Verein setzt auf Nachwuchs-Förderung

FT Freiham will mit FC Bayern und TSV 1860 konkurrieren

Gute Laune gehört zum Training dazu. Verantwortlich dafür sind bei der neu gegründeten FT Freiham die Trainer David Schneider (l.) und Benny Kauffmann. 
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Gute Laune gehört zum Training dazu. Verantwortlich dafür sind bei der neu gegründeten FT Freiham die Trainer David Schneider (l.) und Benny Kauffmann. 

Die FT Freiham wurde im Januar 2019 gegründet. Der neue Fußball-Klub möchte eine Alternative für die Nachwuchsleistungszentren der Profi-Vereine anbieten.

Freiham – Nur wenige Kilometer jenseits der Landkreisgrenze entwickelt sich ein neuer Fußballverein. Er will im Jugendbereich in Konkurrenz mit den großen Nachwuchsleistungszentren treten. Für talentierte Nachwuchskicker aus der Region ist die FT Freiham eine neue Alternative zu den bestehenden Förderzentren. Ziel des erst im Januar 2019 gegründeten Vereins ist es, Mannschaften von den Bambinis bis zu den Herrenmannschaften aufzubauen und zu etablieren.

David Schneider ist als hauptamtlicher Trainer auch für die Vereinsführung zuständig. Der 31-Jährige, der bereits als Trainer beim FC Nürnberg und bei der SpVgg Unterhaching in den jeweiligen Nachwuchs-Leistungs-Zentren (NLZ) tätig war, arbeitet seit 2012 in Vollzeit im Jugendfußball. Zudem war er zehn Jahre Übungsleiter an Eliteschulen des DFB.

FT Freiham will Spieler „auf eine Karriere im Leistungssport vorbereiten“

Der noch junge Verein hat große Ziele. Man hat sich vorgenommen, die Nische zwischen den Nachwuchsleistungszentren und dem lokalen Amateursport zu besetzen. Junge Fußballer sollen konstant auf hohem sportlichen sowie sozialem Niveau ausgebildet werden. „Wir wollen sie dadurch langfristig an den Sport binden und sie auf eine Karriere im Leistungssport vorbereiten“, erklärt Schneider. Doch auch die schulische Ausbildung der Nachwuchs-Kicker dürfe nicht zu kurz kommen. Geplant sind Projekte mit Schulen, die sich nicht nur auf den Fußball beziehen.

Nachdem sich ein Spieler einmal für die FT entschieden hat, trennen sich die Wege nur bei grober Verletzung des Wertekodex der FTF oder auf eigenen Wunsch. „Wir werden keine Spieler aus sportlichen Gründen aussortieren“, verspricht Schneider. Dass die Arbeit bereits erste Früchte trägt, beweist die Tatsache, dass bereits vier Spieler von Verantwortlichen der NLZs angesprochen wurden.

FT Freiham: Kooperation mit der MFS

Die Idee soll aber nicht nur in München umgesetzt werden. Vielmehr will man Standorte in ganz Deutschland aufbauen. Dabei setzen die Verantwortlichen von Anfang an auf Qualität. „Weil wir das bestmögliche, ballorientierte Training sicherstellen wollen, haben wir uns für die renommierte Münchner Fußball Schule (MFS) als sportlichen Kooperationspartner entschieden“, sagt Schneider. Deshalb könne der Verein sofort eine exzellente Trainingsqualität garantieren, so der Trainer.

Auch Fußballlehrer ohne direkten Bezug zur MFS geben in Freiham ihr Wissen an den Nachwuchs weiter. Mit Ex-Profi Benny Kauffmann hat der Verein bereits einen sehr erfahrenen Fußballer als Trainer gewinnen können. Kauffmann spielt derzeit beim Bayernliga-Spitzenreiter FC Pipinsried und arbeitet zusätzlich für die MFS.

Optimale Rahmenbedingungen im Westen von München

Um die ehrgeizigen Ziele umsetzen zu können, braucht es neben den Trainern auch eine funktionierende Infrastruktur. Die finden die Fußball-Talente in dem neuen Sportpark Freiham. In direkter Nähe zur S-Bahn-Haltestelle Freiham entstand der Sportkomplex, der im Münchener Westen seinesgleichen sucht. 

Dieser Sportpark soll das neue Zuhause des Vereins werden. Mit drei Kunstrasenplätzen, zwei Rasenspielfeldern, Mini-Courts sowie zwei Dreifachturnhallen stehen den Talenten dann optimale Rahmenbedingungen zur Verfügung, die eine hohe Ausbildungsqualität garantieren sollen. Bis September soll die Anlage schrittweise freigegeben werden.

(BRUNO HAELKE)

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