Kapazität noch lange nicht ausgereizt

Mit diesen Maßnahmen würden mehr als 20.000 Fans ins Grünwalder Stadion passen

+
Blick aus der Westkurve: Links der gesperrte Block J, rechts die gesperrten Oberränge der Blöcke F1 und F2.

Die Kapazität des Grünwalder Stadions wird im Sommer 2018 von 12.500 auf 15.000 erhöht. Doch es geht theoretisch noch einiges mehr. Wir erklären, wo und wie das möglich wäre.

Dass sich im Jahr 1948 auf Giesings Höhen beim Duell 1860 gegen Nürnberg einmal 58.200 Zuschauer im Grünwalder Stadion drängten, ist heute unvorstellbar. Seit der Aufstellung dieses Zuschauerrekords sind rund 70 Jahre vergangen, die derzeit zulässige Kapazität beträgt nur noch 12.500. Das soll sich ab der Saison 2018/19 bekanntlich ändern, die Stadt will die alte Kampfbahn wieder für 15.000 Besucher freigeben. Doch auch mit dieser Erweiterung wird es weiter halbleere Tribünen im Grünwalder Stadion geben - erst recht, wenn die Oberränge der Blöcke F1 und F2, sowie der Block J in der Westkurve für Fans freigegeben werden. Wir erinnern uns: Die Blöcke P und Q bleiben regelmäßig wegen des Sicherheitskonzeptes halbleer, obwohl ausverkauftes Haus bei 1860-Heimspielen vermeldet wird

Nun stellen sich die Fragen: Welche Blöcke sind von der Auslastung noch nicht ausgereizt? Wie genau verteilen sich die zusätzlichen 2500 Zuschauer ab Sommer 2018 auf die Blöcke? Und wie viele Zuschauer würden bei einer Vollauslastung ins Stadion passen? Unsere interaktive Karte zeigt ihnen, für wie viele Personen welche Blöcke derzeit freigegeben sind (klicken Sie hierzu auf die farblich markierten Tribünen).

Scherbel: „Ziel sollte sein, die Kapazität noch weiter zu erhöhen“

„Die Erweiterung auf 15.000 Zuschauer ist sehr erfreulich“, sagt Martin Scherbel, der Vorsitzende der Freunde des Sechz‘ger Stadions über die anstehenden Veränderungen. „Die Reduzierung der Kapazität im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen 2012/13 war willkürlich und nicht notwendig.“ Die Erhöhung der Kapazität auf 15.000 hält er für einen ersten Schritt. „Natürlich sollte das Ziel sein, die Kapazität noch weiter zu erhöhen. Rein vom baulichen Zustand (natürlich abhängig von genehmigungsrechtlichen Aspekten) sind sicher bis zu 20.000 Zuschauer möglich. Diese Marke zu erreichen sollte das kurz- beziehungsweise mittelfristige Ziel sein.“ Aber ist das möglich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Das bedeutet die Öffnung des Unterrangs Block J im Frühjahr 2018: Wenn im ersten Schritt der Unterrang in Block J freigegeben wird, wird die Gesamtkapazität des Stadions zunächst nicht erhöht. Das bedeutet lediglich, dass die derzeit eng befüllten Unterränge von F1 und F2 sowie die Blöcke G und H in der Westkurve entlastet und einige Fans in den Unterrang von Block J umgesiedelt werden (bei seiner letzten Nutzung durften hier bis zu 1.500 Fans stehen). Hierfür muss keine Baugenehmigung erteilt werden, es wird lediglich ein neuer Zaun zwischen Ober- und Unterrang des Blocks J nötig.

Die Westkurve im Grünwalder Stadion mit gesperrtem Block J (r.). Dieser soll zunächst unten, dann auch oben wieder geöffnet werden.

Das bedeutet die Freigabe auf 15.000 Zuschauer im Sommer 2018: 2.500 Zuschauer mehr brauchen Platz - und den werden sie zusätzlich in den Oberrängen der Blöcke F1, F2 und J in der Westkurve erhalten. Für die Erhöhung des Stadionfassungsvermögens wird eine Baugenehmigung benötigt, die erst im Sommer 2018 vorliegen wird. Die genaue Aufteilung der zusätzlichen Plätze auf die jeweiligen Blöcke ist noch unklar, sie dürfte aber ausgeglichen auf die dann wieder benutzbaren Bereiche erfolgen, um ein möglichst geschlossenes Kurvenbild zu bekommen.

