Pauli-Coach vor Rückkehr nach München

Lienen im tz-Interview: "Ein Kampf ums Überleben"

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Ewald Lienen.

München - Das Kellerduell gegen St. Pauli – es wird für die Löwen auch ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Ewald Lienen (61). Das tz-Interview.

Herr Lienen, auf wen freuen Sie sich am meisten am Samstag in der Arena?

Lienen: Ich hatte ein intensives Jahr in München mit vielen schönen Erinnerungen. Jürgen Wittmann ist noch da (damals Torwarttrainer der Profis, jetzt Co-Trainer der U 21), von den Spielern Dominik Stahl… Auch Kai Bülow…

…der 2010 allerdings erst nach München kam, als Sie sich schon nach Piräus verabschiedet hatten.

Lienen: Ja, aber ich habe noch mit ihm verhandelt (lacht).

Gutes Stichwort. Der Schiedsrichter am Samstag heißt Harm Osmers. Welche Erfahrungen haben Sie mit ihm bisher gemacht?

Lienen: Ach, Herr Krammer, ich möchte zum Thema Schiedsrichter eigentlich gar nichts mehr sagen.

Herr Lienen, Ihr Ausbruch am Montag gegen Fürth, als Sie sich vom Unparteiischen Martin Petersen „vorgeführt“ fühlten, war das Thema der Woche in Liga zwei.

Lienen: Das war eine Extremsituation. Jeder, der das Spiel gesehen hat, wird bestätigen, dass es über die gesamten 90 Minuten eine Vielzahl strittiger Situationen gegeben hat. Klar, Schiri ist der schwerste Job der Welt, doch in so einer wichtigen Partie, in der auch so viel auf dem Spiel stand… na gut, egal jetzt.

Ihre Mannschaft ist in diesem Jahr noch torlos, alle vier Stürmer zusammen haben in der bisherigen Saison erst acht Tore geschossen.

Lienen: Ja, die Bilanz ist ausbaufähig. Aber das ist nicht nur eine Sache der Stürmer, sondern der ganzen Mannschaft. Geh’n Sie mal davon aus, dass wir intensiv daran arbeiten.

Am Samstag beim schwächsten Heimteam der Liga müsste eigentlich auch für den Letzten der Auswärtstabelle was zu holen sein…

Lienen: Diese Statistiken interessieren mich nullkommanull. Wer sich mit solchen Dingen beschäftigt, der hat schon ein paar Konzentrationspunkte verloren.

Der Trainerwechsel bei 1860 macht die Aufgabe nicht eben leichter.

Lienen: Entscheidend ist, was wir auf den Platz bringen. Aber natürlich: So ein Trai­nerwechsel ist nie optimal für den Gegner. Du weißt nicht, in welcher Grundordnung und Zusammenstellung die andere Mannschaft antritt, was da genau passiert ist in der Gruppe. Aber damit müssen wir umgehen, das Spiel ist so oder so schwer.

Was erwarten Sie für eine Partie am Samstag?

Lienen: Ich erwarte zwei Mannschaften, die sich ihrer Situation bewusst sind. Was das bedeutet, ist klar. Gegen Fürth war’s ein Kampf ums Überleben in der Liga. Und genauso wird’s auch am Samstag sein.

Interview: lk

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