Beim ausverkauften Saisonfinale

Fröhling muss sein Team umbauen - wer packt den Druck?

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Moritz Volz (l.) fehlt derzeit wegen eines Magen-Darm-Infekts – wird er bis Sonntag fit?

München - Wie wird Torsten Fröhling seine Mannschaft beim ausverkauften Saisonfinale in Karlsruhe (So., 15.30 Uhr) umbauen? Nach dem Ausfall von Gui Vallori und den Gelbsperren für Gary Kagelmacher und Valdet Rama steht der Coach vor einer kniffligen Aufgabe – vor allem in der Defensive.

Die Viererkette mit Kagelmacher, Vallori, Chris Schindler und Jannik Bandowski lief zuletzt fünfmal in Folge auf. Jetzt gilt es zwei Glieder zu ersetzen. Die wahrscheinliche Variante für das Abwehrzentrum anstelle von Vallori ist Kai Bülow. Zuletzt stand der 28-Jährige bei der 0:2-Niederlage am 28. Spieltag in Braunschweig in der Startelf – ebenfalls für Vallori.

Hinten rechts stellt sich das nicht so klar dar. Martin Angha wäre ein Kandidat, der Schweizer wartet seit dem 1:1 am 26. Spieltag gegen Aalen auf einen Einsatz – es war Anghas einziger unter Trainer Fröhling. Eine erfahrene Alternative wäre Moritz Volz – sofern er bis Sonntag fit ist. Der 32-Jährige konnte am Montag und Dienstag wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht trainieren. Vielleicht wäre er für das „Finale“ aber genau der Richtige. Schon vor Wochen sagte Fröhling über Volz: „Es sind Typen gefragt. Dazu gehört Volzy auch.“ Möglich wäre es auch, Bandowski auf die rechte Seite zu ziehen und Wittek links zu bringen – die ganz junge Variante.

"Alles dafür tun, dass die Quälerei nicht umsonst war"

Bliebe das offensive Mittelfeld. Gegen Nürnberg lief Krisztian Simon rechts auf, Wittek links, der nun gesperrte Rama als Rautenspitze. Für den Albaner könnte Korbinian Vollmann ins Team rücken, der zuletzt nur noch zu Joker-Einsätzen kam. Denkbar wäre auch, Daniel Adlung nach vorne zu ziehen und ihn auf der Doppel-Sechs durch Julian Weigl zu ersetzen. Ganz vorne wird wohl der gegen Nürnberg gesperrte Rubin Okotie den Spanier Rodri wieder aus der Startelf verdrängen und die Chance erhalten, seinen Torriecher unter Beweis zu stellen.

Er müsse den in Frage kommenden Spielern „in die Augen gucken“, um zu erkennen, wie sie mit der Situation klarkämen, sagte Fröhling gestern nach dem Vormittagstraining. Den Willen, wie ihn zuletzt der kreuzbandverletzte Vallori zeigte, erwartet Fröhling am Sonntag von jedem Spieler: „Wir müssen alles, wirklich alles dafür tun, dass die Quälerei nicht umsonst war. Jeder muss sich reinarbeiten und zeigen, dass er mit dem Druck klarkommt.“

Was er von der Aktion seines Kollegen Tomas Oral halte, der die Mannschaft des FSV Frankfurt durch eine Waschanlage gehen ließ, um sie von der Vergangenheit „reinzuwaschen“? Fröhling trocken: „Das ist ganz witzig. Aber ich finde, wir wurden vom Regen heute genug gewaschen.“

mg, lk

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