Poschner drängt auf Entscheidung

Ismaik: Magath wollte 1860-Anteile für zwei Millionen

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Geistert an der Grünwalder Straße herum: Felix Magath.

München - Kein Tag ohne Neuigkeiten vom TSV 1860 München. Ob gute oder schlechte, das bleibt dem Betrachter selbst überlassen. Wackelkandidat Gerhard Poschner konstatiert: "Die Zeit drängt! Wir brauchen Entscheidungen."

Wie geht es denn nun weiter beim TSV 1860? Der Trainingsauftakt am 22. Juni naht mit unaufhörlichen Schritten. Doch die Zukunft aller wichtigen Entscheidungsträger im sportlichen Bereich ist mehr als ungewiss. Was wird aus Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner? Bleibt Torsten Fröhling Trainer? Dass bislang noch kein einziger Neuzugang verpflichtet wurde, erklärt sich da beinahe von selbst.

Bis auf ein Interview von Investor Hasan Ismaik, in dem man viel zwischen den Zeilen lesen kann, ist von den wichtigen Funktionsträgern im Klub mal wieder nichts zu hören. Präsident Gerhard Mayrhofer? Schweigt.

Aus Ismaiks Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" dringen jetzt immerhin noch weitere Details durch. Die ablehnende Haltung des Jordaniers gegenüber Felix Magath, den sich offenbar viele im Verein als Sportdirektor und Trainer für den TSV 1860 wünschen, hat seine Gründe. "Magath hat mir gesagt, er will zu Sechzig kommen, Trainer werden und zwei Millionen in den Klub investieren", berichtet Ismaik von einem Gespräch zwischen den beiden vor einiger Zeit. Dem Großinvestor Ismaik soll ein Kleininvestor Magath aber ein Dorn im Auge sein, daher die ablehnende Haltung.

Dabei bringt Magath in diesem Bereich Erfahrung mit: Wie die BBC im Januar berichtete, kaufte sich der ehemalige Coach des FC Bayern beim schottischen Zweitligisten Glasgow Rangers ein und übernahm rund ein Prozent der Anteile. Jetzt soll Magath also ähnliches beim TSV 1860 geplant haben. Doch ein Sportdirektor/Trainer, der über Anteile an seinem Verein und somit Arbeitgeber verfügt? Das wäre eine ziemlich komische Geschichte. Und würde irgendwie doch zum TSV 1860 in diesen Zeiten passen ...

Klar scheint aber zu sein: Mit Ismaik an der Spitze wird es keinen Magath bei den Löwen geben. Stattdessen besitzt zumindest Gerhard Poschner gute Karten. Selbsterklärend, dass der streitbare Sport-Geschäftsführer die Aussagen Ismaiks positiv deutet. "Wir sollten das offensichtliche Interesse und die Stellungnahme von Hasan als positives Signal werten und es als Zeichen verstehen, schnellstmöglich alle gemeinsam für den Verein zu arbeiten", sagte er der "Bild".

Die Zeitung will zudem erfahren haben, dass sich Investor Ismaik trotz seiner Aussagen ("Wir brauchen einen stärkeren Trainer") eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Trainer Fröhling vorstellen kann. Damit stünde einem Ende des Verwirrspiels ja eigentlich nicht mehr viel im Wege. Poschner jedenfalls bringt es auf den Punkt: "Die Zeit drängt. Wir brauchen Entscheidungen!"

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