Wojtkowiak über die Löwen, die Arena, ...

"Wir sind nicht neidisch auf den FC Bayern"

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Grzegorz Wojtkowiak.

München - Beim TSV 1860 ist Grzegorz Wojtkowiak eher nicht als Lautsprecher bekannt. Jetzt gab der Pole ein großes Interview, redete über die Allianz Arena, den FC Bayern und den bekanntesten Löwen-Spieler.

Die Sommerpause nutzte 1860-Verteitiger Grzegorz Wojtkowiak, um dem polnischen Blatt Przeglad Sportowy ein großes Interview zu geben. Darin erklärt der 30-Jährige sein Leben in München, spricht über das Stadion, den FC Bayern, seine Position und den bekanntesten Löwen-Spieler. Dazu formuliert er große Ziele. "Der TSV 1860, also der Münchner Löwe, wird auch noch brüllen." Wir haben hier die wichtigsten Äußerungen Wojtkowiaks für Sie ins Deutsche übersetzt.

Wojtkowiak über ...

... die Frage, ob man bei den Löwen neidisch ist auf den FC Bayern:

"Nein. Das sind zwei eigenständige Klubs. Die Stadt ist geteilt in einen blauen, also unseren Teil, und einen roten, also die Bayern. Wir fühlen uns nicht schlechter, ärmer, wir schauen nicht mit Neid auf unseren Rivalen, jeder denkt einfach an sich. Die Trainingszentren von Bayern und vom TSV sind nicht einmal einen Kilometer entfernt, die Ligaspiele spielen wir im selben Stadion und natürlich ist es uns bewusst: Die Allianz-Arena ist für uns ein wenig zu groß, die Spiele werden durchschnittlich von 25.000 bis 30.000 Zuschauern gesehen. Sie gehen in der riesigen 70.000-Zuschauer-Arena unter. Bei unseren Spielen sind die obersten Plätze von Werbung verdeckt, Fans haben die 50.000 Plätze auf den beiden unteren Rängen zur Verfügung."

... das Saisonziel der Löwen:

"Der Plan ist jetzt, dass wir um den Aufstieg kämpfen. Alles wird sich am Anfang der Saison rauskristallisieren - wir haben schwierige Spiele - wir fangen gegen Kaiserslautern, dann Leipzig an. Das Ziel ist es, unter die ersten drei zu kommen"

... den "Star" des Teams:

"Unser bekanntester Spieler ist der 38-jährige ungarische Torwart Gabor Király, der die ganze Zeit in grauen, weiten Trainingshosen spielt. Zum Training kommt er zu Fuß, zu den Spielen der ungarischen Auswahl ist er nicht nach Budapest geflogen, sondern mit dem Zug gefahren. So ist es bequemer für ihn."

... sein Leben in München:

"Ich komme grundsätzlich zurecht, kann mich im Umkleideraum unterhalten. Ich verstehe alles. Ich wohne hier mit meiner Frau und meinen Kindern, ich könnte nicht getrennt von der Familie im Ausland leben."

... seine Zukunft, nachdem sein Vertrag nur noch ein Jahr läuft:

"Wenn ich ein neues Angebot bekomme, werde ich vermutlich nicht zögern. Ich habe bereits mit dem Sportdirektor gesprochen, bisher, ohne auf etwas Konkretes einzugehen. Momentan ist es Zeit die Mannschaft zu strukturieren, wir müssen den Trainer Moniz von uns überzeugen.

... die Frage, ob der TSV 1860 ein reicher Klub sei:

"Stabil, seit ein paar Jahren haben sie einen wohlhabenden arabischen Geldgeber. Wir haben keine Probleme mit der Solvenz. Wenn es sein muss, fliegen wir zu den Spielen."

... den Wechsel von Trainer Moniz zu den Löwen, dem manche übel nahmen, dass er plötzlich von Lechia Gdańsk nach Deutschland gegangen ist:

"Ich weiß nicht, wie das genau abgelaufen ist, ich habe gehört, dass er aufgrund persönlicher Probleme aufgehört hat. Als sich herausgestellt hat, dass er mit uns arbeiten wird, war er die ersten drei Tage in Holland, dann ist er zum TSV gekommen. Auf die genauen Umstände der Trennung von Lech gehe ich nicht ein. Moniz legt viel Wert auf Krafttraining. Er will, dass wir offensiv spielen und hat gesagt, dass ihn nur der Aufstiegskampf interessiert. Er hat Charisma und ist fit. Beim Lauf- und Ausdauertraining oder Krafttraining macht er bei uns mit."

... seine Position:

"Ich kam als Rechtsverteidiger von Lech Posen zum TSV, auf der Position habe ich über 60 Prozent der Spiele gemacht. Die Trainer wissen, dass ich problemlos als Innenverteidiger spielen kann, aber in der 2. Bundesliga hat jeder Club einen großen, starken offensiven Mittelfeldspieler, der stark angreift, sich durchkämpft und mit dem defensiven Mittelfeld kämpft. Hier muss der Innenverteidiger ein mächtiger Kerl sein. Ich bin nicht besonders groß, deswegen spiele ich außen."

lin

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