Tarife werden teurer

Fröhling stellt Knigge für die Löwen auf

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Was für Großkopferte? Daniel Adlung versucht sich in Bad Häring an einem überdimensionalen Spielgerät.

Bad Häring – Gute Stimmung im Team, das ist für 1860-Trainer Torsten Fröhling eine Grundvoraussetzung für Erfolg. Genauso wie ein paar Verhaltensregeln. Der Löwen-Knigge!

Torsten Fröhling wirkte am Dienstag deutlich entspannter als noch am Montag. Fast beschwingt ließ sich der Löwen-Coach nach dem Vormittagstraining in einen Hotelsessel fallen.

Seine positive Grundstimmung könnte damit zusammenhängen, dass die Ankunft eines neuen Spielers in Aussicht gestellt wurde. Fröhling war aber auch mit dem sportlichen Vortrag zufrieden. Trotz der Gluthitze hätten sich alle Spieler „reingekniet, gemacht, nachgefragt und sich gegenseitig gepusht“.

Gute Stimmung also im Team – für Fröhling eine Grundvoraussetzung für Erfolg. Genauso wie ein paar Verhaltensregeln, die er der Mannschaft am Abend vermittelt hatte. „Ich hab extra gewartet, bis auch die Nationalspieler da sind, damit’s nachher keine Ausreden gibt von wegen: Ich hab’s nicht gehört.“ Was er den Spielern auf den Weg gegeben hat, war ein kleiner Fußballer-Knigge: „Pünktlichkeit, Disziplin, Auftreten auf dem Platz und im Hotel, solche Sachen.“

Die Strafen bei Verstößen wird wie gewohnt Kai Bülow eintreiben. Fröhling: „Tarife gibt’s noch nicht, aber sie werden teuer.“ Thematisiert hat der Trainer auch das Sich-zur-Schau-Stellen der Profis im Internet: „Sie können das machen, aber sie müssen aufpassen, was sie da reinsetzen. Damit sie sich nachher nicht erschrecken. Wir leben in einer medialen Welt, da sollen sie nicht so blauäugig sein.“

Froh ist Fröhling auch, dass die Gruppe in Bad Häring von 22 auf 24 Spieler aufgestockt wird: Die U-21-Talente Felix Weber (20, Abwehr) und Nico Karger (22, Linksaußen) stoßen heute dazu. Hat den Vorteil, dass im Training kein Keeper Rechtsverteidiger spielen muss – wie zuletzt Vitus Eicher.

Löwen kicken im Trainingsspiel mit Gymnastikball - Bilder

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Ein guter Tag also für Fröhling. Auch weil er selber ein sportliches Erfolgserlebnis hatte: Den steilen Berg von Kirchbichl hoch zum Hotel bewältigte der 48-Jährige auf dem Fahrrad. Zwar als Letzter, aber er sieht es so: „Ich bin froh, dass ich nicht noch am Schieben bin. Ich bin ein fauler Sack geworden."

ulk

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