Es gibt aber noch etliche offene Punkte

tz-Informationen: Rejek soll im Sommer gehen - Basha entmachtet

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Noor Basha (l.) und Markus Rejek (r.).

München - Zum Abschied von Hasan Ismaik gibt es eine seltsam anmutende Erklärung des KGaA-Beirats. Geschäftsführer Markus Rejek darf (noch) bleiben, Noor Basha wird entmachtet.

Durchschnaufen beim TSV 1860. Hasan Ismaik hat München wieder verlassen. Der Spuk ist erst mal vorbei. Staub aufgewirbelt hat Ismaik in den fünf Tagen, die er in München verbracht hat, genügend. Allem voran stand seine Forderung beim Treffen mit rund 300 Fans, dass die beiden Geschäftsführer Markus Rejek und Noor Basha ihrer Aufgaben entbunden werden sollen. Seit Dienstag aber ist klar: Rejek und Basha bleiben. Vorläufig… 

Rejek soll aber nach tz-Informationen spätestens im Sommer gehen, und Basha soll von den Aufgaben eines Geschäftsführers entbunden und an anderer Stelle eingesetzt werden. Vermutungen, dass das Ganze mit der Abgabe der Lizenzunterlagen (Stichtag: 15 März) zusammenhängt, sind sicher nicht falsch, wenngleich die tz erfuhr, dass die Finanzierung für die 2. Liga bereits unter Dach und Fach sei. Für den Fall des Abstiegs in die 3. Liga allerdings noch nicht. Wenngleich Ismaik auch für diesen Fall den Fans seine Unterstützung versprochen hat. Aber es gibt in dieser Hinsicht noch etliche offene Punkte, nicht zuletzt die Stadionfrage (von der Stadt gibt es wohl grünes Licht für das Grünwalder Stadion). 

Erklärung des Beirats mit Medienschelte

Der Beirat der 1860-Geschäftsführungs-GmbH gab dann am Dienstag Nachmittag eine Erklärung heraus, in der es hieß, dass beim Treffen am Sonntag, „über die Positionen der Geschäftsführung diskutiert und der Beirat diese aufgefordert hat, sich auf die drängenden Probleme des Klubs zu konzentrieren“. Und sich dabei „nicht von der Medienberichterstattung ablenken zu lassen“. Zu diesem Beirat gehören neben Ismaik und seinem Bruder Yahya auch Präsident Peter Cassalette und Aufsichtsratschef Karl-Christian Bay. 

Die Mitteilung allerdings wurde offensichtlich allein von Ismaik diktiert. Und sie artete zu einer massiven Kritik an den Medien aus. Zitat: „Der Beirat bedauert die kontinuierlich negative und inakkurate Medienberichterstattung über den Verein. Diese Berichterstattung führt leider ausschließlich dazu, den Interessen des Klubs zu schaden.“ 

Stellt sich die Frage: Soll man einen Verein hochjubeln, der seit vielen Wochen auf Platz 17 steht und der ständig mit neuen Tölpeleien in der Führungsebene aufwartet? Mit Ismaiks seltsamer Presseschelte hat man sich mittlerweile abgefunden, aber dass Cassalette und Bay sich in dieser Mitteilung ebenfalls dafür hergeben, ist, gelinde gesagt, merkwürdig.

Eine Arbeitsgruppe wird ins Leben gerufen

Zumal quasi auch zu einem Boykott der Medien aufgerufen wird. „Die Fans werden dazu ermutigt, die Website des Klubs für offizielle Neuigkeiten und Updates zurate zu ziehen“, hieß es. Da also wo die blaue Welt noch in Ordnung ist. 

Kurios mutet auch folgender Satz in der Mitteilung an: „Es wurde die nächste Saison besprochen und vereinbart, einen Plan dafür auszuarbeiten.“ Hat man das bisher nie getan? Außerdem werde man „eine Arbeitsgruppe einsetzen, welche die derzeitige Situation der KGaA analysiert und Rückschlüsse aus dem ausbleibenden Erfolg der vergangenen Spielzeiten zieht.“ 

Wir können jetzt schon ein paar Antworten geben: Fehler bei der Wahl von Präsidenten sowie der Verpflichtung von Geschäftsführern, Managern, Trainern und Spielern. Reicht das? 

cm

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