Wie viele Zuschauer sind im Grünwalder Stadion theoretisch möglich? Wie bereits erwähnt, werden nicht alle Stehplätze auf Giesings Höhen komplett belegt. Die variabel belegten Bereiche sind vor allem die Blöcke in der West- und Ostkurve. Nach Angaben der Freunde des Sechz‘ger Stadions ließen sich die Kapazitäten in den folgenden Blöcken rein von den baulichen Gegebenheiten und durch Öffnung der gesperrten Bereiche wie folgt erhöhen:

  • Block F1 von aktuell 1.162 im Unterrang auf insgesamt rund 2.800
  • Block F2 von aktuell 1.105 im Unterrang auf insgesamt rund 2.800
  • Block J von derzeit noch 0 auf insgesamt rund 4.800
  • Block P und Q von aktuell rund 1.200 auf insgesamt rund 2.000

Grünwalder Stadion: Theoretische Kapazität liegt bei 21.500

Das Grünwalder Stadion thront auf dem Giesinger Berg.

Zählt man nun diese Erhöhungen mit dem aktuellen Fassungsvermögen zusammen, ergibt sich eine theoretische Kapazität des Grünwalder Stadions von etwa 21.500 Plätzen.

Doch dafür wären zahlreiche zusätzliche Veränderungen notwendig. Darunter fallen Lärmschutz-Maßnahmen in Richtung Volckmerstraße im Süden und wohl auch im Westen, auch eine Überdachung der Westkurve käme dann wohl auf den Tisch. Zudem müsste diese sowie die darunterliegenden Gastronomie-Kioske und auch die sanitäre Einrichtung dafür grundlegend saniert werden. Falls die Stadt eine weitreichende Modernisierung wie die Überdachung der Westkurve befürworten würde, wäre diese Maßnahme in etwa zwei bis drei Jahren umsetzbar, mutmaßte Stadion-Architekt Stefan Nixdorf im August im Gespräch mit dem Münchner Merkur. Außerdem müsste der dann zu große Einzelblock J wohl in die Bereiche J1 und J2 unterteilt werden. Mit Blick auf Lärm- und Brandschutzbestimmungen wäre somit bei 20.000 Zuschauern das absolute Limit erreicht.

