Görlitz ein Kandidat für die Löwen

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Andreas Görlitz kam beim FC Bayern unter Louis van Gaal zuletzt gar nicht zum Zug

München - Der TSV 1860 bereitet sich auf einen möglichen Rukavina-Abgang vor. Jetzt ist auch Ex-Löwe Andreas Görlitz, zuletzt beim FC Bayern, auf die Kandidaten-Liste geraten.

Andreas Görlitz' glückloses Engagement beim FC Bayern ist beendet. Jetzt sucht er eine neue Herausforderung, um sich als Stammspieler wieder zu beweisen. Der 28-Jährige ist in München verwurzelt, spielt leidenschaftlich Gitarre in seiner Band Room77. Dass er einen Umzug am liebsten vermeiden würde, liegt auf der Hand. Daher ist natürlich auch 1860 als neuer Klub eine Option.

Görlitz' Berater Fritz Bischoff bestätigt auf tz-online-Anfrage zwar nicht den Bild-Bericht, wonach bereits ein Treffen zwischen Görlitz und Löwen-Coach Reiner Maurer geplant ist. Doch Sechzig sei eine gute Option: "Wir haben darüber gesprochen. 1860 ist einer der Vereine, die interessant sind."

Es gebe auch Kontakt zu mehreren Erstligisten, so der Berater. "Wir sind mit den Trainern und Managern im Gespräch. Für Andreas geht es darum, dass er sich sportlich wieder in den Vordergrund spielt. Er hatte bei Bayern einen Weltklassespieler (Philipp Lahm, d. Red) vor sich, der nie ausgewechselt wurde."

Görlitz war 2004 von den Löwen zu Bayern gewechselt. Er würde wohl nach dem Intermezzo bei den Roten mit einigen Vorbehalten oder Pfiffen an der Grünwalder Straße empfangen werden. Doch sein Berater mahnt: "Für Görlitz war Bayern natürlich eine sportliche Herausforderung. Aber er ist nicht freiwillig gewechselt, damals hat 1860 die Ablösesumme sehr gut gebrauchen können."

Nun gilt es für Görlitz, die Optionen zu prüfen - und natürlich auch für den TSV 1860. Noch steht Antonio Rukavina als Rechtsverteidiger auf der Gehaltsliste. Der Serbe würde eigentlich gerne bleiben, doch er zählt zu den Großverdienern und konnte sein Gehalt in der abgelaufenen Saison nicht immer mit Leistung zurückzahlen.

Görlitz ist eine mögliche Option, um Rukavina bei einem Abgang zu ersetzen, Jonas Strifler von Dynamo Dresden (wir berichteten) eine andere.

al.

Die neue Transferbörse des TSV 1860: Vier Neuzugänge fix!

