtet." Das Stadion war paritätisch gefüllt: 15000 Zuschauer kamen aus Ägypten, 15000 aus Algerien. "Das war ein wahnsinniges Spiel. Am Ende haben wir 1:0 gewonnen."

gib

Bilder: Der Ball ist eckig - und aus Schaum

Bilder: Testspiel, Schaumwürfel und große blaue Bälle

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