Tradition, Kult, Moderne: Impressionen aus Münchens Stadien 

mm
Die Welt- und Sportstadt München kann gleich mit mehreren Stadien aufwarten: Von traditionsreichen Kampfbahnen bis hin zur modernen Arena. Ein Streifzug durch Münchens Sportstadien.  © 
Das traditionsreichste ist wohl das Grünwalder Stadion auf Giesings Höhen. Hier gewann der TSV 1860 im Jahr 1966 seine einzige deutsche Meisterschaft.
Das traditionsreichste ist wohl das Grünwalder Stadion auf Giesings Höhen. Hier gewann der TSV 1860 im Jahr 1966 seine einzige deutsche Meisterschaft.  © Marcus Schlaf
Im Volksgargon hat es viele Namen: 60er Stadion, Hermann-Gerland-Kampfbahn, Grünwalder - aber der offizielle Name lautet "Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße".
Im Volksgargon hat es viele Namen: 60er Stadion, Hermann-Gerland-Kampfbahn, Grünwalder - aber der offizielle Name lautet "Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße".  © Klaus Haag
Bis 1995 spielte der TSV 1860 in seiner Heimat. Zur Saison 2004/2005 kehrten die Löwen nochmals für ein Jahr zurück. Bis zu 21.272 Zuschauer konnten die Blauen hier anfeuern.
Bis 1995 spielte der TSV 1860 in seiner Heimat. Zur Saison 2004/2005 kehrten die Löwen nochmals für ein Jahr zurück. Bis zu 21.272 Zuschauer konnten die Blauen hier anfeuern.  © Marcus Schlaf
Besten Blick auf das Geschehen auf dem Platz haben die Anwohner an der Grünwalder Straße.
Besten Blick auf das Geschehen auf dem Platz haben die Anwohner an der Grünwalder Straße.  © picture-alliance / dpa/dpaweb
Nachdem die Kapazität zwischenzeitlich auf 10.240 gesunken und die Zulassung für die 3. Liga durch den DFB in Gefahr geraten war, baute die Stadt das Stadion in der Saison 2012/2013 um. Die Ostkurve, sowie Teile der Südtribüne wurden komplett abgerissen und neu gebaut.
Nachdem die Kapazität zwischenzeitlich auf 10.240 gesunken und die Zulassung für die 3. Liga durch den DFB in Gefahr geraten war, baute die Stadt das Stadion in der Saison 2012/2013 um. Die Ostkurve, sowie Teile der Südtribüne wurden komplett abgerissen und neu gebaut.  © Klaus Haag
Auch die Gegentribüne, besonders unter den Löwen-Fans besser als Stehhalle bekannt, erhielt neue Sitzschalen. Zudem wurde die Bänke der sogenannten Vortribüne entfernt und die Zäune erneuert.
Auch die Gegentribüne, besonders unter den Löwen-Fans besser als Stehhalle bekannt, erhielt neue Sitzschalen. Zudem wurde die Bänke der sogenannten Vortribüne entfernt und die Zäune erneuert.  © Klaus Haag
Die Hauptribüne erhielt einen neuen Innenbau sowie ebenfalls neue Sitze. Außerdem erhielt das Stadion eine Rasenheizung, das Grün wurde bis in die Westkurve verlegt (zuvor war dort nur Asche als Belag) und es wurde eine neue Flutlichtanlage installiert.
Die Hauptribüne erhielt einen neuen Innenbau sowie ebenfalls neue Sitze. Außerdem erhielt das Stadion eine Rasenheizung, das Grün wurde bis in die Westkurve verlegt (zuvor war dort nur Asche als Belag) und es wurde eine neue Flutlichtanlage installiert.  © Klaus Haag
Ab der Spielzeit 2013/2014 treten hier wieder die zweiten Mannschaften von 1860 und Bayern an. Zur Spielzeit 2017/18 kehrten die Löwen-Profis zurück auf Giesings Höhen. 15.000 Zuschauer können deren Spiele verfolgen.
Ab der Spielzeit 2013/2014 treten hier wieder die zweiten Mannschaften von 1860 und Bayern an. Zur Spielzeit 2017/18 kehrten die Löwen-Profis zurück auf Giesings Höhen. 15.000 Zuschauer können deren Spiele verfolgen.  © Klaus Haag
Als München 1966 den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 erhielt, musste ein neues Stadion her.
Als München 1966 den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 erhielt, musste ein neues Stadion her.  © picture-alliance / dpa/dpaweb
Das Olympiastadion und der Olympiapark wurden auf dem Oberwiesenfeld im Norden Münchens errichtet. Es ist weltberühmt für seine Zeltdachkonstruktion, die sich auch über die Halle und die Schwimmhalle erstreckt.
Das Olympiastadion und der Olympiapark wurden auf dem Oberwiesenfeld im Norden Münchens errichtet. Es ist weltberühmt für seine Zeltdachkonstruktion, die sich auch über die Halle und die Schwimmhalle erstreckt.  © picture-alliance / dpa
Anfangs bot das Stadion Platz für 80.000 Zuschauer. Die Kapazität wurde aus Sicherheitsgründen kontinuierlich nach unten geschraubt.
Anfangs bot das Stadion Platz für 80.000 Zuschauer. Die Kapazität wurde aus Sicherheitsgründen kontinuierlich nach unten geschraubt.  © picture-alliance / dpa
Fans auf dem Olympiaturm
Auch die Umwandlung von Steh- in Sitzplatzbereiche sorgte dafür, das heute "nur" noch 69.000 Zuschauer das Olympiastadion füllen können. Foto: Finale der Champions League 1997 zwischen Juventus und Dortmund.  © picture-alliance / dpa
