Gespräche mit potenziellen Zugängen

Poschner weiter für 1860 aktiv? Das sagen die Geschäftsführer

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Hat er weiter ein Ohr für die Löwen? Gerhard Poschner soll auch nach seinem Rücktritt Verhandlungen für 1860 führen.

München – Gerhard Poschner ist Vergangenheit bei den Löwen – zumindest offiziell. Doch der Ex-Sportchef soll heimlich weiter für die Giesinger arbeiten. Wie kann das sein?

In seinen letzten Wochen als Sechzig-Sportdirektor hat Gerhard Poschner einige Transfers auf den Weg gebracht. Nun führt der Ex-Profi anscheinend die Verhandlungen mit diversen Kandidaten fort – trotz seines Rücktritts Ende Juli. Kein Witz: Laut Kicker bauen die Löwen bei den Gesprächen mit potenziellen Verstärkungen auf den quasi vom Hof gejagten 45-Jährigen. Verrückte Sechzig-Welt ...

Löwen wollen Ruhe bewahren

Poschner soll dabei seinem Nachfolger als Geschäftsführer Sport Noor Basha zur Seite stehen. Basha und Geschäftsführer-Kollege Markus Rejek widersprechen dem allerdings: "Gerhard Poschner war seit Beendigung der Zusammenarbeit nicht mehr für die Löwen tätig." Der neue Sportdirektor Necat Aygün bekräftigt: "Natürlich war ich aufgrund meiner Aufgabe als Scout bereits vorher in mögliche Transfers involviert." Folglich bräuchte es keine Unterstützung seitens Poschner mehr.

Aygün glaubt an eine „Chance“, sich durch gute Arbeit als längerfristige Lösung für 1860 zu empfehlen. Nach einer schnellen Nachfolge sieht es ohnehin nicht aus. „Diese Personalie ist zu wichtig, um sie im Schnellverfahren zu erledigen“, sagte Interimspräsident Sigi Schneider im Kicker. Gehandelt wurden bislang Manfred Paula, Benno Möhlmann und Christian Ziege. Nicht zu vergessen Felix Magath, dessen Name seit Wochen über allem bei Sechzig schwebt.

Recht große Fische an der Angel

Jedenfalls: Völlig abwegig erscheint Poschners weitere Mitarbeit nicht. Immerhin könnte er den Blauen zwei – reichlich verspätete – Abschiedsgeschenke bescheren. Mit dem bei Werder Bremen ausgemusterten Spielgestalter Ludovic Obraniak und Flügelstürmer Mohamed Gouaida vom Hamburger SV hatte der ehemalige Mittelfeldspieler wohl zwei recht große Fische an der Angel.

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Poschner könnte also im Hintergrund für die Sechzger die Fäden ziehen. So weit, so kurios. Doch dass diese vermeintliche geheime Mission überhaupt an die Öffentlichkeit gelangt, passt ins Löwen-Jahr 2015. Immerhin musste Poschner seinen Vertrag spätestens in der vergangenen Woche außerordentlich kündigen, um gesetzliche Fristen nach seiner Degradierung zum Sportdirektor zu wahren. Dennoch hat er das Kapitel 1860 wohl längst noch nicht geschlossen.

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