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1860: Personalkarussell dreht sich

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Das 1860-Personalkarussell dreht sich © dpa

München - Großes Aussortieren beim TSV 1860: Wie der Verein in einer Pressemitteilung bekannt gab, müssen gleich fünf Löwen-Spieler gehen. Zwei Team-Mitglieder haben verlängert.

Sportdirektor Miki Stevic und die anderen Löwen-Verantwortlichen haben alle Hände voll zu tun - und bei der Kader-Planung erste Nägel mit Köpfen gemacht!

Das Donnerstags-Training war für fünf Spieler das letzte im Löwen-Dress. Das teilte der Verein am Freitagvormittag mit.

Sascha Rösler

"Mit Sascha Rösler konnten sich die Löwen nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen", heißt es in der Pressemitteilung knapp. "Es ging um wirtschaftliche Dinge", konkretisiert sein Berater Dirk Lips.

Der Berater weiter: "Sportlich wollte man ihn zwar halten, und ein Einjahresvertrag wäre okay für ihn gewesen. Aber wirtschaftlich kam man nicht zusammen. Es war trotzdem eine faire Geschichte."

Man werde sich nun nach einem neuen Verein in der 2. Bundesliga für Rösler umsehen. Konkret verhandelt habe man bislang nur mit den Löwen, so Lips. "Wir haben keinen Plan B."

Allerdings: Rösler, sein Berater und Augsburgs Manager Andreas Rettig wurden am 30. April bei einem Drittliga-Spiel beim angeregten Gespräch auf der Tribüne beobachtet. Vielleicht erinnert sich ja FCA-Coach Jos Luhukay daran, dass er mit Rösler (damals bei Mönchengladbach) schon einmal aufgestiegen ist.

Löwen-Momente aus Sicht der Fans

Marcos Antonio

Als "Mini-Zé-Roberto" wurde er vorgestellt, als Enttäuschung geht er. Wenig überraschend: Die Löwen lassen die Option auf den Leihspieler (fünf Saisonspiele) verstreichen.

Radhouène FelhiEtwas weniger naheliegend: Auch Radhouène Felhi verlässt den Verein definitiv. Sportlich hätte man ihn vielleicht halten wollen - der Tunesier ließ zwar oft Schnelligkeit vermissen, bewies aber ein gutes Auge. Die 700.000 Euro festgelegte Ablösesumme, die vertraglich für eine Fest-Verpflichtung des Leih-Tunesiers festgelegt waren, waren aber einfach zu viel. Am Ende fand man auch keinen Kompromiss.

Torben Hoffmann

Jetzt ist es ganz offiziell: Der Abwehr-Routinier (223 Spiele für die Löwen), der ja bereits verabschiedet wurde, erhält erwartungsgemäß keinen neuen Vertrag. Als Spieler für die zweite Mannschaft mit Aussicht auf einen Trainer-Job wollte man Hoffmann auch nicht behalten.

Also geht er eben und will seine Karriere bei einem anderen Verein fortsetzen. "Ich habe Kontakt zu mehreren Zweit- und Drittligisten", sagt sein Berater Steffen Schneekloth "Wenns es bei Unterhaching die Konstellation gibt, dass man sportliche Ziele hat, wäre das seine erste Option." Ein Verein in Bayern wäre Hoffmann wegen seiner Familie am liebsten. Nach Informationen von tz-online hat auch Wacker Burghausen seine Fühler nach dem 35-Jährigen ausgestreckt.

Die Löwen-Stars privat

Michael Hofmann

Auch der Torwart-Routinier verlässt die Sechziger. Er beendet seine aktive Karriere. "Ob der 37-jährige dem TSV 1860 in anderer Funktion erhalten bleibt, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch offen", heißt es in einer Mitteilung.

Zwei verlängern

Zwei aus dem Trainerteam bleiben den Löwen erhalten: Co-Trainer Bernhard Winkler und Torwarttrainer Jürgen Wittmann haben ihre Verträge jeweils um ein Jahr bis 30. Juni 2011 verlängert.

Nackte Tatsachen im Fußball-Stadion

Strecke

Noch keine Neuzugänge

Anders als die meisten anderen Zweitligisten haben die Löwen noch nicht auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Im Gespräch sind unter anderem Offensiv-Wirbelwind Savio Nsereko (Bologna), Rechtsverteidiger Daniel Dunst (Wiener Neustadt) und die Innenverteidiger Daniel Reiche (VfL Wolfsburg II) und Ermin Bicakcic (VfB Stuttgart II). Bald soll der erste Vollzug vermeldet werden.

al.

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