Während der TSV 1860 im geliebten Grünwalder Stadion blieb und nur vereinzelt seine Spiele in der neuen Arena austrug, zog der FC Bayern komplett in den Olympiapark. Die Löwen taten dies erst 1995 nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga.
Während der TSV 1860 im geliebten Grünwalder Stadion blieb und nur vereinzelt seine Spiele in der neuen Arena austrug, zog der FC Bayern komplett in den Olympiapark. Die Löwen taten dies erst 1995 nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga.  © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Als die Fußball-WM 2006 nach Deutschland vergeben wurde, war klar: München braucht ein neues Stadion. Zuerst sollte das Olympiastadion umgebaut werden, doch dieser Plan wurde gestoppt. Dieser hätte eine Überdachung der Gegengerade, den Wegfall der Laufbahn und den Einbau eines zweiten Ranges vorgesehen.
Als die Fußball-WM 2006 nach Deutschland vergeben wurde, war klar: München braucht ein neues Stadion. Zuerst sollte das Olympiastadion umgebaut werden, doch dieser Plan wurde gestoppt. Dieser hätte eine Überdachung der Gegengerade, den Wegfall der Laufbahn und den Einbau eines zweiten Ranges vorgesehen.  © picture-alliance / dpa
Stattdessen wurde per Bürgerentscheid der Bau eines neuen Stadions im Münchner Norden beschlossen. Innerhalb von nur drei Jahren (2002-2005) wurde die Arena errichtet.
Stattdessen wurde per Bürgerentscheid der Bau eines neuen Stadions im Münchner Norden beschlossen. Innerhalb von nur drei Jahren (2002-2005) wurde die Arena errichtet.  © picture-alliance / dpa/dpaweb
Durchsuchungen bei FC Bayern und 1860 München
Charakteristisch ist ihr Aussehen. Die Hülle aus Kunststoff konnte zunächst nur in rot, blau und weiß beleuchtet werden, seit Sommer 2015 sind 16 Millionen Farben möglich.   © picture-alliance / dpa/dpaweb
Durchsuchungen bei FC Bayern und 1860 München
Der Versicherungskonzern Allianz sicherte sich die Namensrechte an der neuen-Fußball-Arena.  © picture-alliance / dpa/dpaweb
Die Löwen spielten nach dem Abstieg 2004 nur noch fünfmal im Olympiapark, das letzte Mal beim 0:0 gegen Köln am 3. Mai 2005.
Die Löwen spielten nach dem Abstieg 2004 nur noch fünfmal im Olympiapark, das letzte Mal beim 0:0 gegen Köln am 3. Mai 2005.  © MIS
Der FC Bayern verabschiedete sich am 14. Mai 2005 mit dem letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Die Roten siegten 6:3.
Der FC Bayern verabschiedete sich am 14.  Mai 2005 mit dem letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Die Roten siegten 6:3.  © picture-alliance/ dpa/dpaweb
33 Jahre feierte der FC Bayern seine Titel unter dem Zeltdach, nun ging es ins Schlauchbott nach Fröttmaning.
33 Jahre feierte der FC Bayern seine Titel unter dem Zeltdach, nun ging es ins Schlauchbott nach Fröttmaning.  © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Doch die Sonne ging nicht komplett unter für das Olympiastadion. Andere Ereignisse fanden Einzug unter das Zeltdach.
Doch die Sonne ging nicht komplett unter für das Olympiastadion. Andere Ereignisse fanden Einzug unter das Zeltdach.  © picture-alliance / dpa
Das Olympiastadion ist seither Schauplatz von Open Air Konzerten (hier Robbie Williams), Messen, Public-Viewings (Fußball-WM oder -EM) und vielen anderen Großveranstaltungen.
Das Olympiastadion ist seither Schauplatz von Open Air Konzerten (hier Robbie Williams), Messen, Public-Viewings (Fußball-WM oder -EM) und vielen anderen Großveranstaltungen.  © picture-alliance/ dpa
Tosende Eröffnungsfeier in der Allianz Arena. Mit insgesamt drei Eröffnungsspielen wurde der 280 Millionen Euro teure neue Fußball-Tempel im Sommer 2005 eröffnet. Zuerst spielte 1860 gegen Nürnberg (3:2) ...
Tosende Eröffnungsfeier in der Allianz Arena. Mit insgesamt drei Eröffnungsspielen wurde der 280 Millionen Euro teure neue Fußball-Tempel im Sommer 2005 eröffnet. Zuerst spielte 1860 gegen Nürnberg (3:2) ...  © picture alliance / dpa
... dann die Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft (4:2) und schließlich kam es zum Derby zwischen FCB und 1860 (0:1).
... dann die Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft (4:2) und schließlich kam es zum Derby zwischen FCB und 1860 (0:1).  © picture-alliance/ dpa/dpaweb
75.000 Plätze hat die Arena mittlerweile - und damit 9000 mehr als beider Eröffnung 2005. Zu internationalen Spielen stehen durch die Umwandlung der Steh- in Sitzplätze 70.000 Plätze zu Verfügung.
75.000 Plätze hat die Arena mittlerweile - und damit 9000 mehr als beider Eröffnung 2005. Zu internationalen Spielen stehen durch die Umwandlung der Steh- in Sitzplätze 70.000 Plätze zu Verfügung.  © MIS
Seither feiern die Bayern in Fröttmaning ihre Siege und Titel, während die Löwen hier noch immer zweite Liga spielen und (bislang) vergeblich um den Wiederaufstieg kämpfen.
Seither feiern die Bayern in Fröttmaning ihre Siege und Titel, während die Löwen hier 2017 aus der 2- Liga abstiegen und sich aus Fröttmaning verabschiedeten.  © MIS
