Ex-1860-Keeper schreibt über Kontaktaufnahme

Király: "Die Löwen wollten mich zurückholen"

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Gabor Király.

Szombathely - Hat der stark abstiegsbedrohte TSV 1860 einen Hilferuf in Richtung Ungarn abgesetzt? Ex-Löwen-Keeper Gabor Király berichtet in einem persönlichen Jahresrückblick auf seiner Internet-Homepage kiralygabor.eu jedenfalls von einer Kontaktaufnahme:

„Unsere Erfolge mit der Nationalmannschaft, der erfolgreiche Kampf um die EM-Qualifikation haben den ungarischen Fußball wieder zurück ins Rampenlicht gebracht. Das ist wohl auch 1860 aufgefallen. Sie haben mich vor kurzem kontaktiert und gefragt, ob ich mithelfen will, den Abstieg zu verhindern. Es war eine Ehre für mich, gefragt zu werden, aber meine Karriere im Ausland ist beendet.“

Király, 39, spielt nach der Zwischenstation Fulham nun in der ersten ungarischen Liga für seinen Heimatverein Haladas . 1860-Sportchef Oliver Kreuzer war am Sonntag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Während die Löwen-Profis noch bis zum 7. Januar im Urlaub weilen - und über die ungewisse Zukunft ihres Arbeitgebers nachdenken werden -, macht sich Finanzier Hasan Ismaik Gedanken über einen Investoren-Neustart in England. Gegenüber dem "Daily Telegraph" sagte der Jordanier: „Aufgrund der Probleme, die wir in Deutschland haben, bereuen wir es schon etwas, dass wir nicht nach England gegangen sind und wir wollen das nun nachholen und einen Verein kaufen und in diesem Land investieren, in dem Fußball so aufregend ist.“

Bei 1860 ist höchstens noch die Klubpolitik aufregend, auch dank Ismaiks Zutun. „Der englische Fußball“, sagt er, „ist voller Teams mit einer großen Geschichte und die Liga ist unglaublich. Dazu gibt es noch eine große Unterstützung vom Verband (keine 50+1-Regel, d. Red.) für die kleinen Teams und Investoren.“ Er fühle sich in München nicht besonders wertgeschätzt für seine inzwischen investierten gut 38 Millionen Euro. „Wir wollen auch dorthin gehen, wo wir mehr Respekt entgegen gebracht bekommen. Wir möchten einen Verein besitzen, bei dem wir vorankommen. Auch als Team.“

Seine Zukunft - oder eher die seines Geldes - sieht Ismaik also eher auf der Insel als an der Isar. „Es könnte einen Monat dauern oder auch drei Jahre. Aber über kurz oder lang wollen wir bei einem Verein in England investieren.“

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