Im Herzen immer noch Löwe

Lauth: "Ich würde es genau so wieder machen"

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Benjamin Lauth erzielte in 271 Spielen 93 Tore für 1860.

Budapest - Benjamin Lauth fühlt sich mittlerweile wohl in Budapest. Die Löwen verfolgt er aber noch sehr genau. Möglicherweise kehrt er einmal als Trainer oder Manager zurück.

Seit seinem Abschied von der Grünwalder Straße ist es um Benjamin Lauth natürlich etwas ruhiger geworden. Der 33-Jährige wechselte bekanntlich zu Ferencváros Budapest in die ungarische Liga, die ja in Deutschland nicht zu den interessantesten Spielklassen zählt. Mittlerweile lief er in 15 Partien für sein neues Team auf, erzielte sechs Tore und verzeichnete drei Assists. Es läuft also nicht schlecht für ihn.

Der Anfang in seiner neuen Heimat fiel Lauth aber nicht leicht, wie er im Interview mit transfermarkt.de verrät: "Es war am Anfang nicht einfach: neue Stadt, neuer Verein, ganz ohne meine Familie. Ich brauchte ein wenig Eingewöhnungszeit, seit Oktober geht es aber ganz gut. Ferencváros braucht sich in Sachen Trainingsbedingungen und Organisation vor keinem deutschen Zweitligisten verstecken. Das ist hier alles keineswegs schlechter, als ich es in Deutschland vorgefunden habe. Kurzum: Ich würde es genau so wieder machen und bereue den Schritt definitiv nicht, im Gegenteil."

Lauth hatte auch eine Anfrage aus Australien vorliegen, die er aber trotz der Attraktivität ablehnte - wegen seiner Familie, die weiterhin in München bleiben wollte. Das Angebot aus Budapest nahm er nach intensiver Rücksprache mit seinem damaligen Teamkollegen Gabor Kiraly dann an.

Sein Herz aber hängt weiterhin am TSV 1860. "Ich fiebere immer noch mit, das wird sich auch nicht mehr ändern. Sechzig ist mein Klub", sagt er. "Ich habe dort meine ganze Jugend verbracht und bin dort zu dem Fußballer geworden, der ich heute bin. Ich habe auch noch zu dem ein oder anderen Spieler Kontakt und hoffe ganz einfach, dass die Saison gut ausgeht und meine Löwen mit einem blauen Auge davonkommen."

Im Groll blickt er auf seinen Abschied nicht zurück: "So wie das jetzt gelaufen ist, ist es schon okay. Ich habe mit dem Schritt nach Ungarn eine Lösung gefunden, die mich und meine Persönlichkeit noch ein bisschen weiter bringt. Natürlich hätte ich mir aber auch sehr gute vorstellen können, meine Karriere bei Sechzig zu beenden – am liebsten mit der Rückkehr in die Bundesliga. Das war mein Traum."

Neben dem aktiven Sport bei Ferencváros hat der Ex-Löwe ein Fernstudium begonnen (Fußballmanagement und Betriebswirtschaft). Auch die Trainerlizenz soll mit etwas Abstand noch folgen. Doch wie lange kickt er noch aktiv? "Mein Vertrag läuft erstmal bis Sommer. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich dieser um eine Saison verlängert. Außerdem: Ich bin fit, der Körper spielt noch mit und deswegen spricht nichts dagegen, noch ein Jahr dran zu hängen."

Wer weiß, vielleicht sieht man Benny Lauth eines Tages auch auf der Löwen-Trainerbank. Daniel Bierofka hat diesen Schritt bekanntlich schon geschafft...

fw

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