tz-Kolumne

Heinrich heute: Was bei Derbys künftig kosten soll

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über die Bußgeld-Pläne für Ama-Derbys.

Die politische Korrektheit zieht auch im Stadion ein. Das KVR will für Gesänge wie „Tod und Hass dem TSV“ künftig Bußgelder verhängen. Damit müssen die Fans deutlich subtiler singen. Weiterhin erlaubt ist bei schlechten Leistungen der Bayern: „Rot und blass, der FCB.“ Bayern-Anhänger dürfen spotten: „Marod und krass, der TSV.“ Verboten ist aber zum Beispiel „Wir wollen keine Bayern-Schweine“, wegen der Vegetarier. Ebenfalls nicht mehr gesungen werden darf „Was schert mi Weib, was schert mi Kind? Hauptsach is, dass Sechzig g’winnt“ – wegen dem Gender, verstehen’s, weil damit ein allzu klassisches Familienbild vermittelt wird. Auch unwahre Aussagen sind tabu. „Denn seit mehr als 1.000 Jahren sind wir Bayern ungeschlagen“ geht nicht mehr, da gelogen. Da landet gleich der Mahnbescheid vom KVR im Postkastl. Gut, dass die Post streikt.

Jörg Heinrich

Rubriklistenbild: © Christina Pahnke / sampics

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