Neu-Aalener im tz-Interview

Ex-Löwe Steinhöfer: "Das war unterste Schublade"

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Markus Steinhöfer (M.) erzielte im ersten Spiel im Aalener Trikot gleich sein erstes Tor.

München - Markus Steinhöfer wechselte im Winter von den Löwen zu Abstiegskampf-Konkurrent VfR Aalen. Am Freitag trifft er auf seine alten Kollegen - und lässt im tz-Interview kein gutes Haar an den 1860-Verantwortlichen.

Beim TSV 1860 war Markus Steinhöfer in 18 Zweitliga-Spielen kein Treffer vergönnt, bei seinem neuen Klub, dem VfR Aalen, klappte es am vergangenen Sonntag gleich auf Anhieb. Nach mehrwöchiger Verletzungspause traf der 29-Jährige beim Debüt auf der Ostalb zum 3:0-Endstand gegen Erzgebirge Aue. Folgt am Freitag in der Arena die Fortsetzung? Als 1860-Geschädigter hätte Steinhöfer nichts dagegen.

Markus, Glückwunsch nachträglich zu Ihrem ersten Tor für Aalen. Wie breit ist die Brust nach diesem Dreier gegen Aue?

Steinhöfer: Der Sieg war unheimlich wichtig für uns. Das war eines von diesen sogenannten Sechs-Punkte-Spielen gegen einen direkten Konkurrenten. Nach neun sieglosen Spielen war der Druck in Aalen schon nicht ohne, aber wir haben das richtig gut hinbekommen. So müssen wir am Freitag weitermachen...

Bei Ihrem Ex-Klub 1860, den Sie nicht gerade in bester Erinnerung haben.

Steinhöfer: Was Mitspieler und Fans angeht, schon. Das habe ich immer betont. Beim Rest ist eine gewisse Brisanz da, das war zum Teil unterste Schublade, was da abgelaufen ist. Ich weiß bis heute nicht, warum ich eigentlich rasiert worden bin, so was habe ich noch nie erlebt in meiner Karriere.

Sie wurden im Oktober vergangenen Jahres nach dem 1:4 in Aue zur U 21 versetzt, weil Sie sich auf der Ersatzbank nach einem Gegentor amüsiert haben sollen.

Steinhöfer: Das kann man so nicht sagen. Aus meiner Sicht war es so, dass die Führung etwas gesucht hat und das dann mies durchgezogen hat. Es gab danach noch mal ein Gespräch, aus dem ich aber auch nicht schlau geworden bin. Zum Glück hat es am Ende der Transferperiode mit dem Wechsel nach Aalen geklappt.

Anfang 2014 galten Sie noch als Hoffnungsträger, als Sie von Friedhelm Funkel zusammen mit Yuya Osako geholt wurden.

Steinhöfer: Das mit der Aufstiegshoffnung hatte sich bald erledigt. Trotzdem haben wir die Saison als Sechster abgeschlossen, darauf hätte sich aufbauen lassen. Im Sommer hieß es dann aber Neuanfang, es wurde alles über den Haufen geschmissen. Jetzt sieht man, was es gebracht hat.

Bilder: Diese Ex-Sechziger steigerten ihren Wert

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1860 steckt im Abstiegskampf, am Freitag steht das nächste Endspiel an.

Steinhöfer: Wir wissen um unsere Chance und müssen uns nicht kleiner machen, als wir sind. Das ist ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn wir zwei Punkte weniger haben. Wir wollen die Arena mit einem positiven Gefühl verlassen.

Die Heimschwäche der Löwen ist Ihnen ja bestens bekannt.

Steinhöfer: Darauf gebe ich nichts. Torsten Fröhling hat wieder Schwung reingebracht bei 1860. Er ist ein wirklich guter Trainer, mir hat es viel Spaß gemacht bei ihm in der U 21 – mehr Spaß als zuvor im Profikader.

Was Wunder…

Steinhöfer: Nein, im Ernst. Ich weiß, was die Jungs an Torsten Fröhling haben und wünsche ihm viel Erfolg. Am Freitag natürlich weniger.

Interview: lk

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