Die Saison ist für die Löwen beendet - und wieder wurde es nichts mit dem Aufstieg. Nicht zuletzt Sportdirektor Miki Stevic soll dafür sorgen, dass sich das in der kommenden Saison ändert. Mit schmalem Budget soll er den Kader für die nächste Spielzeit zusammenstellen. Wer könnte kommen? Wer könnte die Löwen verlassen? Alle Kandidaten. © Getty
SICHERE UND MÖGLICHE NEUZUGÄNGE: Daniel Halfar (Arminia Bielefeld): Er ist der erste Neue! Nach tz-online-Informationen wurde Halfar den Löwen im April zum ersten Mal angeboten. Sportdirektor Miki Stevic sagte nicht Ja, nicht Nein - und ließ den Namen erst mal einige Wochen liegen. Am Pfingstwochenende meldete er sich dann bei Halfars Berater Martin Wagner und versuchte, den Wechsel einzufädeln. Über Pfingsten ging dann alles sehr schnell. Er erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag. © Getty
Kai Bülow (Hansa Rostock): Er ist der zweite Neue! Der 23-jährige wechselte ablösefrei von Hansa Rostock zu den Löwen, wo er einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieb. Der Innenverteidiger kommt mit der Erfahrung aus 29 Erstliga- und 101 Zweitligaspielen. © Getty
Savio Nsereko (FC Bologna): Der in Uganda geborene Offensivwirbelwind spielte in der Jugend bei den Löwen. Er ist der dritte 1860-Neuzugang für die neue Saison. Nsereko zu tz-online: "Ich sehe es als wichtigstes Jahr meiner noch jungen Karriere an. Ich will über mein Leistungsvermögen hinausgehen und dem Verein alles zurückzahlen, weil 1860 wirklich alles dafür getan hat, dass der Wechsel zustande kommt" © Getty
Eke Uzoma: Der vierte Neuzugang ist ein alter Bekannter: Uzoma spielte schon seit Winter ein halbes Jahr bei den Löwen. Jetzt haben die Sechziger sich mit dem SC Freiburg einigen und den Mittelfeldspieler fest an sich binden können. Ablösefrei! © Getty
Jonas Strifler (Dynamo Dresden): Für die rechte Seite haben die Löwen einen Youngster auf dem Zettel: Jonas Strifler  steht nach Informationen von tz-online auf der Kandidaten-Liste im Falle eines Rukavina-Abgangs. Der 20-Jährige wurde bei 1899 Hoffenheim ausgebildet. Aktuell steht er noch für ein Jahr bei Dynamo Dresden in der 3. Liga (letzte Saison 27 Einsätze) unter Vertrag. © Getty
Oswaldo Minda (Deportivo Quito, Ecuador): Der zentrale Mittelfeldspieler hat gegenüber dem ecuadorianischen Sender "Radio Caravana" bestätigt, dass 1860 München an ihm interessiert ist: "Die Option, die ich in Deutschland habe, heißt 1860 München. Aber ich weiß auch nicht mehr, als dass sie an mir interessiert sein sollen." Zunächst will der 26-Jährige aber mit seinem Verein über eine Vertragsverlängerung sprechen. Auch China soll eine Option sein. © Deportivo Quito
Klemen Lavric (Sturm Graz): Der Vertrag des Ex-Duisburgers bei Sturm Graz läuft aus. Laut "Kronenzeitung" seien Austria Wien, Greuther Fürth und 1860 München am Angreifer dran - Tendenz allerdings: Er verlängert. © Getty
Daniel Reiche (VfL Wolfsburg): Die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg führte der Innenverteidiger als Kapitän an. Jetzt strebte er in eine höhere Liga. Nach eigener Aussage hatte er danach Anfragen aus Aachen, Duisburg und München. Er entschied sich für Duisburg. © Getty
Daniel Dunst (Wiener Neustadt): Ewald Lienen wollte den Rechtsverteidiger beobachten. Das klappte allerdings nicht, weil Dunst zuvor suspendiert und aus dem Mannschaftshotel geworfen wurde! Grund: Der Österreicher wollte entgegen einer mündlichen Vereinbarung plötzlich doch keinen neuen Vertrag bei Wiener Neustadt unterzeichnen. Trainer Peter Schöttel: "Er hat das zweite Angebot angenommen, dann ist ihm doch eingefallen, dass er nicht unterschreiben will. Deswegen ist es jetzt vorbei." Und der (ablösefreie) Weg zu 1860 frei? © Wiener Neustadt
