Ex-Löwe Helmbrecht stellt seine Top-Elf auf

Top-Elf von Nico Helmbrecht: Flonaldo, Ramos, Hexer und drei BL-Stars

Die Top-Elf von Ex-Löwe Nicholas Helmbrecht, der aktuell für Wacker Burghausen aktiv ist.

Ex-Löwe Nicholas Helmbrecht von Wacker Burghausen stellt die Top-Elf seiner Karriere auf. Mit dabei sind „der Hexer“, mehrere Bundesligaprofis und „Ramos“ aus Rosenheim.

  • Nicholas Helmbrecht war Teil der Löwen-Aufstiegsmannschaft 2017/18
  • Derzeit steht der 25-Jährige beim Regionalligisten Wacker Burghausen unter Vertrag. 
  • Für Fussball Vorort/FuPa Oberbayern hat der Allrounder die Top-Elf seiner bisherigen Karriere aufgestellt.

Über Unterhaching und Rosenheim zu den Löwen - aktuell in Burghausen

Nicholas Helmbrecht war in der Jugend bei der SpVgg Unterhaching und lief in der Junioren-Bundesliga auf. Nach einer Saison im Herrenbereich (2014/15) beim TSV 1860 Rosenheim, wechselte der junge Angreifer zum TSV 1860 München. Bei den Münchner Löwen spielte er zunächst mit der zweiten Mannschaft in der Regionalliga (2015- 17), ehe die erste Mannschaft per Zwangsabstieg 2017 in die Regionalliga kam.

2017/18 war er Teil der Aufstiegsmannschaft war. Im Jahr darauf spielte er keine Rolle mehr im Team vonDaniel Bierofka und wechselte er FC Memmingen. Seit der Winterpause dieser Saison (2019/20) steht der 25-Jährige nun beim SV Wacker Burghausen unter Vertrag.

In seiner bisherigen Karriere stand Helmbrecht mit namhaften Kickern auf dem Platz. FürFussball Vorort/FuPa Oberbayern präsentiert  er seine persönliche „Top-Elf“.

Top-Elf

Torwart

Marco Hiller (TSV 1860 München)

Marco hat vom dritten Torwart in der zweiten Mannschaft, zum Stammtorhüter in der 3. Liga entwickelt. „Der Hexer“ ist der beste Torwart auf der Linie, den ich je gesehen habe. Wie er die Dinger aus der Ecken fischt, ist unfassbar. Da ist schon der eine oder andere Stürmer verzweifelt, ich eingeschlossen (lacht). Wenn er endlich mal seinen Schuhspanner beim Spiel rausmachen würde, traue ich ihm auf jeden Fall noch einiges zu.

Verteidiger

Felix Uduokhai (FC Augsburg)

Felix - oder Boa (für Boateng) - ist die Ruhe selbst. Ich kann mich noch genau an mein erstes Spiel mit ihm erinnern. In der Kabine dachte ich: Der schläft fast ein, aber was er dann im Spiel geleistet hat, mit welcher Ruhe und Selbstverständlichkeit er ein Spiel von hinten aufziehen kann, sieht man jetzt in der 1. Bundesliga. Er hat alles, er ist groß, kopfballstark, eine Maschine, schnell und ein begnadeter Linksfuß.

Chris  Wallner (TSV 1860 Rosenheim)

Der einzige Verteidiger neben William Gallas, der meiner Meinung nach als Innenverteidiger mit der Rückennummer 10 und „Vapor“ auflaufen darf. „Ramos“ ist der perfekte Kapitän, ein absoluter Leader, eine Maschine. Er gibt immer alles für sein Team. Hätte er nicht so viel Verletzungspech gehabt, wäre er sicher in einer anderen Liga. In meiner Zeit in Rosenheim haben wir viel privat gemacht und uns top verstanden. Um nur einige lustige Geschichten anzureißen: Volksfeste, Rave-on-Snow oder mein 20 Geburtstag... (mehr Details wären zu viel (lacht). Neben Charly Kunze ist er Teil des legendären „Vaporteams“ und wir hatten damals den mit Abstand besten Torjubel der Bayernliga.

