Abwehrspieler Kagelmacher

Gary: "Die Tabellensituation bringt mich um"

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Gary Kagelmacher: zweifacher Torschütze gegen den SV Sandhausen.

München - Nach seiner durchwachsenen Hinrunde hat sich Gary Kagelmacher in die Startelf des TSV 1860 München zurück gekämpft. Gleichzeitig warnt er vor zu viel Rechnereien im Abstiegskampf.

Von vielen wurde Gary Kagelmacher gegen Ende der Hinrunde bereits als weiterer Fehleinkauf von Sportchef Gerhard Poschner abgestempelt und seine Verbannung auf die Ersatzbank ausdrücklich begrüßt. Zu oft wirkte er als Unsicherheitsfaktor in der Defensive und mit dem Niveau der 2. Liga überfordert. Doch der Uruguayer, der nach der blamablen 1:4-Klatsche in Aue zwischen dem 11. und dem 16. Spieltag nicht mehr in die Startaufstellung berufen wurde, scheint sich akklimatisiert zu haben und hat sich seinen Stammplatz endgültig zurückgeholt. Formtief und der "Zöpferl"-Streit mit Gabor Kiraly - beides maßgeblich für seinen schweren Start in München verantwortlich - scheinen vergessen.

Seit dem Unentschieden in Darmstadt spielt Kagelmacher nun anstelle von Martin Angha auf der rechten Abwehrseite der Viererkette - und wusste dort durchaus zu überzeugen. Gegen Ingolstadt war er der Spieler mit den meisten Ballkontakten und der besten Zweikampfquote in den Reihen der Löwen, gegen Sandhausen zuletzt sogar als zweifacher Torschütze erfolgreich. "Die beiden Tore hätte ich aber sofort gegen einen Sieg eingetauscht" meint der Uruguayer in der Bild zu seinem Tordebüt im Löwendress. Auch Torsten Fröhling freut sich über die aufsteigende Form des 26-jährigen und unterstreicht seine Bedeutung für die Mannschaft. "Gary kann die anderen mitreißen, er ist ein Leader, so wie wir einen brauchen"

Doch dass das Ziel Nichtabstieg mit der Niederlage gegen den SV Sandhausen einen ordentlichen Dämpfer erhalten hat, ist auch dem einstigen Spieler von Real Madrid klar. "Die Tabellensituation bringt mich um. Aber ich glaube an den Klassenerhalt bis zum letzten Tag. Das habe ich beim Abstieg mit Valenciennes (sein vorheriger Club Anm. d. Red.) gelernt. Da hatten wir ein Kopfproblem, weil wir zu viel gerechnet haben."

Den Fehler will Kagelmacher mit dem TSV 1860 München nun nicht wiederholen. Am Freitag bietet sich gegen die schwächelnden Fürther die nächste Gelegenheit Big Points im Abstiegskampf zu sammeln. "Für mich zählt das Jetzt", betont Kagelmacher. "Ich hatte versprochen, mich für die Löwen zu zerreißen, und das tue ich. Zur Not spiele ich auch als Stürmer."

ep

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