2012 fand das Endspiel der UEFA Champions League in der Arena statt, der FC Bayern traf auf den FC Chelsea aus London. Das „Finale dahoam“ gewannen die Engländer 5:4 nach Elfmeterschießen.
2012 fand das Endspiel der UEFA Champions League in der Arena statt, der FC Bayern traf auf den FC Chelsea aus London. Das „Finale dahoam“ gewannen die Engländer 5:4 nach Elfmeterschießen.  © MIS
Münchens viertgrößtes Sportstadion befindet sich im Stadtteil Gern: Das Dantestadion, oder offiziell "Städtisches Stadion an der Dantestraße".
Münchens viertgrößtes Sportstadion befindet sich im Stadtteil Gern: Das Dantestadion, oder offiziell "Städtisches Stadion an der Dantestraße".  © Marcus Schlaf
Das Dante, wie es oft nur genannt wird, verfügte früher über 32.000 Plätze, wovon heute noch 12.000 erhalten sind.
Das Dante, wie es oft nur genannt wird, verfügte früher über 32.000 Plätze, wovon heute noch 12.000 erhalten sind.  © Klaus Haag
Eine Besonderheit des Stadions ist die trapezförmige und daher einmalige Tribüne, in der sich auch eine Turnhalle und Waschräume befinden. Außerdem existieren eine 400-m-Tartanbahn und eine elektronische Anzeigetafel.
Eine Besonderheit des Stadions ist die trapezförmige und daher einmalige Tribüne, in der sich auch eine Turnhalle und Waschräume befinden. Außerdem existieren eine 400-m-Tartanbahn und eine elektronische Anzeigetafel.  © Marcus Schlaf
Dantestadion München
Das Dante war zur NS-Zeit für Aufmärsche geplant. Für die Marschkolonnen wurde damals die Gegengerade durchbrochen.  © Klaus Haag
Das Dantestadion ist Heimat des American Football-Teams der Munich Cowboys. Außerdem trugen hier der FC Wacker München (1963-72), die Frauenmannschaft des FC Bayern sowie der Türk SV 1975 München, der unter seinen früheren Namen SV Türk Gücü München in der Bayernliga spielte, hier seine Heimspiele aus (jeweils bis 2006).
Das Dantestadion ist Heimat des American Football-Teams der Munich Cowboys. Außerdem trugen hier der FC Wacker München (1963-72), die Frauenmannschaft des FC Bayern sowie der Türk SV 1975 München, der unter seinen früheren Namen SV Türk Gücü München in der Bayernliga spielte, hier seine Heimspiele aus (jeweils bis 2006).  © Marcus Schlaf
Mittlerweile halb abgerissen ist das Olympia-Reitstadion in Riem. Heute exisitieren nur noch die unüberdachten Tribünen, die ein Halbrund um das Reitfeld bilden.
Mittlerweile halb abgerissen ist das Olympia-Reitstadion in Riem. Heute exisitieren nur noch die unüberdachten Tribünen, die ein Halbrund um das Reitfeld bilden.  © Marcus Schlaf
Mittlerweile halb abgerissen ist das Olympia-Reitstadion in Riem. Heute exisitieren nur noch die unüberdachten Tribünen, die ein Halbrund um das Reitfeld bilden.
Die baufällige Haupttribüne und der marode Richtertum mit Anzeigetafel von 1972 wurden abgerissen. Heute finden hier vor allem Flohmärkte statt. Highlight war das Konzert der US-Rockband Linkin Park im Juni 2008, als 25.000 Zuschauer nach Riem kamen.  © Marcus Schlaf
Seit Mitte 2012 dürfen allerdings auch keine Open-Air-Konzerte mehr hier stattfinden. FÜr Pferdeveranstaltungen ist das Gelände aber weiterhin nutzbar.
Seit Mitte 2012 dürfen allerdings auch keine Open-Air-Konzerte mehr hier stattfinden. FÜr Pferdeveranstaltungen ist das Gelände aber weiterhin nutzbar.  © M(e)ister Eiskalt / Wikipedia
Bis zu 15.053 Fans fasst das Stadion. Den Namen wechselte der Sportpark übrigens schon einige male. Bis 2003 sowie von 2011 bis 2013 hieß die Arena schlicht Stadion am Sportpark. Von 2003 bis 2011 hieß sie Generali Sportpark, seit Sommer 2013 heißt sie nun Alpenbauer Sportpark.
Bis zu 15.053 Fans fasst das Stadion. Den Namen wechselte der Sportpark übrigens schon einige male. Bis 2003 sowie von 2011 bis 2013 hieß die Arena schlicht Stadion am Sportpark. Von 2003 bis 2011 hieß sie Generali Sportpark, seit Sommer 2013 heißt sie nun Alpenbauer Sportpark.  © MIS
Sportpark Unterhaching
Charakteristisch für das Schmuckkästchen ist das Vereinsheim der SpVgg Unterhaching, das sich direkt hinter der Südtribüne, der Hachinger Fankurve, befindet.  © Robert Brouczek
Sportpark Unterhaching
Zudem parkt in der Ecke zwischen Südtribüne und Gegentribüne stets der mannschaftsbus der Gäste.  © Christina Pahnke / sampics
Ein kleines Schmuckkästchen steht seit 2001 auch in Heimstetten östlich von München. Auch der FC Bayern II spielte hier bereits vorübergehend (Saison 2012/13).
Ein kleines Schmuckkästchen steht seit 2001 auch in Kirchheim bei München im Ortsteil Heimstetten. Auch der FC Bayern II spielte hier bereits vorübergehend (Saison 2012/13).  © Robert Gasser
Das Stadion im Sportpark fasst bis zu 2500 Zuschauer, hier trägt der heimische SV Heimstetten seine Heimspiele aus.
Das Stadion im Sportpark fasst bis zu 2500 Zuschauer, hier trägt der heimische SV Heimstetten seine Heimspiele aus.  © Robert Gasser

