Werner Lorant: Retten ihn nun die Löwen-Fans?

Werner Lorant hat Geldprobleme
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Werner Lorant hat Geldprobleme

Landshut - Das Vollstreckungsgericht in Landshut gewährt dem Ex-Löwen-Trainer Werner Lorant eine zweiwöchige Gnadenfrist. Ein Benefizspiel und ein Job-Angebot versprechen Besserung.

Werner Lorant ist restlos pleite. Und genau darum hätte am Freitag auch seine Villa in Dorfen versteigert werden sollen. Eigentlich. Denn das Amtsgericht Landshut gewährt dem 61-Jährigen eine letzte Gnadenfrist – von 14 Tagen. Warum? Weil der TSV 1860 ja ein Benefizspiel für den armen Tropf plant – und zudem behauptet Lorant, dass er bald wieder einen Job habe.

Der überraschende Aufschub: Hintergrund dürfte zudem auch sein, dass der ehemalige Erfolgstrainer und sein Finanzberater in den letzten Tagen Gespräche mit der die Versteigerung betreibenden Stadt- und Kreissparkasse Erding-Dorfen führten. Das Thema: eine Umschuldung.

Lorant hatte, so Justizamtfrau Sylvia Maschlak vom Versteigerungsgericht, am Donnerstag per Fax die Aussetzung der Entscheidung über den Zuschlag beantragt und das Geldinstitut hatte ebenfalls per Fax dem Antrag zugestimmt. Ein möglicher Aspekt wird dabei sicher gewesen sein, dass der TSV 1860 angekündigt hat, Lorant zu helfen. Heißt: Es käme wieder Geld für Lorants Haus rein, falls die Zuschauerzahlen beim Spiel stimmen.

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Lorant, der seit März arbeitslos ist, hat in Interviews inzwischen eingeräumt, dass er sich vor 15 Jahren mit Ost-Immobilien verspekuliert habe. Er muss Millionen verloren haben. Derzeit sei er auf Jobsuche, und wenn er in Deutschland nichts finde, werde er bald ein Angebot aus Dubai annehmen.

Seine Frau Doris und seine Söhne Tobias und Timo stünden voll hinter ihm. Sein Credo: „Aus unserem Haus bekommt uns keiner raus, das Geld werde ich schon auftreiben.“ Retten nun also die Löwenfans ihren ehemaligen Fußballtrainer – mit seiner 259-Qua­dratmeter-Villa (deren Wert auf 580 000 Euro taxiert ist)?

Tatsache ist, dass sich in Dorfen so mancher Anwohner über die Benefiz-Aktion wundert: „Da gibt es doch Menschen, die es nötiger haben und ohne eigene Schuld in eine schwierige Lebenslage gekommen sind“, empörte sich ein Anwohner gegenüber der tz.

Tatsache ist jedenfalls: Lorant steht bei zahlreichen Gläubigern in der Kreide – unter anderem mit über 30 000 Euro bei der SpVgg Unterhaching und mit 9000 Euro beim Erdinger Krankenhaus. Selbst beim Kaminkehrer und bei der Gemeinde Dorfen – dort übrigens wegen der Hundesteuer – gibt es noch offene Rechnungen.

WS

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