Attacke auf Polizeibeamte im Zug

Haft- und Geldstrafen für Löwen-Fans

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Schon während des Spiels in Ingolstadt kam es im 1860-Block zu Vorfällen wie dem Zünden von Pyrotechnik.

München - Zwei Anhänger des TSV 1860 sind nach Straftaten bei der Rückfahrt vom Auswärtsspiel in Ingolstadt verurteilt worden. Einer sogar zu einer Haftstrafe.

Zwei Löwen-Fans sind aufgrund der Vorkommnisse bei der Rückfahrt vom Auswärtsspiel des TSV 1860 beim FC Ingolstadt am 14. Februar 2014 verurteilt worden. Einer der beiden sogar zu einer Haftstrafe. Das berichtet muenchen.tv. Beide Täter stammen aus der Ultraszene der Löwen. Während und nach der Partie war es zu mehreren Zwischenfällen gekommen.

Auf der Zugfahrt in Richtung München vernahmen die Zugbegleitkräfte der Bundespolizei in einem Doppelstockwagen Rauchgeruch aus der oberen Etage eines Waggons. Auf dem Weg dorthin stellte sich ein 23-Jähriger den Beamten entgegen, versuchte an Ausrüstungsgegenstände (darunter Holster und Pistole) des Bundespolizisten zu gelangen und schlug dem Beamten gegen Brust und Bauch. Bei der Identitätsfeststellung leistete er Widerstand und versuchte, gegen den Kopf des Beamten zu schlagen. Der mehrfach einschlägig wegen Delikten im Zusammenhang mit Fußballveranstaltungen vorbestrafte 23-Jährige wurde vom Amtsgericht Dachau zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im Januar wurde er bereits zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt, nachdem er in Hamburg beim Löwen-Spiel bei St. Pauli (19.07.2013) Widerstand gegen Polizeikräfte geleistet hatte. Wenige Wochen danach war er zudem in Rohrbach und Petershausen wiederholt auffällig geworden. In Ingolstadt hätte der 23-Jährige gar nicht dabei sein dürfen, war doch ein Stadionverbot gegen ihn ausgesprochen.

1860 zum Derby in Ingolstadt - Bilder & Noten

1860 zum Derby in Ingolstadt - Bilder & Noten

Ein weiterer 1860-Anhänger, ein 21-Jähriger aus Pasing, hatte zusammen mit zwei weiteren Personen Beamte der Bundespolizei daran zu hindern versucht, Videoaufnahmen von Straftaten im Zug aufzunehmen. Zudem zeigte er den Beamten den "Scheibenwischer". Wegen Beleidigung in Tatmehrheit mit Widerstand in drei tateinheitlichen Fällen wurde er nun zu einer Geldstrafe von 1.350 Euro verurteilt.

Insgesamt hat die Bundespolizeiinspektion München bei verschiedenen Staatsanwaltschaften gegen insgesamt 14 Personen Strafanzeigen gestellt.

fw

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