Häßler, Lauth, Hofmann

Neue Traditionsmannschaft: Erinnern Sie sich noch an diese Löwen-Stars?

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Thomas Häßler (rechts) beim Benefizspiel „Gemeinsam für Olaf Bodden“ im Jahr 2015. Hier im Zweikampf mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Roland Maul.

Während die Sechziger in den Niederungen des Amateurfußballs um den Aufstieg kämpfen, erinnert die 1860-Traditionsmannschaft an bessere Zeiten. Schon bald startet das Nostalgieprojekt.

München - Nach dem enttäuschenden Remis gegen Rosenheim ist die Stimmung in Giesing nicht gerade berauschend. Deshalb ist diese Meldung Balsam auf die Seele eingefleischter Löwen-Fans: Die neue Traditionsmannschaft der Sechziger wird schon bald auflaufen. Im Dezember will das Mehrgenerationen-Team, gespickt mit unzähligen Löwen-Legenden, an den Start gehen. 

Er wird die Teamleitung übernehmen: Torwartlegende Michael Hofmann (rechts) mit seinem damaligen Kollegen Philipp Tschauner.

Angeführt wird die Elf von Teamleiter Michael Hofmann. Der ehemalige Löwen-Tormann kündigt an: „Wir wollen jedes Jahr mehrere Freundschaftsspiele und Hallenturniere absolvieren.“

Torben Hoffmann im Jahr 2008: Damals Leistungsträger in Liga Zwei, nun Teil der Traditionself.

Diesmal sind auch wirkliche Stars dabei

Die Mannschaft hat es in sich: Während bei der alten Traditionself noch kritisiert wurde, dass zu wenige namhafte Alt-Löwen auflaufen, hat sich das nun komplett geändert: Mit dabei sind „alte“ Größen wie Jürgen Korus oder Peter Pacult, sowie Leistungsträger der jüngeren Vergangenheit, zum Beispiel Abwehrrecke Torben Hoffmann und Nationalstürmer Benny Lauth.

Benny Lauth klatscht 2008 den heutigen Löwen-Coach Daniel Bierofka ab. Nun soll er für die Traditionself auf Torejagd gehen.

Und schließlich werden unumstrittene Legenden wie Thomas „Icke“ Häßler oder Thomas Riedl zumindest bei einem Turnier auflaufen (beim AOK-Traditionsmasters-Turnier in Berlin). Letzterer machte sich unsterblich, als er im Derby gegen die Bayern im November 1999 traf. 

Als Thomas Riedl vor zehn Jahren Löwen-Geschichte schrieb

Es war einer der denkwürdigsten Momente in der Geschichte des TSV 1860. Am 27. November 1999 gewannen die Löwen in der Bundesliga nach 22 Jahren wieder ein Derby gegen den FC Bayern. An diesem Abend wurde ein Held geboren, der sich bei den Löwen-Fans unvergesslich machte: ... © getty
... Thomas Riedl, der vor der Saison aus Kaiserslautern zu den Löwen gekommen war, avancierte zum Helden des Tages. In unserer Fotostrecke erleben wir das Spiel noch mal in Bildern. © getty
Ein ungewohnter Anblick: Vor dem legendären Spiel gegen den FC Bayern musste Trainer Werner Lorant auf der Tribüne Platz nehmen. Der Löwenbändiger war zuvor für zwei Spiele gesperrt worden, weil er sich mit dem Schiedsrichtergespann angelegt hatte. © getty
Für ihn nahm der damalige Co-Trainer Peter Pacult auf der Bank Platz. Die Aufstellung wird treuen Löwen-Fans das Wasser in die Augen treiben. Den Kasten sauber halten sollte ... © getty
... Daniel Hoffmann. © getty
In der Abwehr stellten sich Libero Gerald Vanenburg, sowie die Manndecker ... © getty
... Marco Kurz und ... © getty
Holger Greilich den Bayern-Angriffen entgegen. © getty
Vor der Abwehr sollten es Filip Tapalovic und ... © getty
Thomas Riedl richten. © getty
Flügelflitzer Harald Cerny und ... © getty
... der Tscheche Roman Tyce wirbelten auf den Außenpositionen. © getty
Hinter den Spitzen Martin Max und ... © getty
... Paul Agostino zog ... © getty
... Thomas „Icke“ Häßler die Fäden. © getty
Typische Derbystimmung: Vor dem Spiel heizte Bayern-Manager Uli Hoeneß die Stimmung an: Die Löwen werden in den nächsten 100 Jahren kein Derby gegen uns gewinnen." Doch Prophet Hoeneß sollte eines Besseren belehrt werden. © getty
Die Löwen waren von der ersten Minute an die klar bessere Mannschaft auf dem Platz. Über 90 Minuten gaben sie den Ton an. © getty
Die Löwen vergaben vor dem Bayern-Gehäuse zahlreiche Möglichkeiten. Allein dreimal rettete das Aluminium den FC Bayern vor dem Rückstand. Unvergessen bleibt die beste Möglichkeit, als Filip Tapalovic den Ball am leeren Tor vorbeischoss. © getty
Als schon niemand mehr an einen Sieg glaubte, zog Thomas Riedl aus 20 Metern in der 85. Minute ab. Der Ball schlug unhaltbar im rechten Eck ein. Ein Held war geboren. © getty
Ein Bild, das in die Geschichte einging: Thomas Riedl nach seinem Derby-Tor. © getty
Noch nach seiner Zeit bei den Löwen feierten die Löwenfans ihren Derby-Helden als „Thomas Riedl - Fußballgott“. © getty
Nach dem Treffer mussten die Löwen noch kurz zittern, dann war es geschafft. © getty
Nach 22 Jahren gingen die Löwen gegen den FC Bayern erstmals wieder als Sieger vom Platz. © getty
Der geschlagene Kahn-Titan: Nach dem Schlusspfiff war der FC Bayern am Boden zerstört. © getty
Während viele Spieler wie Carsten Jancker geschockt vom Platz schlichen, stellte sich Uli Hoeneß abermals vor die Kameras. Nach dem Sieg der Blauen lehnte sich der Bayern-Manager wieder weit aus dem Fenster, als er meinte, dass die Löwen nun halt wieder 22 Jahre auf den nächsten Sieg warten müssten. © getty
Nur fünf Monate später straften die Löwen den Propheten Hoeneß erneut. Der TSV 1860 gewann in der Saison auch das zweite Derby. © getty
Nach dem Spiel konnte Löwen-Spieler Marco Kurz seine Freude nicht mehr zurückhalten. Nach dem Spiel brach er in Tränen aus. In der Nacht zuvor hatte seine Frau eine Tochter zur Welt gebracht. Kurz stand trotzdem auf dem Platz. © getty

Spiele gegen Mönchengladbach, Schalke, Hertha, Union und Glasgow

Der erste Auftritt der Löwen-Legenden kann beim Pelé Legendenturnier am 8. Dezember 2017 in Steyr mitverfolgt werden. Danach geht es am 6. Januar 2018 beim AOK-Traditionsmasters-Turnier in der Berliner Max-Schmeling-Halle gegen andere namhafte Traditionsmannschaften: Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Hertha BSC, Union Berlin und die Glasgow Rangers.

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