„Will Chance auf Nationalteam wahren“

Absage an Bierofka: Ex-Löwe kommt nicht zurück

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Vergebens gebaggert: Daniel Bierofka und die Löwen müssen auch künftig ohne Fanol Perdedaj planen.

Die Blauen haben sich bei der Suche nach Verstärkungen eine Absage eingehandelt. Wie Trainer Daniel Bierofka erklärt, hat Trainingsgast Fanol Perdedaj ein anderes sportliches Ziel.

München - Trotz der aktuell recht komfortablen Tabellenführung wünscht sich Trainer Daniel Bierofka frisches Blut für seine Löwen. Und das lieber gestern als heute. „Wir haben uns schon bei vielen Spielern erkundigt“, verriet der Ex-Profi nach dem 0:1 im Derby gegen die Reserve des FC Bayern vor rund zwei Wochen.

Einen prominenten Namen muss er nun von seiner Liste streichen. Fanol Perdedaj, seit dem Abstieg im Sommer vereinslos und als Trainingsgast an der Grünwalder Straße aktiv, hat sich für einen Abschied aus München entschieden. „Wir hätten Fanol gerne unter Vertrag genommen, weil er sich super in die Mannschaft integriert hatte und auch die Spieler ihn sehr gemocht haben“, zitiert dieblaue24 Bierofka: „Aber nachdem wir ihm eine Frist gesetzt haben, hat Fanol uns am Donnerstag leider abgesagt.“

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Perdedaj versucht sein Glück im Ausland

Der für den Kosovo aktive 26-Jährige will laut dem Löwen-Coach sein Glück in einem anderen Land suchen - vermutlich erst- oder zumindest zweitklassig. „Ich kann ihn verstehen, weil er seine Chance auf die Nationalmannschaft wahren will“, fügt Bierofka hinzu. Im September hatte der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler, der bei Hertha BSC den Sprung zu den Profis geschafft hatte, sein sportliches Ziel so umschrieben: „Die 2. Bundesliga wäre schon schön, das Niveau dort ist hoch. Aber ich habe auch andere Optionen im Ausland, die interessant sind.

Perdedaj war vor der vergangenen Saison ablösefrei nach Giesing gewechselt und hatte in der Hinrunde zum Stammpersonal gezählt. Nach 17 Einsätzen in Liga und Pokal kam er nach der Verpflichtung von Trainer Vitor Pereira jedoch überhaupt nicht mehr zum Zug, stand 2017 unter dem Portugiesen lediglich zweimal ohne Einsatz im Kader.

Voller Vorfreude: Im Sommer 2016 präsentiert Fanol Perdedaj stolz seine damals neue Arbeitskleidung.

Perdedaj hätte sofort spielen können

Im Gegensatz zu Spielern, die anderweitig unter Vertrag stehen, hätte Perdedaj die Löwen sofort verstärken können. Vor der Winterpause stehen immerhin noch vier oder fünf Pflichtspiele auf dem Programm - je nachdem, ob die Toto-Pokal-Partie in Bayreuth am 9. Dezember angepfiffen werden kann.

Die anschließende Saisonunterbrechung dürfte Bierofka dann nutzen, um den Markt ausgiebig zu sondieren. Doch einfach wird die Spielersuche nicht - das hat er auch schon offenbart: „Sechzig ist schon ein Verein, der zieht - aber regional. Überregional gibt es noch andere Traditionsvereine, die für einen Spieler interessant sind.“

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mg

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