Dennis Grote (VfL Bochum): Dem Vernehmen nach soll 1860-Trainer Ewald Lienen sich im Frühling durchaus angetan gezeigt haben, als er hörte, dass der Mittelfeldmann zu haben wäre. In den Wochen darauf gab es aber keine Bewegung - und inzwischen soll der neue VfL-Coach Friedhelm Funkel signalisiert haben, dass er weiterhin mit Grote zusammenarbeiten möchte. © Getty
Kevin Grund (MSV Duisburg): Doch laut "WAZ" haben auch die Löwen wegen dem Eigengewächs angefragt. 1860 soll sich nach Grunds Vertragslaufzeit erkundigt haben. Ergebnis: Er ist im Sommer ablösefrei. Problem: Inzwischen hat er verlängert. Daher wird nichts aus dem Wechsel. © Getty
Davide Chiumiento: Laut "Bild" ist der TSV 1860 einer von vielen Clubs die um den Offensivmann vom FC Luzern bulen. Er hat Angebote der Schweizer für eine Verlängerung ausgeschlagen. Im März gab der Club bekannt, dass man ab Juli getrennte Wege gehen werde. Neben Sporting Lissabon sollen auch deutsche Clubs am 25-Jährigen interessiert sein. Wie die "Bild" berichtet, haben nun aus der zweiten Liga unter anderem der TSV 1860 und Aachen ihren Hut in den Ring geworfen. Allerdings: Beim Gehalt müssten die Löwen tief in die Tasche greifen. © Getty
Ermin Bicakcic (VfB Stuttgart II): In einem Interview mit "Sport" hatte Ermin Bicakcic das Interesse der Löwen ausgeplaudert. tz-online erfuhr: Der 20-Jährige war sogar schon in München. Im März traf er sich mit dem Leiter des 1860-Nachwuchszentrums, Jürgen Jung. Er bekam das Vereinsgelände gezeigt und war angetan. Allerdings entschied er sich dann doch zu einem Verbleib in Stuttgart: Zwei-Jahres-Vertrag. © Getty
MÖGLICHE ABGÄNGE: Aleksandar Ignjovski: Der Serbe soll laut "Daily Mail" im Visier des FC Everton sein, laut "Kicker" sind auch Blackpool und Neapel interessiert. Den Mittelfeldspieler haben die Löwen bis 2011 von OFK Belgrad ausgeliehen, per Kaufoption können sie ihn für eine festgeschriebene Summe bis 2015 an sich binden – und teuer verkaufen? Auch Gerüchte über ein Interesse von Werder Bremen halten sich hartnäckig. Stevic zur tz: "Es ist bekannt, dass er im In- und Ausland ein gefragter Mann ist. " © Getty
Michael Hofmann: Auch der Torwart-Routinier verlässt die Sechziger. Er beendet seine aktive Karriere. "Ob der 37-jährige dem TSV 1860 in anderer Funktion erhalten bleibt, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch offen", heißt es in einer Mitteilung. Nun wird er aber bei Jahn Regensburg noch mal die Torwarthandschuhe überstreifen. © Getty
Benjamin Lauth: Der Kapitän hat eine durchwachsene Saison hinter sich - nur sechs Treffer stehen zu Buche, dazu einige Spiele auf der Ersatzbank. Gerüchte über einen Wechsel zu Ex-Coach Marco Kurz kamen auf. Doch einer wie Lauth gibt nicht so schnell auf. © Getty
Manuel Schäffler: Bruno Hübner, der Manager des MSV Duisburg, fragte offiziell beim TSV 1860 an, ob er Stürmer Manuel Schäffler ausleihen könne. Auch der FC Ingolstadt und Alemannia Aachen sind interessiert. Der 21-Jährige wird im neuen Jahr wohl ein anderes Trikot tragen. © Getty
Peniel Mlapa: Dass man das Sturm-Juwel gerne zu Geld (VIEL GELD!) machen würde, haben die Löwen-Verantwortlichen nicht verhehlt. Im Poker zwischen Schalke, Everton, Neapel und anderen Großclubs hat 1899 Hoffenheim das Rennen gemacht. 1,3 Millionen Euro sollen aus dem Kraichgau an die Isar geflossen sein. © Getty
Mathieu Béda: Das Preis/Leistungsverhältnis beim Franzosen stimmt immer noch nicht. Der Innenverteidiger zählt zu den Großverdienern beim TSV 1860. Die Verantwortlichen wären sicher nicht böse, wenn sie Béda von der Gehaltsliste bekämen, auch wenn dieser in der abgelaufenen Saison einige gute Spiele zeigte. © Getty
