Wehen Wiesbaden gegen 1860 München

Ex-Löwe Schäffler vor Rückkehr nach München: „Sechzig hat sich neu gefunden“

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Ein Bild aus alten Zeiten: Münchens Yannick Stark (l) und Holstein Kiels Manuel Schäffler kämpften 2015 um den Ball.

2015 feierte Ex-Löwe Manuel Schäffler seinen Abschied von den Löwen. Nun kehrt er mit seinem Verein Wehen Wiesbaden zurück nach München. 

Von 2008 bis 2012 stürmte Manuel Schäffler für die Löwen-Profis, erzielte in 57 Zweitligaspielen fünf Tore. Am Samstag kehrt der Fürstenfeldbrucker mit Wehen Wiesbaden zurück nach München, wo es um 14 Uhr gegen den TSV 1860 geht. 

Herr Schäffler, worauf freuen Sie sich am meisten? 

Manuel Schäffler: Darauf, endlich mal wieder im Sechzger zu spielen und den Biero zu sehen. Wir haben uns seit meinem Abschied nicht mehr getroffen - viel zu lange her. 

Ist eine Wiesn-Mass drin nach dem Spiel? 

Schäffler: Keine Chance, wir spielen schon am Dienstag gegen Großaspach. Aber es gibt auch in Wiesbaden eine Art Oktoberfest, das muss heuer reichen. 

Ihre Rückkehr zu 1860 war im Frühsommer im Bereich des Möglichen. Woran ist der Transfer gescheitert? 

Schäffler: Es war nie so konkret, dass eine Entscheidung angestanden hätte. Ich habe keine Gespräche geführt. Natürlich hat es mich gefreut, von dem Interesse zu hören, aber das war’s dann auch. 

Ihr Vertrag läuft aus. Gibt es Pläne darüber hinaus? 

Schäffler: Ich will jetzt erst mal eine erfolgreiche Saison hier spielen. Der Verein ist nicht abgeneigt zu verlängern, aber für konkrete Gespräche ist es noch zu früh. 

Mit 22 Treffern waren Sie der erfolgreichste Torjäger der vergangenen Drittliga-Saison. Sehen wir mit 29 Jahren den besten Manuel Schäffler seiner Karriere? 

Schäffler: (lacht) Ich hoffe schon, dass ich mich noch  verbessern kann. Die Saison ist noch jung, jetzt müssen wir schauen, dass wir die individuellen Fehler der Startphase nicht wiederholen und in der Spur bleiben. Mit Konstanz ist in dieser Liga fast alles möglich. 

Wehen wurde als einer der Favoriten auf den Aufstieg gehandelt. Jetzt steht der Klub mit sieben Punkten aus sieben Spielen auf Platz 16. Spüren Sie Druck? 

Schäffler: Gar nicht. Wenn wir defensiv stabil bleiben, dann ist mir nicht bange. Letztes Jahr haben wir 68 Punkte geholt und sind Vierter geworden, in allen Jahren zuvor wärst du damit unter die ersten Drei gekommen. Ein Spitzenduo, das sich absetzt, wie letzte Saison Magdeburg und Paderborn, sehe ich heuer nicht. Das wird eng bleiben bis zum Schluss.

Ihr letzter Auftritt in München datiert vom 2. Juni 2015. Ein denkwürdiger Abend in der Arena… 

Schäffler: Ja, da sind wir mit Holstein Kiel in letzter Minute aus unseren Träumen gerissen worden, das war grausam, ein Hauch von Leere. Trotzdem ist der Verein an dieser Niederlage nicht zerbrochen, sondern sogar noch gewachsen. Und jetzt spielt Holstein eine gute Rolle in der Zweiten Liga. 

Während 1860 in die Viertklassigkeit abstürzte und nun wieder in der Dritten Liga mitmischen darf. 

Schäffler: Ich hab mich riesig gefreut über den Aufstieg. Meine ganze Familie ist blau und der Vino (Daniel Wein) war mein Sitznachbar in der Kabine hier in Wehen. Ich habe das Gefühl, dass sich Sechzig neu gefunden hat. Jetzt spielen sie in ihrem Stadion, die Energie ist größer als in der Zweiten Liga. Und dass schon wieder von der Bundesliga geredet wird, das gehört auch dazu (lacht). 

Was trauen Sie 1860 zu? 

Schäffler: Ich traue ihnen zu, dass sie bis zum Schluss vorne mitspielen werden. Am Ende geht’s dann um ein paar Punkte, so ist diese Liga. Die Fans sind für 1860 jedenfalls ein riesen Pluspunkt, gerade wenn es mal nicht so läuft. Was ich bisher im Fernsehen gesehen habe, das war schon beeindruckend. 

Erst vor zwei Wochen sprach der Ex-Löwe Timo Gebhart im großen Interview. 

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