Scherbel: Hoffentlich hat 1860 aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt

Der Wunsch der Freunde des Sechz‘ger Stadions ist also grundsätzlich anhand der baulichen Gegebenheiten denkbar, der Weg dorthin über Genehmigungen und Auflagen ist aber sehr weit. „Grundsätzlich sollte das Grünwalder Stadion für Sechzig immer oberste Priorität haben. Natürlich hängt hier viel von der sportlichen Zukunft des TSV 1860 ab“, so Scherbel, der den Bau einer neuen Arena als derzeit nicht realisierbar ansieht: „Ein Neubau auf der grünen Wiese ist unrealistisch, genauso wie die Geschichte vom Stadion in Riem von Anfang an unrealistisch war. Für einen Neubau fehlt nicht nur das Geld, sondern vor allem eine geeignete Fläche.“

Und was wäre mit dem Olympiastadion (lesen Sie auch: So „fußballfit“ ist das Olympiastadion)? Das bezeichnet Scherbel zwar als einzig realistische Alternative, aber mit Blick darauf, „wohin der letzte Oly-Umzug Sechzig gebracht hat (Abstieg, Arena-Bau, Fast-Insolvenz, Investoreneinstieg), geht das Olympiastadion überhaupt nicht. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass man beim TSV 1860 aus Fehlern der Vergangenheit auch mal was lernt.“

WhatsApp-News zum TSV 1860 gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für Löwen-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Löwen direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Auch interessant

Meistgelesen

1860-Torschütze Weber: „Wir wollten zeigen, dass wir besser sind“
1860-Torschütze Weber: „Wir wollten zeigen, dass wir besser sind“
Zwischenspurt fürs Saisonziel: Aalen und Cottbus sollen Punkte für Klassenerhalt liefern
Zwischenspurt fürs Saisonziel: Aalen und Cottbus sollen Punkte für Klassenerhalt liefern
„Haben uns den Punkt verdient“ - Stimmen zum Uerdingen-Spiel
„Haben uns den Punkt verdient“ - Stimmen zum Uerdingen-Spiel
Wie viele Zuschauer passen ins Grünwalder? Dieser Frage geht jetzt ein bekanntes Unternehmen nach 
Wie viele Zuschauer passen ins Grünwalder? Dieser Frage geht jetzt ein bekanntes Unternehmen nach 

Kommentare