Erste Äußerungen

Nach zweieinhalb Monaten: Jetzt bricht Ismaik sein Schweigen

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Hasan Ismaik hat sich erstmals nach zweieinhalb Monaten wieder zu 1860 geäußert.

Hasan Ismaik hat sein wochenlanges Schweigen gebrochen und sich wieder zum TSV 1860 geäußert. Er bekräftigt, seine Anteile nicht verkaufen zu wollen, strebt zudem  eine Vertragsverlängerung mit Daniel Bierofka an.

Seit Ende Juni hatte sich Hasan Ismaik nicht mehr auf seiner Facebook-Seite zu Wort gemeldet, Ende Juli äußerte er sich ein letztes Mal gegenüber unserer Onlineredaktion zu 1860 - damals über den Antrag zur Aufglösung des Kooperationsvertrages, den Mitglied Ulla Hoppen vorgebrachthatte und der angenommen wurde. Jetzt, über zweieinhalb Monate später, spricht der Hauptgesellschafter erstmals wieder über die Löwen, die derzeit in der Regionalliga für Furore sorgen.

Die Leistungen der Blauen verfolge er sehr genau, sagte er dem Portal dieblaue24.de: „Es ist ausgezeichnet, was die Mannschaft leistet. Ich verfolge alle Spiele im Liveticker oder Livestream - ich bin über alles im Bilde, was bei 1860 passiert.“ Und das, was die Mannschaft derzeit leistet, gefällt dem Jordanier ebenso wie den Anhängern im Grünwalder Stadion. „Mich freut es sehr, wie die Spieler und Trainer den Verein repräsentieren“, sagte er. „Jeder Sieg hilft ein Stückchen mehr, nach Jahren der Erfolglosigkeit den Verein wieder als geschlossene Einheit zu präsentieren.“

„Das Wichtigste ist jetzt, dass die Fans glücklich und zufrieden sind”

Eine Einheit, die die Fans mit der Mannschaft bilden, der Großteil aber nicht mit Ismaik, wie es scheint. Immer wieder wird gegen den Investor, der derzeit gegen die 50+1-Regel im deutschen Fußball klagt, gesungen und protestiert, doch der lässt sich nicht entmutigen: „Das Wichtigste ist jetzt, dass die Fans glücklich und zufrieden sind.” Sportlich gesehen sind sie es auf jeden Fall.

Wie gut der Kontakt zur Vereinsführung um Präsident Robert Reisinger und Geschäftsführer Markus Fauser ist, dazu äußert sich Ismaik in besagtem Bericht nicht. Klar formuliert er nur einen Punkt: „Ich werde meine Anteile nicht verkaufen - niemals!” Das würde auch bedeuten, dass der von Unternehmer Gerhard Mey angestrebte Kauf besagter Anteile vom Tisch ist, Gespräche darüber sollten im September geführt werden. Fauser, der selbst davon spricht, man baue den Verein gerade wieder neu auf, verwies in einem Gespräch mit der Abendzeitung auf die Verhandlungen zwischen Mey und Ismaik angesprochen auf die beiden Unternehmer, der Verein ist offenbar nicht involviert.

„Wir haben mit Bierofka schon erste Vorgespräche geführt“

Konkreter wird Hasan Ismaik dagegen angesprochen auf Trainer Daniel Bierofka, einem der Erfolgsfaktoren der neuen Löwen. Der Investor gerät ins Schwärmen, spricht davon, dass „solche Typen, die sich für einen Klub aufopfern und manchmal sich sogar selbst vergessen“ immer mehr aussterben. Es imponiere ihm, dass es dem Coach nur um 1860 und nicht um das Geld ginge. „Unser Wunsch ist es, dass wir Daniel langfristig an den Verein binden“, so Ismaik. „Wir haben mit ihm schon erste Vorgespräche geführt, um seine Bereitschaft abzutasten.” Vergangene Woche noch hatte Bierofka gesagt, er habe zuletzt mit Ismaik vor Saisonbeginn gesprochen.

Zumindest in dieser Thematik dürfte es jedenfalls keine zwei Meinungen geben. Bierofkas Vertrag läuft noch bis 2019 und kaum jemand kann sich derzeit einen anderen Cheftrainer als ihn bei 1860 vorstellen.

fw

Video: Ismaik drückt die Löwen in die 4. Liga

Video: Glomex

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