Der Uru über Real, Barça & die Löwen

Gary Kagelmacher verrät: Darum bringt's Sechzig!

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Gary Kagelmacher.

Waidring - Große Anpassungsprobleme dürfte es für Gary Kagelmacher nicht geben bei den Löwen, die er übrigens Erstligaangeboten aus Spanien und Frankreich vorgezogen hat.

Auf dem Trainingsplatz ist er auch aus großer Entfernung gut zu erkennen. Gary Kagelmacher hat die Hose immer so weit es nur geht in den Schritt hochgezogen. Sieht etwas ulkig aus, „aber ich mag es so“, sagt er, „da fühle ich mich wohler. Beim Spiel mache ich das natürlich nicht.“ Der 26-jährige Abwehrmann aus Uruguay erzählt das in recht gutem Deutsch, schließlich hat er in seiner Heimat auf der Schule zehn Jahre lang die Sprache gelernt. „Mein Vater, der aus Deutschland stammt, wollte das so“, sagt Kagelmacher, „obwohl er selbst schon mit fünf, sechs Jahren nach Uruguay gezogen ist.“

Große Anpassungsprobleme dürfte es für den „Uru“ also nicht geben bei seinem neuen Klub, den er übrigens Erstligaangeboten aus Spanien und Frankreich vorgezogen hat. Warum? Kagelmacher: „Weil 1860 große Ziele hat. In erster Linie natürlich erst mal den Aufstieg. Das heißt, dass du viele Spiele gewinnen musst. Und ich will immer gewinnen. Ich hätte nach Almeria in die erste spanische Liga gehen können, zu einem Abstiegskandidaten. Gut, du könntest dann sagen, ich spiele gegen Barcelona und Real Madrid. Aber ist das schön, wenn du dann vielleicht 0:6 verlierst?“

Negativerlebnisse hatte Kagelmacher in der vergangenen Saison genug, als er mit dem französischen Erstligisten Valenciennes abgestiegen ist – die braucht er nicht mehr. Bei Real Madrid stand er aber auch schon mal unter Vertrag. Ein Spiel in der Primera Divison sprang für ihn heraus, nachdem er mit 18 zu den Königlichen gewechselt war. „Aber es war eine tolle Erfahrung“, sagt er, „du trainierst mit Spielern wie Cannavaro, Raul oder Ramos, hast Trainer wie Bernd Schuster und Pellegrini. Das bringt dir schon was.“ Auf seinem Trikot stand damals übrigens nur „Gary“, sein Vorname. „Die Spanier können Kagelmacher nämlich nicht aussprechen“, sagt er schmunzelnd, „aber bei 1860 steht natürlich wieder mein Nachname drauf.“

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Neben dem Aufstieg mit den Löwen hat der Abwehrmann noch ein anderes Ziel ins Auge gefasst: „Ich will den Sprung in die uruguayische Nationalmannschaft schaffen. Ich glaube, ich bin noch nicht zu alt für dieses Vorhaben.“ Dann würde er wieder auf Leute wie Edison Cavani und Luis Suarez treffen, mit denen er vor etlichen Jahren bereits in den U-Mannschaften der „Urus“ zusammengespielt hat. Was sagt Kagelmacher eigentlich zum WM-Beißer? „Na ja. Wir haben eben diese Mentalität, die immer zwischen gut und böse schwankt...“

Übrigens: Zu Verwandtenbesuchen hat es der Südamerikaner nicht weit. „Eine Tante von mir wohnt in Stuttgart“, sagt er. Wichtiger ist ihm aber, dass seine Frau Christin und die zwei Monate alte Tochter Ava bald eintreffen.

tz

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