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Transfer-Interview: "Mlapa? Nicht realistisch"

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Von: Armin Linder

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Florian Hinterberger ist momentan viel am Telefonieren. © M.I.S.

München - Im Transfer-Interview mit unserer Onlineredaktion spricht Florian Hinterberger über mehrere kursierende Kandidaten und schließt auch Winter-Abgänge nicht aus.

Am Mittwoch fuhr sich 1860-Sportchef Florian Hinterberger nach Hause in die Oberpfalz, nachdem seine Mutter gestorben ist. Am Donnerstag saß er schon wieder am Schreibtisch, wo weiterhin viel Arbeit auf den 55-Jährigen wartet. Unsere Onlineredaktion sprach mit ihm über die Transfer-Anstrengungen der Löwen.

Herr Hinterberger, Sie sind momentan Sportchef und Geschäftsführer in Personalunion. Und das kurz vor dem Winter-Transferfenster. Wie stressig ist Ihr Job im Moment?

Hinterberger: Natürlich ist sehr viel zu tun. Aber ich habe ein sehr fleißiges Team in der Geschäftsstelle, das sehr gute Arbeit leistet. Angefangen bei der Finanzchefin bis hin zur gesamten Organisation. Auch die Zusammenarbeit mit dem Präsidium, das sich sehr gut einbringt, ist sehr eng und gut. Es ist also zu bewältigen.

Ist die Hoffnung berechtigt, dass der Verein bald einen neuen Geschäftsführer präsentiert?

Hinterberger: Es war von vorneherein klar, dass ich diese Verantwortung interimsmäßig übernehme. Ich gehe also davon aus, dass der neue Geschäftsführer Anfang nächsten Jahres zeitnah vorgestellt wird.

Gibt es einen konkreten Termin?

Hinterberger: Wie gesagt: Ich werde mich da nicht auf einen konkreten Zeitpunkt festlegen. Ich vertraue da unseren Gesellschaftern.

Jetzt zu Ihren Sportchef-Aufgaben: Ein bis zwei Spieler sollen im Winter noch kommen. Wie ist das Anforderungsprofil. Ein Zehner und ein Stürmer?

Hinterberger: Wir suchen in enger Absprache mit dem Trainer und seinem Team Verstärkungen für die Offensive.

Wie viel Geld steht zur Verfügung?

Hinterberger: Wir haben unser fixes Budget, In diesem Rahmen können wir uns bewegen. Entscheidend wird aber sein, dass ein Neuzugang auch eine Verstärkung sein muss, die uns weiterhilft.

Es war ja noch die Frage, ob Hasan Ismaik zusätzliches Geld beisteuert.

Hinterberger: Das ist kein Thema für die Öffentlichkeit. Wir kennen unsere Zahlen und arbeiten dementsprechend.

Es soll also nicht nur darum gehen, die Breite im Kader zu erhöhen?

Hinterberger: Wenn wir einen Spieler dazuholen, dann soll er möglichst gleich funktionieren und uns verstärken.

Kommt eine Ausleihe grundsätzlich auch in Frage?

Hinterberger: Es ist alles denkbar. Aber natürlich möchte man einen Spieler am liebsten fest unter Vertrag haben.

Ein Kandidat ist der Spieler des SV Ried, der etwas schwierig auszusprechen ist: Robert Zulj.

Hinterberger: "Robert Tschul" spricht man das aus. Sie sehen also: Wir haben uns mit diesem Spieler schon beschäftigt.

Er hat zu unserer Onlineredaktion gesagt: Mit zwei bis drei Vereinen ist es konkret. Sind die Löwen dabei?

Hinterberger: Sie haben sicher Verständnis dafür, dass wir keine Auskunft dazu geben.

1860-Winter-Transfers: Die ersten Gerüchte

Haben Sie denn für irgendeinen Spieler schon über Anfrage oder Austausch hinweg ein konkretes Angebot abgegeben?

Hinterberger: Zu allem, was konkret ist, werde ich mich nicht äußern. (lacht)

Neuer Versuch: Eine Option ist auch Sonny Kittel von Frankfurt, spätestens für Sommer. Haben Sie abgeklopft, ob er im Winter zu bekommen ist?

Hinterberger: Sonny Kittel ist ein junger Spieler, allerdings war er auch schon sehr viel verletzt. Er ist einer von den Spielern, mit dem wir uns beschäftigen.

Ein nachweislich gutes Talent ist auch Peniel Mlapa. Haben Sie sich von ihm schon eine Absage eingeholt?

Hinterberger: Peniel Mlapa ist keine realistische Option. Wir reden hier von einem Bundesliga-Profi, der bei einem deutschen Spitzenklub unter Vertrag steht. Das ist deshalb aus verschiedenen Hinsichten nicht realistisch.

Zur warmen Mahlzeit einmal täglich würde ich ihn zur Not noch einladen.

Hinterberger: Das wird wohl nicht reichen.

Wann wird es einen Durchbruch in Sachen Neuzugänge geben?

Hinterberger: Das kann man nie so genau sagen, aber es besteht ja auch kein Grund zu Hektik. Ich denke, Entscheidungen werden eher im Januar fallen.

Ich vermute, Sie werden keinen Südamerikaner holen, sondern eher einen, der Deutschland oder Mitteleuropa kennt.

Hinterberger: Das Land spielt eigentlich keine Rolle. Man muss sehen: Wer ist auf dem Markt, wer ist eine gute Verstärkung, wen können wir uns leisten? Das sind die Hauptfaktoren. Natürlich ist es gut, wenn man sich auch die weichen Faktoren aussuchen kann. Klar, dann erhält ein junger deutscher Nationalspieler den Vorzug.

Inwieweit sind Abgänge im Winter denkbar? Es gab Gerüchte etwa um Stephan Hain.

Hinterberger: Abgänge sind nicht ausgeschlossen. Auch in dieser Richtung gibt es das ein oder andere Gespräch. Es muss passen.

Tomasov? Hain? Eicher?

Hinterberger: Der Trainer und ich wissen, wo wir gesprächsbereit sind und wo nicht. Es gibt auch Spieler, für die Anfragen da sind und bei denen wir überhaupt nicht gesprächsbereit sind.

Interview: Armin Linder

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