Marin Pongracic (VfL Wolfsburg)

Der beste Verteidiger, mit dem ich bisher zusammengespielt habe. Von seiner Technik träumen einige Offensivspieler. Viele Stürmer haben ein Trauma, weil sie von ihm reihenweise eingepflanzt werden, auch gerne Mal, wenn er eigentlich letzter Mann ist (lacht). Die Straße lebt ihn ihm, das hat er in jedem Training erwähnt. Zudem hat er einen absoluten Pfeil im Kopf (lacht).

Mittelfeldspieler

Simon Seferings (TSV 1860 München)

Ein unglaublicher Fußballer, für einen zentralen Mittelfeldspieler strahlt er enorm viel Torgefahr aus. Einen Schuss wie ein Pferd, mit links und rechts und bei Standards brandgefährlich. Jeder Trainer kann sich einen Spieler wie Simon nur wünschen. Er läuft bis er umfällt und gibt immer 120 %. Er ist sehr professionell, pflegt seinen Körper und arbeitet an sich. Darauf achtet er immer, auch wenn das zwei Stunden dauert und man eigentlich zum Essen gehen wollte... (lacht). Da können sich andere Profis eine Scheibe abschneiden, er hat den perfekten Körper für Fußball. Er ist einer meiner engsten Freunde aus meiner Zeit bei Sechzig und ist Teil der „Glorreichen-Sechs“. Ach ja, wer eine gute Bodylotion sucht, fragt den Simon, er hat schon alle getestet (lacht).

Nicolas „Zick Zack“Andermatt (SV Meppen) 

Ander ist der klassische Links und technisch sehr sehr sauber, hat ein wahnsinniges Auge und kann freie Räume super bespielen. Außerdem hat er einen super Abschluss mit links und bringt brandgefährliche Standards. Wie eigentlich bei jedem Linksfuß hat er den rechten maximal zum Stehen oder für einen Pass über zwei Meter (lacht). Wäre er nicht lahm wie eine Ente, würde er nicht in Meppen am A..... der Welt spielen (lacht), sondern locker auch eine Liga höher. Er ist nicht der klassische Schönspieler. Wenn es brennt, fährt er auch mal einen raus und hält körperlich gut dagegen. Es war immer ein Genuss mit ihm zusammenzuspielen. Er ist Teil der „Glorreichen-Sechs“ und wir haben einiges erlebt. Ich sag nur Kroatien... inklusive Abstieg mit 1860 im Urlaub.

Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach)

Wahrscheinlich der beste Fußballer, mit dem ich ein Pflichtspiel zusammen bestritten habe. Flo liest das Spiel wie kein Zweiter, sieht Räume, die nicht einmal existieren und bespielt sie dann auch noch. Er weiß immer, was, wo und wann passiert. Nicht ohne Grund ist er bei einem Team wie Gladbach gesetzt. Flo ist sein Erfolg nicht zu Kopf gestiegen, er ist absolut bodenständig geblieben, das ehrt ihn.

Lucas  Hufnagel (SpVgg Unterhaching)

Das erste Mal habe ich Hufi mit acht Jahren bei einem Probetraining des FC Bayern gesehen. Zusammengespielt haben wir in der U19 bei Unterhaching. Er war neben Haberer der absolute Spielentscheider und es eine Augenweide, ihn spielen zu sehen. Technisch weltklasse, eigentlich nur durch ein Foul vom Ball zu trennen. Ich wünsche ihm, dass er wieder in 2. Liga oder höher kommt. Das Potenzial dazu hat er.

Angreifer

Nico  Karger (TSV 1860 München)

King Karges ist „der große Bruder den ich nie hatte“. Ein brutaler Fußballer, schnell, gut im Eins-gegen-Eins mit einem super Zug zum Tor. Er hat diesen unbedingten Willen, sein bestes fußballerisches Merkmal ist der Torabschluss. Er hat wahrscheinlich sogar die beste Schuss-Technik, die ich kenne, egal ob links oder rechts. Über ihn könnte ich ein Buch schreiben. Er war vorübergehend bei mir eingezogen, weil‘s mit der Freundin nicht geklappt hat...  in der Zeit musste ich wöchentlich zum Trainer und Bericht erstatten, wie es läuft (lacht). Seitdem ist er Teil meiner Familie und immer willkommen. Karges, du bist einfach eine Legende!

