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FCA-Vorsitzender stichelt gegen den TSV 1860

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Aufsichtsratsvorsitzender Peter Bircks (m.) mit Trainer Jos Luhukay (l.) und Manager Andreas Rettig. © dpa

Augsburg - FCA-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Bircks hat in einem Interview über die Probleme mit der DFL-Lizenz für die neue Saison gesprochen. Außerdem gab's verbale Sticheleien in Richtung TSV 1860 München.

Bekanntlich hat der Bundesliga-Aufsteiger die Lizenz für die kommende Spielzeit von der DFL nur unter Auflagen erhalten. Einige davon, so verriet Peter Bircks in einem Interview mit Augsburg.tv, seien leichter zu erfüllen als andere. Die Installation von hauptberuflichen Fan-sowie  Sicherheitsbeauftragten wären Kleinigkeiten, die der Verein durchaus in der Lage sei zu stemmen.

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Nicht mehr ganz so einfach zu erfüllen sei der Liquiditätsnachweis über 2,6 Millionen Euro, so Bircks, der dabei aber auf den einen oder anderen Marketingkniff hofft. Die größten Probleme bereitet dem Klub aber eine Vereinbarung mit der Stadt Augsburg. "Was uns am meisten drückt ist die Vereinbarung eines Fassaden-Baus. Dieses Damoklesschwert schwebt über uns." Hintergrund: Der FCA hat einen Vertrag mit der Stadt, laut dem bis zum 31.12.2011 der Bau einer Fassade in der impuls-Arena eingefordert werden kann. "Die DFL will nun, dass dieser Vertrag nichtig gemacht wird oder wir aber die Liquidität nachweisen." Das könnte der Verein aber nur, indem er den ohnehin schon sehr geringen Personaletat abspeckt. Deshalb malt Bircks ein Horrorszenario: "Das wäre dann das sportliche Aus für uns. Wenn wir jetzt noch Rückstellungen für einen Fassadenbau bilden müssten, dann wäre das sportlich nicht mehr zu stemmen."

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Laut Bircks befindet sich der Verein derzeit in Gesprächen in der Stadt, um aus diesem Vertrag noch heraustreten zu können. "Wir fordern nichts von der Stadt, sondern wir bitten lediglich um Unterstützung", so Bircks, der zugibt, dass die Unterschrift unter diesen Vertrag ein Fehler gewesen sei. Hoffnung dürfte den Fans machen, dass "die Stadt total kooperativ" ist.

Bircks ließ es sich aber auch nicht nehmen, einen süffisanten Blick auf den Erzrivalen TSV 1860 München zu werfen. Zunächst einmal wolle der FCA bei der Anzahl der Mitglieder näher an den Konkurrenten heranrücken. Gegenwärtig hat Sechzig knapp 30.000 Mitglieder, der FCA nur 4.000. "Da müssen wir ran, da müssen wir aufholen." Auch das Einzugsgebiet der Fangemeinde soll vergrößert werden. "Wo wir sicherlich noch Nachholbedarf haben, ist aus dem oberbayerischen Raum - aus der Region Neuburg an der Donau und Aichach. Die Jungs dort sind noch sehr 60-lastig. Da müssen wir noch arbeiten", sagt Bircks mit einem Schmunzeln. 

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Verstecken will man sich künftig jedenfalls nicht mehr. "Ich glaube, dass dieses Selbstbewusstsein bleibt. Ich sage immer ganz flapsig: Wir haben gar keinen Grund, immer mit irgendwelchen Neidgefühlen nach München zu schauen. Wir waren schon Weltstadt, da sind die noch im Bärenfell rumgesprungen da drüben! Also brauchen wir uns nicht verstecken."

tz

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