Görlitz im tz-Interview: "Wünsche 60 den Aufstieg"

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Andreas Görlitz im Zweikampf mit dem Bielefelder Ensar Baykan

Ingolstadt - Ex-Löwe Andreas Görlitz trifft auf seinen Ex-Klub TSV 1860. Im Sommer wäre er fast zu den Löwen gewechselt. Im tz-Derby-Interview erklärt er, woran der Deal scheiterte.

104 Bundesliga-Spiele für 1860, Bayern und Karlsruhe, vier Champions-League-Einsätze, zwei Länderspiele. Andreas Görlitz (28) hat einiges erlebt im Profifußball. Leider auch langwierige Verletzungen an Kreuzband und Ferse. Seit diesem Sommer kickt er nun in der Zweiten Liga beim FC Ingolstadt. Am Sonntag geht’s gegen seinen Ex-Klub, den TSV 1860.

Das tz-Derby-Interview.

Andi, Sechzig kommt nach Ingolstadt und Sie sitzen wohl nur auf der Bank. Angefressen?

Görlitz: Ich gehe nicht davon aus, dass ich auf der Bank sitze. Ich war am Sonntag in Aue zum ersten Mal nach meinem Faserriss im Oberschenkel wieder im Kader. Und jetzt bin ich wieder auf dem Fitness-Stand, wo ich sage, dass es für die Startelf langt. Ich hau mich rein im Training. Mal schauen, wie sich der Trainer entscheidet.

7000 Löwenfans sollen am Sonntag in den Audi-Sportpark kommen. Ist Ihnen schon mulmig?

Görlitz: Nein, ich freu mich, dass unser Stadion zum ersten Mal ausverkauft ist. Vermutlich wird der eine oder andere Zwischenruf kommen, weil ich damals 2004 von Sechzig zu Bayern bin. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich mit den Löwen kein Problem hab. In meinem Freundeskreis gibt’s einige Löwenfans. Und im Sommer wär ich ja fast zurück zu 1860.

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Woran ist der Transfer gescheitert?

Görlitz: Letztlich daran, dass überhaupt kein Geld da war. Ich habe gute Gespräche mit dem Reiner (Maurer) geführt. Sechzig ist für mich ein super Verein, dem ich viel zu verdanken habe.

Was trauen Sie den Löwen heuer zu?

Görlitz: Ich würde ihnen wünschen, dass Sie das nötige Glück haben, um aufzusteigen. Ich hab mir einige Spiele angeschaut, da steht jetzt ein richtiges Team auf dem Platz. Gegen Hertha hat man gesehen, zu was die Mannschaft imstande ist, das war richtig stark. Aber wir werden am Sonntag mit aller Macht dagegenhalten, jeder ist heiß darauf, den Aufwärtstrend der letzten Wochen zu bestätigen.

Wie geht’s mit Ihnen persönlich weiter? Haben Sie den Anspruch Bundesliga aufgegeben?

Görlitz: Überhaupt nicht! Für mich war es wichtig, dass ich nach den langen Monaten als Ersatzspieler bei Bayern auf gutem Niveau wieder Spielpraxis bekomme, drum bin ich nach Ingolstadt gegangen. Ich hab hier bis 2012 unterschrieben und so lange will ich auch hier spielen. In diesem Jahr ist der Klassenerhalt das Ziel, nächstes Jahr wollen wir uns etablieren. Und dann schau ma weiter.

Wo landet ihr Kumpel Philipp Lahm mit dem FC Bayern am Saisonende?

Görlitz: Auf einem Champions-League-Platz. Meister wird aber sehr schwer.

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Und wann kommt das neue Album Ihrer Band Room77?

Görlitz: Im Sommer 2011. Zehn Songs sind schon fertig. Aber zurzeit hat der Fußball bei mir klar Vorrang!  

Interview: lk

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