1860-Delegiertenversammlung am Dienstag

Mayrhofer: Rote Karte für Kläger Kirmaier!

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Ungültige Wahl: Gerhard Mayrhofer im Juli 2013 .

München - Es wird ernst für Gerhard Mayrhofer und den TSV 1860. Wie aus Delegiertenkreisen zu vernehmen war, deutet alles auf eine Bestätigung Mayrhofers als Präsident hin.

Es ist angerichtet. Am Dienstagabend ab 18.30 Uhr (Wir berichten im Live-­Ticker) will sich 1860-Notvorstand Gerhard Mayrhofer von den 218 Vereinsdelegierten als Löwen-Präsident bestätigen lassen. Der 52-jährige Unternehmensberater hofft auf Zustimmung im Kulturzentrum Taufkirchen. „Es würde uns freuen, wenn endlich Ruhe reinkommen würde. Es geht um Rechtssicherheit für den TSV 1860“, sagte Mayrhofer zur tz.

Wie aus Delegiertenkreisen zu vernehmen war, deutet alles auf eine Bestätigung Mayrhofers als Präsident hin. Zwar werde es aufgrund der sportlich unerfreulichen Entwicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Denkzettel für den Oberlöwen geben, eine Ablehnung sei ob des drohenden Chaos allerdings nicht zu erwarten.

Als „ein Stück aus Absurdistan“ hatte das ehemalige O2- und Vodafone-Vorstandsmitglied am Sonntagabend in der BR-Sendung Blickpunkt Sport die Klagen des inzwischen ausgeschlossenen 1860-Mitglieds Helmut Kirmaier bezeichnet. „Keiner weiß so richtig, was der Kläger damit erreichen will. Wir sind vor mehr als einem Jahr von circa 1000 anwesenden Mitgliedern mit 96 Prozent der Stimmen gewählt worden. Eigentlich gibt’s daran nichts zu rütteln.“ Gab’s zu Mayrhofers Verdruss aber doch.

Das Landgericht München I gab Kirmaier, der gegen die Wahl des Präsidiums geklagt hatte, im vergangenen Sommer Recht. Dabei war es darum gegangen, ob der vom damaligen Aufsichtsrat bestellte und von den Delegierten abgeschmetterte „Präsident“ Hep Monatzeder das Recht hatte, zur Mitgliederversammlung am 14. Juli 2013 einzuladen. Richterin Christina Weitnauer entschied schließlich, dass sämtliche in der Versammlung gefassten Beschlüsse und Wahlen „ungültig und nichtig“ seien, also auch Mayrhofers Wahl zum 1860 Präsidenten.

Nun wird die Uhr quasi zurückgedreht. Ob er nervös sei? „Nein. Auch weil ich nicht die Bewerbung als Präsident im Vordergrund sehe. Sondern die Absicht der Delegierten, Herrn Kirmaier endgültig die Rote Karte zu zeigen“, sagte Mayrhofer dem Münchner Merkur (hier geht's zum kompletten Interview). Stellt sich die Frage, ob auch die Beschlüsse der Delegiertenversammlung anfechtbar sind. Laut Kirmaiers Anwalt Heinz Veauthier ist der Fall klar: „Alle Beschlüsse werden mit Sicherheit Gegenstand einer gerichtlichen Verhandlung sein.“ Mayrhofer sagte dazu am Sonntag im BR: „Es kann durchaus sein, dass es wieder irgendwo eine Problematik gibt. Da kann man nie wirklich sicher sein. Ich glaube nicht, dass es irgendeine Satzung von irgendeinem Verein in Deutschland gibt, die 100 Prozent wasserdicht ist.“

lk

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