tz-Kolumne

Heinrich heute: Twitter, Selfies, Krieg und Frieden

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Hasan Ismaik.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über die Änderung bei Twitter.

Neue Herausforderung für viele Fußballer: Twitter will sein Limit von 140 auf 10.000 Zeichen erhöhen. Zur Orientierung: Das ist mehr als eine tz-Seite. Das übliche Fußballer-Urlaubs-Selfie, Palme, fesche prestigeträchtige Freundin mit Duckface („Derbe geil hier“), wird künftig nicht mehr reichen. Bald werden die ersten Kicker zu spät zum Training erscheinen: „Bin mit Twittern nicht fertiggeworden.“ Vielleicht twittert Poldi die Fortsetzung von Tolstois „Krieg und Frieden“. Wie man so viel Platz brillant nutzt, hat gestern Hasan Ismaik gezeigt, mit seinem offenen Brief an die Löwen. Das Schreiben ist dermaßen mitreißend geraten – viele fordern bereits eine Trilogie mit mindestens vier Folgen („Verschwörung, Verblendung, Verdammnis, Vergebung“). Länge vom Hasan-Brief: 15.638 Zeichen. Das neue Twitter ist toll, wenn auch immer noch zu kurz.

Jörg Heinrich

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