Abstiegskampf

Glück für 1860 München? Für den KSC geht's um nichts mehr ...

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Glück für den TSV 1860 München im Absteigskampf? Für den Karlsruher SC geht's um nichts mehr.

München - Glück für den TSV 1860 München im Abstiegskampf? Für den Karlsruher SC geht's um nichts mehr. Und für die anderen Gegner auch nicht mehr.

Kurzfristig hatte Benno Möhlmann für den Freitag beim TSV 1860 München noch eine Änderung vorgenommen. Auch dieses Training fand im Geheimen statt. Eigentlich war vorgesehen, wie gewohnt nur die Abschlusseinheit am Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuhalten, aber die besonderen Umstände verlangen halt auch besondere Maßnahmen.

Zum Beispiel ist da die Tatsache, dass Möhlmann wegen Verletzungen und Sperren am Sonntag beim Karlsruher SC auf vier Sechser verzichten muss. Mit welcher Systemänderung der Coach dieses Handicap wettzumachen hofft, braucht ja niemand vorher zu sehen. Und schon gar nicht irgendein „Spion“ aus Karlsruhe. Um Standards einzuüben hätte es des geheimen Trainings allerdings nicht bedurft. Diese Variante beherrschen die Sechziger mittlerweile im Schlaf. Freistöße und Ecken von Michael Liendl führten in diesem Jahr schon reihenweise zu Treffern. Wie’s gemacht wird, weiß jeder. Nur verhindert wird’s fast nie.

Dass dieses Mittel allein nicht reicht, um erfolgreich zu sein, weiß Benno Möhlmann spätestens seit dem grottenschlechten Auftritt gegen Arminia Bielefeld, bei dem trotzdem noch ein 1:1 raussprang. Als „mutlos“ bezeichnete Sportchef Oliver Kreuzer vor zwei Wochen diese Darbietung, und auch Benno Möhlmann hat von Angsthasenfußball dieser Art die Nase voll.

„Wir sind jetzt gefordert voranzugehen“, sagte er und zählte auf, was er im Wildparkstadion von seiner Mannschaft erwartet: „Dass wir mit unserem Spiel die gegnerische Mannschaft beeindrucken. Dass wir die gegnerischen Fans beeindrucken. Und dass wir unsere eigenen Fans beeindrucken.“ Ganz schön viel auf einmal. Aber mit einer starken Leistung alles sofort erfüllbar.

Möhlmann: „Wir können den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen und das müssen wir hinkriegen.“ Wobei es der Spielplan auch ganz gut mit den Löwen meint. Für Karlsruhe geht es ebenso um nichts mehr wie demnächst für die Gegner aus Fürth und Braunschweig. Und wenn es in zwei Wochen zum Tabellenletzten nach Duisburg geht, könnte für den MSV die Hoffnung auf den Klassenerhalt ebenfalls schon erledigt sein.

Zuversicht gibt Möhlmann auch die Tatsache, dass er mit seiner Mannschaft zuletzt wieder unter vernünftigen Bedingungen trainieren konnte. Dem Frühling sei dank. „Der Rasen bei uns ist jetzt wieder besser“, freute er sich. „Wir konnten ja zeitweise gar keine Sicherheit im Training gewinnen, weil unter diesen Umständen erst gar nicht versucht wurde, ein Kombinationsspiel aufzuziehen.“ Wie viele Profivereine gibt es eigentlich in Deutschland, die mit solchen Problemen noch zu tun haben?

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