Trainerdiskussion beendet

Poschner: Fröhling bleibt!

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Arbeiten wohl auch künftig zusammen: 1860-Trainer Torsten Fröhling und Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner.

München - 1860-Sportchef Gerhard Poschner bastelt derzeit am Kader für die Kommende Saison. Ein Wunschspieler hat bereits abgesagt. Dafür herrscht in der Trainerfrage offiziell Klarheit.

Die Sitzung von Präsidium und Verwaltungsrat am Mittwochabend hat offenbar keine neue Sachlage beim TSV 1860 geschaffen. Präsident Gerhard Mayrhofer wollte zwar am Donnerstag auf Nachfrage der tz keine Auskunft darüber geben, wie man verblieben sei. Aber dass sich die beiden Gremien, wie eventuell zu vermuten gewesen wäre, über den Kopf von Investor Hasan Ismaik hinweg für eine Trennung von Sportchef Gerhard Poschner entschieden hätten, ist wohl aktuell nicht der Fall. Denn Poschner saß auch am Donnerstag in der Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße und beschäftigte sich mit Transfers.

Einer ist am Donnerstag geplatzt. Aus der Rückkehr von Daniel Halfar wird nichts. Poschner: "Daniel und sein Berater haben mich am Vormittag angerufen und abgesagt." Halfar wechselt zum 1. FC Kaiserslautern, ebenfalls ein Ex-Klub von ihm. "Die Umstände bei 1860", so Poschner, hätten den Transfer verhindert. Als da wären? "Wenn du bis auf den letzten Drücker um deinen A… spielst, dann kannst du erst spät in Verhandlungen einsteigen", sagt Poschner, der außerdem einräumt, dass die derzeitige Außendarstellung des Vereins "mit Sicherheit auch keine Hilfe war. Und der Faktor Dominique Heintz, der von Lautern nach Köln wechselt, spielt beim Halfar-Transfer sicherlich auch eine Rolle."

Mit Torsten Fröhling dagegen sei in Sachen Vertragsverlängerung so gut wie alles klar. "Das wird jetzt dann über die Bühne gehen", erklärte Poschner. "Das ist ein klarer Wunsch von ihm und von mir." Noch nicht klar sei allerdings die Laufzeit des neuen Vertrages. Poschner: "Darüber sprechen wir noch."

Sprechen, das will auch Günter Netzer, seines Zeichens Geschäftsführer beim Vermarkter Infront, mit dem der TSV 1860 einen Vertrag über 13 Jahre abgeschlossen hat. Das chaotische Bild, das der Verein von der Grünwalder Straße derzeit abgibt, passt dem Schweizer Unternehmen offenbar überhaupt nicht in den Kram. Wie die SZ berichtet, habe Infront bereits einen Kandidaten in Aussicht, der im Falle einer Entlassung Poschners als Sport-Geschäftsführer bereitstehe. Netzer zur tz: „Ich werde in der nächsten Zeit das Gespräch mit den Verantwortlichen bei 1860 suchen. Für alles weitere ist es noch zu früh. Es gilt, sich ein ausgiebiges Bild von der Situation zu machen.“ Und wann? „Der Termin ist noch völlig offen“, sagte Netzer. Die Absprache erfolge in Abstimmung mit den Kollegen von Infront Germany sowie Mitarbeitern aus der Schweizer Zentrale.

cm, mic

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