Ausstiegsklausel im Vertrag?

Hannover baggert wohl Kreuzer an  - der Sportchef reagiert

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Wo liegt seine Zukunft? Oliver Kreuzer kann offenbar zwischen Sechzig und Hannover 96 wählen.

München - Bei den Löwen sollte aktuell die volle Konzentration dem Abstiegskampf gelten. Doch nun könnte ein Nebenkriegsschauplatz eröffnen - rund um Sportchef Oliver Kreuzer.

Als hätten die Blauen nicht schon genug Probleme! Mitten im Abstiegskampf könnte ausgerechnet der vermutlich künftige Zweitligist Hannover 96 für Unruhe an der Grünwalder sorgen. Denn die Niedersachsen sind einem Bericht der Sport Bild zufolge ganz scharf auf Oliver Kreuzer. Und Sechzig sollen dabei die Hände gebunden sein: Zwar hatte der Sportliche Leiter im November bis 2018 unterschrieben, sein Vertrag soll jedoch eine Ausstiegsklausel für diesen Sommer beinhalten.

Schon im Herbst hatte auch 96 um die Dienste Kreuzers geworben. Nach der sportlichen Talfahrt und zehn Pleiten aus elf Rückrundenspielen will Klub-Chef Martin Kind den 50-Jährigen nun wohl unbedingt an die Leine locken. In Hannover würde Kreuzer, der alle Vertragsgespräche an der Grünwalder auf Eis gelegt hat, Geschäftsführer Martin Bader an die Seite gestellt werden und die sportlichen Belange übernehmen. Mit dem Ziel, den So-gut-wie-Absteiger sofort wieder zurück in die Bundesliga zu führen.

Kreuzer kennt 96-Trainer-Kandidaten

Dank seines Engagements bei Sechzig und seiner zwei Jahre beim Karlsruher SC gilt Kreuzer als Fachmann für die 2. Liga. Außerdem pflegt er ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Markus Kauczinski, der in Hannover als Trainer-Kandidat gehandelt wird. Kreuzer hatte den 46-Jährigen in Karlsruhe 2012 zum Cheftrainer befördert, im Sommer verlässt Kauczinski die Badener auf eigenen Wunsch.

Auch mit Mirko Slomka, dem ebenfalls gute Chancen eingeräumt werden, arbeitete Kreuzer bereits zusammen: In der Saison 2013/2014 rettete das Duo den Hamburger SV vor dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga. Kein Wunder also, dass sich 96 mit dem Kaderplaner der Löwen beschäftigt - übrigens genauso wie mit den aktuell vereinslosen Fredi Bobic und Jan Schlaudraff.

Kreuzers erste Reaktion auf die Spekulationen sollte allen Fans jedoch Mut machen. "Mich hat niemand von Hannover kontaktiert, das Thema interessiert mich auch überhaupt nicht. Ich habe mich dieser Aufgabe hier bei den Löwen verschrieben, meine hundertprozentige Konzentration gilt Sechzig - und zwar nicht nur für die nächsten Wochen", sagte der gebürtige Mannheimer zur tz. Klare Ansage: Lieber Sechzig als 96!

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