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Hassan Shehata: Er stellte nur fromme Spieler auf

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Hassan Shehata wird neuer Berater von Hasan Ismaik beim TSV 1860.
Hassan Shehata wird neuer Berater von Hasan Ismaik beim TSV 1860. © getty

München - Investor Hasan Ismaik hat angekündigt, einen eigenen Berater beim TSV 1860 zu installieren. Sein Name: Hassan Shehata. Wer ist dieser ominöse Ägypter?

Der Name dürfte nur den wenigsen Experten im ersten Moment etwas gesagt haben. Hasan Ismaik, seines Zeichens Investor beim TSV 1860, kündigte bei der Pressekonferenz nach den Gesprächen mit Präsident Hep Monatzeder Hassan Shehata als seinen neuen Berater an, der ihn künftig von den Geschehnissen an der Grünwalder Straße unterrichten soll. Bis November 2012 hatte Hamada Iraki diese Rolle übernommen. Wer ist der neue Mann?

"Er ist jetzt ein wichtiger Mann für mich", erklärte Ismaik, und Trainer Alexander Schmidt meinte zum neuen Aufpasser aus Ägypten: "Das ist kein Problem für mich, wenn jemand mit sportlichem Fachwissen da ist."

Hassan Shehata machte sich als langjähriger Nationaltrainer Ägyptens einen Namen im Weltfußball. Er gewann mit den "Pharaonen" dreimal die Afrikameisterschaft (2006, 2008, 2010), woraufhin er von den Fans zum "General des afrikanischen Fußballs" ernannt wurde. Vor seiner Amtszeit bei der A-Nationalmannschaft (November 2004 bis Juni 2011) trainierte der 63-Jährige erfolgreich die U20-Junioren seines Landes und gewann auch mit ihnen den Afrika-Titel (2003). 2008 wurde Shehata zudem zu Afrikas Trainer des Jahres gewählt.

Im Jahre 2010 sorgte er mit folgender Aussage für Aufsehen: "Ohne gottesfürchtiges Verhalten werde ich nie einen Spieler aufstellen, unabhängig von seinem Potential." Er stellte damit eine Verbindung zwischen den damaligen Erfolgen seiner Elf und der herrschenden Frömmigkeit im Team her.

Bilder der 1860-Pressekonferenz mit Monatzeder und Ismaik

Zuletzt war der Ägypter Trainer beim katarischen Verein Al-Arabi Sports Club, trainierte dort unter anderem den Ex-1860-Stürmer Djordje Rakic. Allerdings war Hassan Shehata dort nur zwei Monate tätig, von Oktober bis Dezember 2012.

Bislang war Shehata noch nie in Europa tätig, geschweige denn in der Zweiten Liga in Deutschland. Mitte März galt er noch als Kandidat für das Amt des Fußball-Nationaltrainers von Libyen, jetzt soll er für Ismaik den deutschen Zweitligisten unter die Lupe nehmen und beobachten. Schon beim Spiel gegen Cottbus am Sonntag wird er auf der Tribüne sitzen.

Florian Weiß / tz

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