Kein Verständnis für forsche Töne

Funkel kritisiert Moniz-Aussage

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Friedhelm Funkel war rund sieben Monate bei den Löwen als Trainer tätig. Sein auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert.

München - Die Lage der Löwen in der 2. Bundesliga ist nach den zwei Auftaktniederlagen brenzlig. Von Ex-Trainer Friedhelm Funkel gibt es darüber hinaus kritische Worte.

Neue Saison, altes Chaos. Die Löwen kommen einfach nicht zu Ruhe. Nach zwei Auftaktneiderlagen in der Liga gegen Kaiserslautern (2:3) und gegen die Bullen aus Leipzig (0:3) konnte man zwar wenigstens durch den DFB-Pokal-Sieg gegen Holstein Kiel (2:1) für ein wenig Ruhe sorgen. Ein wichtiger Sieg fürs Selbstbewusstsein!

Doch viel Zeit bleibt nicht bis zum nächsten Prüfstein. Am Freitag geht es zum Aufsteiger 1. FC Heidenheim und nächste Woche kommt Darmstadt 98 in die Allianz Arena. Die Aufgaben scheinen machbar - jedoch zählen ab jetzt nur Siege. Der Druck auf den Schultern von Löwen-Trainer Ricardo Moniz ist entsprechend groß. Einer, der diese Situation nur zu gut kennt ist Friedhelm Funkel. Der Ex-1860-Coach äußerte sich gegenüber der Sport Bild  zur derzeitigen Lage bei seinem ehemaligen Verein und weiß, wie schwierig es für Moniz werden kann. "Gegen die Aufsteiger müssen sie punkten. Sonst ist bei 1860 schnell Feuer drin - bei diesem Klub kommt immer schnell Unruhe auf", sagte er.

Funkel kritisiert Moniz-Aussage

Funkel hat selbst erlebt, wie schnell Chaos bei 1860 ausbrechen kann. Er weiß, dass der Trainer-Stuhl schnell wackeln kann, wenn die Erfolge ausbleiben. Doch er sieht auch einen großen Fehler, den Ricardo Moniz noch während der Vorbereitung gemacht hat. "Wir werden Meister", hatte Moniz vor der Saison etwas übermütig verlauten lassen. Für Funkel unverständlich: "Dadurch, dass man den Aufstieg als Ziel erklärt, setzt man sich besonders in diesem Umfeld sehr unter Druck." 
Druck, der für Funkel selbst zum Verhängnis wurde. Sein Einjahres-Vertrag war in der Vorsaison von den Löwen nicht mehr verlängert worden.

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