Vor Spiel Augsburg gegen TSV

Feulner im Interview: „Wir wollen 1860 ein Bein stellen“

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Markus Feulner, hier im Trikot von Nürnberg.

Markus Feulner hat 204 Bundesliga-Spiele für Bayern, Mainz, Dortmund und Augsburg gemacht – seit dieser Saison ist der 35-Jährige Co-Trainer der U 16 und Anführer von Augsburg II. Das Interview.

Herr Feulner, am Sonntag steht das Spiel gegen die Löwen an – vor einer Bundesligakulisse! 

Markus Feulner: Gerade für unsere jungen Spieler ist das eine Riesen-Herausforderung. Wir freuen uns alle auf das Spiel. Vor so vielen Leuten zu spielen, ist in dieser Liga etwas Besonderes – das hat man nicht jede Woche. 

Was ist die große Herausforderung für die jungen Spieler? 

Feulner: Nicht die Nerven zu verlieren. Es bleibt Fußball, egal wie viele Zuschauer da sind – das sage ich ihnen auch. Wenn ich auf dem Platz stehe, will ich das Spiel gewinnen. Ob ich vor 50 oder 50 000 Zuschauern spiele, ist mir egal. So müssen die Jungs auch in das Spiel gehen: Sich trauen, positiv sein und einfach ihre Leistung abrufen. Wenn sie nach oben wollen, müssen sie in solchen Spielen ihren Mann stehen. Da mache ich mir aber keine Sorgen. 

(Lesen Sie unseren Live-Ticker am Sonntag.)

Nehmen Sie als erfahrener Spieler die Youngster zur Seite? 

Feulner: Ich bin dafür da, dass ich Hilfestellung gebe, Talente auf den Sprung in den Profi-Bereich vorbereite und sie weiterentwickle. Das macht richtig Spaß. Momentan spielen wir schönen und dominanten Fußball – auch wenn wir von den Ergebnissen her dafür zurzeit nicht belohnt werden. 

Ist der Aufstieg das Ziel des FCA? 

Feulner: Natürlich ist es schön, wenn wir oben mitspielen. Aber unser Hauptziel ist es, die Jungs an das Profi-Geschäft heranzuführen und den einen oder anderen nach oben zu bringen. Es trainieren immer wieder Spieler unserer U 23 bei der ersten Mannschaft mit. Da sind sie richtig gut dabei. Wir haben einige Spieler, die den Sprung schaffen können. 

Sie haben selber früher erstklassig gespielt. Was ist der Unterschied zur Regionalliga? 

Feulner: Der größte Unterschied sind die Plätze. Man hat nicht die Top-Bedingungen wie in der Bundesliga. Es ist oft schwierig, das eigene Spiel durchzudrücken, gerade was das Passspiel angeht. Auch die individuelle Qualität einzelner Spieler ist ein Unterschied. 

Wie macht sich Ex-Löwe Kilian Jakob in Augsburg? 

Feulner: Sehr gut. Er hat auch am Mittwoch ein Tor aufgelegt (2:2 gegen Rosenheim, Anmerkung der Redaktion). Er ist ein sehr guter Spieler. Das Wichtigste ist, dass er lernwillig ist. Er macht Riesen-Fortschritte. 

Wie sehen Sie die Löwen? Uneinholbarer Vorsprung oder könnte es noch knapp werden? 

Feulner: Ich glaube, dass die weiter marschieren werden. Wir wollen ihnen am Sonntag ein Bein stellen. Wir müssen ehrlich sein: Die Löwen sollten nicht in dieser Liga spielen. Schon alleine vom Publikum und der Tradition her müssen sie schauen, dass sie schnell wieder nach oben kommen. Wir haben ein anderes Ziel – wir wollen Spieler ausbilden.

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