Bergmüller erklärt die Zusammenarbeit

Fitness-Guru: "Okotie kann noch besser werden"

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Rubin Okotie arbeitet seit ­vergangenem Sommer mit Heinrich Bergmüller ­zusammen.

München - Fitness-Guru Heinrich Bergmüller soll 1860-Torjäger Rubin Okotie wieder fit machen. Wie es um den 27-jährigen Angreifer steht, erklärt Bergmüller im tz-Interview

Rubin Okotie (zwölf Tore in 17 Spielen) ist die Lebensversicherung der kriselnden Löwen. Zuletzt plagte sich der 27-Jährige mit einer Knieverletzung, deshalb suchte er nach Weihnachten den Wiener Fitness-Guru Heinrich Bergmüller auf, der schon die Skistars Hermann Maier und Maria Höfl-Riesch betreute. Wie es um den Löwen-Stürmer steht, erklärt Bergmüller im tz-Interview.

Herr Bergmüller, warum war Rubin Okotie bei Ihnen?

Heinrich Bergmüller: Wir haben ein paar Tests gemacht und Werte gemessen. Seine Innenbandberletzung am Knie, die er sich vor dem Länderspiel gegen Russland zugezogen hat, wurde leider nie richtig auskuriert. Er muss einen kurzen Neuaufbau machen.

Müssen sich die Löwen-Fans Sorgen machen?

Heinrich Bergmüller: Nein, Rubin braucht drei bis vier Wochen, dann ist er wieder topfit. Ich kann den Fans sogar Mut machen, Rubin kann noch besser werden. Vom Talent her kann er mit David Alaba auf jeden Fall mithalten, nur wurden bei ihm in den letzten Jahren einige falsche Entscheidungen getroffen.

Seit wann arbeiten Sie beide zusammen?

Heinrich Bergmüller: Seit er letzten Sommer bei Austria Wien gespielt hat. Durch mein Training hat sich sein Ausdauerniveau um drei Stufen verbessert, das hat sich gleich bemerkbar gemacht. Als er nach Dänemark zu Sønderjysk Elitesport ausgeliehen war, hat er in 15 Spielen elf Tore geschossen.

Wie oft telefonieren Sie?

Heinrich Bergmüller: Täglich, teilweise mehrmals täglich. Rubin absolviert Sondereinheiten und nimmt täglich seine Blutwerte, damit wir uns an den vorherigen Belastungen orientieren können. In der Woche kommen da circa fünf Stunden regeneratives Training zusammen.

Läuft das in Absprache mit dem Verein?

Heinrich Bergmüller: Das geht nebenher. Ich weiß, was im Training geplant ist, dementsprechend setzen wir die Reize.

Warum sind die zusätzlichen Einheiten wichtig?

Heinrich Bergmüller: Die Trainingsprinzipien im Profifußball sind erschreckend. Die Grundlagenausdauer wird oft vernachlässigt, das machen Hobbysportler oft besser. Meiner Meinung nach ist das auch der Grund, warum es bei Borussia Dortmund immer wieder so viele Verletzte gibt.

Bedeutet Ausdauer immer noch Waldläufe?

Heinrich Bergmüller: Nein, es geht nicht darum, möglichst lange zu laufen. Entscheidend ist der Enzymstoffwechsel im Körper, der muss im Gleichgewicht gehalten werden. Da reichen manchmal ein paar Minuten auf dem Ergometer.

Interview: Mathias Müller

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