Rekordkulisse in Augsburg erwartet

„Ernstzunehmendes Derby!“ FCA-Ultras machen gegen 1860 mobil - mit peinlichem Fehler

Wenn der TSV 1860 am Sonntag beim FC Augsburg II gastiert, wird die WWK Arena, in der sonst nur die FCA-Profis spielen, beben. Die Ultras der Schwaben mobilisieren den eigenen Anhang.

Das Rekordduell zwischen dem FC Augsburg II und dem TSV 1860 am kommenden Sonntag wirft seine Schatten voraus, 20.000 Zuschauer werden in der WWK Arena erwartet. Noch nie gab‘s mehr Fans bei einem Regionalliga-Bayern-Spiel. Es soll ein stimmungsvolles Fußballfest werden - trotz der Rivalität der FCA- und und der Löwen-Fans. „Ich kann nur hoffen, dass alle vernünftig bleiben“, hatte Augsburg-Sportchef Stefan Reuter zuletzt gesagt - und ausgerechnet jetzt machen die Ultras des FCA mobil für das Duell Schwaben gegen Oberbayern.

„Das Spiel gegen die blaue Brut steht bevor“, schreibt die Ultra-Gruppierung „Legio Augusta“ auf einem Flugblatt. „Die Marschrichtung ist klar: Entschlossen und energisch im Stadion und darüber hinaus.“ Zur Beruhigung der Gemüter der beiden Fan-Lager, die sich alles andere als grün sind, trägt dieser Aufruf nicht bei. Die Löwen-Fans ihrerseits treten in dieser Spielzeit bislang äußerst friedlich auf und sorgen für positive Schlagzeilen.

Die Ultras erinnern an das erste Gastspiel der Augsburger in der Allianz Arena anno 2007, als 40.000 FCA-Anhänger ein 3:0 bejubeln durften. Es war ein Augsburger Heimspiel in München - so etwas in umgekehrter Reihenfolge wollen die Ultras nun vermeiden. „Die Blöße, selbiges zu erleben, wollen wir uns nicht geben. Auch wenn es ‚nur‘ unsere Zweite ist: Es ist das einzig ernstzunehmende Derby. Es gibt keine Ausreden. Wir werden an diesem Spieltag im Schwabenstadion geschlossen und organisiert auftreten und den Blauen nicht die Stimmungshoheit in unseren vier Wänden überlassen.”

Zudem plakatierten die FCA-Ultras die Stadt mit Hinweis-Plakaten zum Spiel. Abgesehen davon, dass die Wortwahl teilweise grenzwertig erscheint („Stadgrenzen sichern: Münchner verjagen!“ oder „Löwenfans kann man kleinreden oder groß bekämpfen“), unterlief ihnen auf einem ein kleiner, aber feiner Fehler. „Hier kassiert Ihr!“, ist darauf zu lesen, dazu ein Foto eine niedergeschlagenen Stefan Aigner - doch der spielt bekanntlich mittlerweile in den USA. Das hat sich bis Augsburg wohl noch nicht herumgesprochen.

In der Fuggerstadt kennt man die neuen Löwen eben noch nicht. Doch das könnte sich am Sonntag mit einem Dreier für 1860 allerdings schlagartig ändern ...

fw/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © MIS

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