1860-Investor wühlt in der Vergangenheit

Schwerer Vorwurf von Ismaik: Dubiose Gehaltsforderung

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Ex-Präsident Gerhard Mayrhofer (l.) und Hasan Ismaik im Dezember 2014 beim 2:3 gegen den KSC (rechts: Markus Rejek).

München - Eigentlich wollte Hasan Ismaik in London nicht zu viel in der Vergangenheit wühlen. Doch ein Thema erschien ihm dann doch als zu wichtig, um es der Öffentlichkeit vorzuenthalten.

Eigentlich wollte Hasan Ismaik nicht zu viel in der Vergangenheit wühlen. Doch ein Thema wollte er der Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Ismaiks Vorwurf: Zwei Ex-Mitglieder des Präsidiums hätten ein Gehalt gefordert, obwohl ihnen das laut Klubsatzung nicht zusteht. Sie hätten sich bei ihm beschwert, dass sie vom Verein kein Einkommen beziehen würden. Sie wollten dasselbe Gehalt wie der Geschäftsführer. Ér habe erklärt, dass dies gesetzeswidrig sei. Nur wenn der Verein erfolgreich wirtschaftet, ließe sich der Gewinn ausschütten. Offenbar geht es um das Jahr 2013.

Danach wurde über die Unternehmensberatung des betreffenden Mitglieds des Präsidiums nach einem Vertrag als Berater gefragt. Ismaik lehnte ab. Danach sei er gefragt worden, ob er die Anteile verkaufen will und das Präsidiumsmitglied gegen Provision einen Käufer suchen solle. Ismaik wollte nicht verkaufen. Die Meinungsverschiedenheiten eskalierten schließlich an der Person eines damaligen Geschäftsführers. Ismaik sei zum Ende der vergangenen Saison angerufen und um Zustimmung zur Entlassung desselben gebeten worden. Es müsse sofort passieren, weil dieser das Präsidiumsmitglied beleidigt habe. Ismaiks Antwort: eine persönliche Angelegenheit. Danach sei der goldene Anruf gekommen. Das Präsidiumsmitglied habe gesagt: Entweder Ismaik verkaufe seine Anteile, der Geschäftsführer werde gefeuert, oder er werde kündigen. Ismaiks Antwort: Er sei nicht die Person, bei der er kündigen könne. Dieses Thema sei mit dem Aufsichtsrat zu besprechen. Danach sei das Präsidiumsmitglied zurückgetreten, schließt Ismaik.

Die tz befragte Gerhard Mayrhofer, zur fraglichen Zeit Präsident. Sein Kommentar: „Die Vorwürfe sind absurd! Wir haben weder Forderungen noch sonst irgendwas gestellt.“ 

Ismaik zur tz: Ich verkaufe 1860 nur, wenn ...

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