José Holebas: Ewald Lienen hat den 25-Jährigen zum Linksverteidiger umgeschult. Seiner Ankündigung "Ich kann das!" folgten Taten. Jetzt folgt er Lienen zu Olympiakos Piräus. Sportdirektor Miki Stevic: "José bekommt in Piräus die Chance, sich auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln, und für uns ist der Transfer wirtschaftlich sinnvoll." © Getty
Antonio Rukavina: Den Ex-Dortmunder haben die Löwen mit Sven Bender verrechnet und dadurch fest an sich gebunden. Am Serben scheiden sich die Geister: Gerade in der Rückrunde wirkte er oft von der Rolle. Dem Rechtsverteidiger würde 1860 bei einer ordentlichen Offerte sicherlich keine Steine in den Weg legen. © Getty
Alexander Ludwig: So richtig glücklich wurde er in seinem ersten Jahr bei 1860 nicht. Dennoch sieht alles nach einem Verbleib aus. © Getty
Philipp Tschauner: Der englische Zweitligist Coventry City zeigt Interesse an Löwen-Torhüter Philipp Tschauner und bat den TSV 1860, den Keeper zu einem Probetraining für ein paar Tage abzustellen. Sportdirektor Miki Stevic erteilte den Engländern allerdings eine Absage: „Das kommt nicht in Frage.“ Tschauner liebäugelt ja schon seit längerem mit einem Wechsel, seitdem er hinter Gabor Kiraly nur noch die Nummer zwei im Tor der Löwen ist. © Getty
Radhouène Felhi: Radhouène Felhi verlässt die Löwen nach nur einem Jahr. Sportlich hätte man ihn vielleicht halten wollen - der Tunesier ließ zwar oft Schnelligkeit vermissen, bewies aber ein gutes Auge. Die 700.000 Euro festgelegte Ablösesumme, die vertraglich für eine Fest-Verpflichtung des Leih-Tunesiers festgelegt waren, waren aber einfach zu viel. Am Ende fand man auch keinen Kompromiss. © Getty
Torben Hoffmann: Der Abwehr-Routinier (223 Spiele für die Löwen) erhält keinen neuen Vertrag. Als Spieler für die zweite Mannschaft mit Aussicht auf einen Trainer-Job wollte man Hoffmann auch nicht behalten. Deswegen zieht er weiter zu Unterhaching. © Getty
Marcos Antonio: Als "Mini-Zé-Roberto" wurde er vorgestellt, als Enttäuschung geht er. Wenig überraschend: Die Löwen lassen die Option auf den Leihspieler (fünf Saisonspiele) verstreichen. © Getty
Sascha Rösler: Im Sommer ist für Rösler Schluss bei den Löwen. Sein Berater erklärt: "Sportlich wollte man ihn zwar halten, und ein Einjahresvertrag wäre okay für ihn gewesen. Aber wirtschaftlich kam man nicht zusammen. Es war trotzdem eine faire Geschichte." © Getty
Kenny Cooper: Er kam als große Sturmhoffnung und als "Texas-Bodden". Nachdem der Stürmer voll eingeschlagen hat, ging's aber bergab für ihn: Im Winter ließ er sich zu Plymoth in die zweite englische Liga ausleihen, um seine WM-Hoffnungen zu erhalten. Doch auch dort lief's nicht rund für ihn. Deswegen steht Cooper im Sommer wieder auf der Matte bei 1860 - es sei denn, man findet einen Abnehmer. © Getty
Charilaos Pappas: Der Griechen-Linksaußen wird die Löwen verlassen. „Die Verlängerungsoption wurde vom Verein nicht gezogen und ich gehe nicht davon aus, dass da noch was passiert“, sagte Pappas’ Berater Paul Koutsoliakos zur tz. © Getty
Djordje Rakic: Die Löwen stehen in Verhandlungen mit Rakics argentinischem Berater Sergio Berti, wie 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers erklärte. Stevic: "Rakic würde gut zu uns passen. Die Fans haben ihn in ihr Herz geschlossen. Aber leider ist nicht alles so realisierbar, wie es gewünscht wird." © Getty
Mate Ghvinianidze: Findet sich ein Interessent, der ein ordentliches Angebot abgibt, würden die Löwen wohl mit sich reden lassen. Aber eigentlich sieht alles nach einem Verbleib aus. © sampics
Benjamin Schwarz: Der Linksverteidiger ließ sich zur SpVgg Unterhaching verleihen. Wahrscheinlich kehrt er zu 1860 zurück. Sein Berater Berthold Nickl zu merkur-online: "Er hatte ein sehr gutes Gespräch mit dem Sportdirektor und dem Trainer und ist hochmotoviert." © sampics

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