Ex-Präsident in der tz

Mayrhofer: "Die Strukturen von 1860 sind eine Katastrophe"

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Ex-Präsident Gerhard Mayrhofer.

München - Ex-Präsident Gerhard Mayrhofer hat gegenüber der tz einige gesalzene Äußerungen über den TSV 1860 gemacht. Er findet: Die Strukturen im Verein seien eine Katastrophe.

Als „toxisch“ und „auf Dauer tödlich“ hatte Gerhard Mayrhofer die Defizit-Ausgleichs-Strategie von 1860-Hauptgesellschafter Hasan Ismaik am Montag im "kicker" bezeichnet. Geschäftsführer Noor Basha konterte mit einem empörten „unglaublich“. Nun legt der Ex-Präsident nach. „1860 braucht einen kompletten Neuanfang“, sagte Mayrhofer zur tz. „Mit leidenschaftlich und kompetent agierenden Personen sowie finanzstarken Partnern, die den Willen und die Möglichkeiten mitbringen, Verein und KGaA neu aufzustellen und an die Realität eines Klubs mit angeschlossener Profigesellschaft und Investorenbeteiligung anzupassen. Diese Kombination aktuell zu finden, ist aber so wahrscheinlich wie Leben auf dem Mars zu entdecken.“

Die außerordentliche 1860-Mitgliederversammlung, auf der ein Nachfolger für Interimspräsident Siegfried Schneider gewählt werden soll, wurde zuletzt auf Mitte November verschoben, ein offizieller Kandidat für das Amt des Oberlöwen ist noch nicht benannt. Für Mayrhofer auch eine Folge der verfehlten Vereinspolitik. „Die Strukturen von 1860 sind eine Katastrophe“, sagt er. Der e.V. als Gesellschafter des Profifußballs habe sich „eine absurde Satzung gegeben, die das ehrenamtliche Präsidium zum schwächsten Gremium im Verein macht, das gleichzeitig aber durch die 50+1-Regel lizenzrechtlich den Auftrag hat, die letzte Entscheidungshoheit in allen KGaA-Fragen zu haben und gegebenenfalls einem Investor die Stirn zu bieten“. Die Satzungsväter hätten diesen Aspekt laut Mayrhofer „offenbar völlig übersehen“. Auch die daraus resultierende Haftung und Verantwortung sei „nicht annähernd in der Satzung gewürdigt. Viele andere Vereine sind uns da um Lichtjahre voraus.“

Wen Mayrhofer meint? Beispielsweise den 1. FC Köln. Die Mitglieder des Geißbock-Klubs stimmten im November des vergangenen Jahres mit knapp 90 Prozent für eine Satzungsänderung, die ab 2016 eine Vergütung für den bislang ehrenamtlichen Vorstand erlaubt. Ein Vorbild für den TSV 1860?

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