Florian  Pieper (1. FC Schweinfurt)

Teil der „Glorreichen-Sechs“ und der netteste Spieler, den ich jemals kennengelernt habe. Ich kenne keinen Spieler, der ihn kennt und nicht mag. Ich darf Pie zu meinem engsten Freunden zählen. Aktuell liegen einige Kilometer zwischen uns, aber versuchen wir,  uns so oft zu sehen, wie es geht. Flo war bei den Löwen mein „Zimmerbuddy“. Er hat enorme Qualität, kann als hängende Spitze oder als klassischer Zentrumstürmer agieren. Inzwischen ist er eine Maschine geworden, das war nicht immer so, „Flonaldo“. Ich würde mir wünschen, dass er mehr seinen „Kopf ausschaltet“ und Buden macht. Unsere Indienreise mit 1860 war ein besonderes Erlebnis, das uns zusammengeschweißt hat, In dreieinhalb Wochen Trainingslager und Turnier haben wir alles zusammen erlebt und seitdem schockt mich nichts mehr. Danke an den Fußball, dass ich dich so kennen gelernt habe.

Tim Sulmer (SpVgg Bayreuth)

Wo fang ich nur an... (lacht). Der Spieler, der sein Potenzial am meisten verschwendet hat (lacht). Nichtsdestotrotz ein absolut geiler Fußballer, der das beste Eins-gegen-Eins hat, das ich kenne. Er macht Tricks und Bewegungen, die ich nicht mal in der Theorie verstehe und schickt reihenweise Verteidiger in den Ruhestand. Er hat ein Flatterschuss vor dem Herrn, fast wie CR7 in seinen besten Tagen. Tim ist sehr extrovertiert, man kann ihn nur lieben oder hassen -  dazwischen gibt es nichts. Ich habe mich auf und neben dem Platz immer top mit ihm verstanden und die eine oder andere Story erlebt, die hier nicht erwähnt werden darf. Tim, wenn du mal wieder shoppen gehen willst: Mein Kleiderschrank is wieder zu voll.

Trainer

Oliver Beer (Co-Trainer TSV 1860 München)

Der beste (CO)-Trainer, den ich je hatte. Menschlich und fachlich einfach absolute weltklasse oder - wie er sagen würde -  „Champions League“. Oli hat genau das richtige Maß zwischen Autorität und Nähe zur Mannschaft. Er weiß genau, wie er mit Spielern reden muss. Vor allem mit denen, die nicht ganz zufrieden sind. Er lebt und verkörpert den Fußball und für mich der perfekte Trainer. Es gab keine Trainingseinheit, in der ich keinen Spaß hatte. Seine Flugbälle in der Flanken-Torabschluss-Form sind übrigens einsame Spitze, auch aus der kalten Hüfte heraus (lacht). Wenn du irgendwo mal Cheftrainer wirst, dann ruf mich an, ich komme sofort.

Bank

Lukas  Aigner (SV Wacker Burghausen)

Aiges gehört zu den „Glorreichen Sechs“ und muss einfach dabei sein. Ein Spieler, den sich jeder Trainer wünscht. Ein Mentalitätsmonster, er geht auf den Platz, um für sein Team zu töten. Technischer ausbaufähig, aber sein Aufbauspiel ist hervorragend. Der eine oder andere Diagonalpass mit dem „Außenschlapper“ führt gerne Mal zum Muskelriss führt. Bei unserer ersten Begegnung im Probetraining in Unterhaching habe ich zum ihn gesagt: „Wenn du so weitertrainierst, holen die dich und du machst sicher jedes Spie.“. Haching hat ihn verpflichtet, er hat gefühlt jedes Spiel gemacht, obwohl er jüngerer Jahrgang war. Anschließend ist er zu 1860 gegangen. Wir in Malle, Kroatien und beim Aufstieg schon einiges erlebt. Seine Geburtstagsfeiern sind legendär, für die Start-Elf reicht es aber trotz allem nicht.

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