Jetzt muss der Verein entscheiden

Neues Angebot vom Investor - aber hilft Ismaiks dünnes Paket?

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Will Sechzig wieder unter die Arme greifen: Hasan Ismaik bietet unter anderem ein unverzinsliches Darlehen an.

Hasan Ismaik hat sich mal wieder zu Wort gemeldet - per Pressemitteilung. Der Investor bietet den Löwen weitere Unterstützung an. Doch ob das geschnürte Paket dem Verein wirklich helfen würde, ist fraglich.

München - Der Jubel war groß, als die Löwen vor einer Woche den Aufstieg in die Dritte Liga schafften. Doch auch acht Tage nach dem goldenen Sonntag ist von finanzieller Planungssicherheit keine Spur. Budgeterhöhung? Neue Spieler? Alles in der Schwebe. Daran ändert auch die am Sonntag um 17.35 Uhr verschickte Pressemitteilung von Ismaik-Sprecher Saki Stimoniaris nichts.

„Ismaik und 1860 München - das Paket ist komplett“, lautet die Überschrift des Dokuments. Doch komplett ist nach der Lektüre lediglich die Verwirrung. Anstatt frisches Geld durch ein Sponsoring oder eine vergleichbare Maßnahme in Aussicht zu stellen, bietet Ismaik lediglich die Ablösung des 2017 gewährten Zwei-Millionen-Darlehens von Hauptsponsor „Die Bayerische“ zu einem günstigeren Zinssatz. Die e.V.-Vertreter sind damit quasi aufgefordert, ihre Prinzipien über Bord zu werfen und sich beim Investor weiter zu verschulden. Schwer vorstellbar, dass dies in der wohl noch diese Woche stattfindenden Aufsichtsratssitzung durchgewunken wird.

„Das Paket ist komplett“ - die Mitteilung von Ismaik-Sprecher Stimoniaris im Wortlaut

Ismaik setzt auf Transfererlöse

Zumal Ismaiks zweite Ankündigung äußerst vage daherkommt. „Sollte darüber hinaus mehr Geld nötig sein, würde Hasan Ismaik nach Absprache mit der sportlichen Leitung und der Geschäftsführung dafür aufkommen“, schreibt Stimoniaris. Derzeit gehe der Investor aber davon aus, dass durch Weiterverkäufe von Ex-Spielern durch andere Vereine, an denen der TSV 1860 noch Transferrechte besitzt, zusätzliche Mittel generiert werden können. „Sollten diese Erlöse nicht eintreten, wird Hasan Ismaik umgehend weitere Mittel für die Finanzierung des sportlichen Bereiches zur Verfügung stellen“, lässt Stimoniaris weiter wissen.

Heißt übersetzt: Sollte Borussia Dortmund Julian Weigl nach Paris verkaufen und die Löwen zehn Prozent der Ablöse kassieren, wäre alles in Butter. Falls nicht, würde der Verhandlungszirkus in die nächste Runde gehen. Herrliche Aussichten für Daniel Bierofka und Günther Gorenzel, die ihre Wunschtransfers lieber gestern als morgen fixiert hätten.

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Ludwig Krammer, Florian Fussek

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